Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Dax aktuell Dax steckt fest – Etliche Risiken an der Börse

Der Deutsche Aktienindex konnte am Dienstag nur schwach zulegen. Die Quartalszahlen einiger großer Unternehmen enttäuschten die Anleger.
Update: 29.01.2019 - 18:38 Uhr Kommentieren
Im Jahr 2018 verlor der Dax 18 Prozent seines Wertes, Mitte Februar 2019 steht unter dem Strich ein Plus. Quelle: picture alliance/dpa
Börsensaal in Frankfurt

Im Jahr 2018 verlor der Dax 18 Prozent seines Wertes, Mitte Februar 2019 steht unter dem Strich ein Plus.

(Foto: picture alliance/dpa)

FrankfurtDer Dax schloss am Dienstag mit einem sehr leichten Plus und notiert gerade 0,08 Prozent stärker bei 11.218 Stellen. Am Vortag hatte der Dax wegen Gewinnmitnahmen noch 0,6 Prozent schwächer geschlossen.

Am frühen Morgen haben mehrere Unternehmen aus Deutschland ihre Quartalszahlen vorgelegt, unter anderem der Softwareriese SAP und Siemens Healthineers – allerdings ohne wesentlichen Einfluss auf die Indizes.

Mehr Einfluss auf die Aktienindizes könnte die Abstimmung über einen „Plan B“ für den Brexit-Deal haben: Am Dienstagabend will das britische Parlament einen Ausweg aus der Sackgasse finden.

Währenddessen scheint eine Annäherung im Handelsstreit zwischen China und den USA eher unwahrscheinlich. Das US-Justizministerium wirft dem chinesischen Netzwerkausrüster Huawei unter anderem Industriespionage vor und erhob Anklage. Das Außenministerium in Peking forderte derweil die Aufhebung des Haftbefehls gegen die in Kanada festgesetzte Huawei-Finanzchefin Meng Wanzhou.

Der Disput könnte für diese Woche angesetzten Gespräche von Delegationen aus China und den USA gefährden, warnte Commerzbank-Analyst Hao Zhou. „Das Misstrauen scheint zu wachsen.“ Zudem deuteten Konjunkturdaten aus China darauf hin, dass die Wirtschaft dort auf schwachen Füßen stehe. Auch US-Handelsminister Wilbur Ross kommentierte, man sei in der China-Frage meilenweit von einer Lösung entfernt.

Die weiteren Indizes

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen konnte am Dienstag 0,4 Prozent zulegen. Nach Börsenschluss lag er bei 23.689 Zählern. Auch der Euro-Zonen-Leitindex EuroStoxx 50 konnte sich um 0,5 Prozent auf 3.153 Stellen verbessern.

Blick auf die Einzelwerte

SAP: Der Softwareriese aus dem baden-württembergischen Walldorf hat am Dienstagmorgen seine Geschäftszahlen präsentiert. Die Aktien rutschten daraufhin um bis zu 2,7 Prozent ab. SAP war daher einer der größten Verlierer im Dax. Bei der Präsentation der Geschäftszahlen kündigte Firmenchef Bill McDermott ein Restrukturierungsprogramm für SAP an, bei dem Mitarbeitern der Vorruhestand angeboten werden soll. Dies sei nötig, um auf die „schnelllebige Industrie“ zu reagieren, sagte McDermott.

Sartorius: Der Laborausrüster konnte seinen Umsatz um 13,2 Prozent auf 1,57 Milliarden Euro steigern. Die im Nebenwerteindex MDax notierten Titel rückten um starke 18 Prozent vor.

Siemens Healthineers: Im vergangenen Geschäftsjahr konnte die Gesundheitssparte von Siemens ihren Umsatz um nur gut 3 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro steigern. Zwar war die Imaging-Sparte (Computertomographie und Röntgengeräte) erfolgreich, doch die Diagnostik musste starke Verluste hinnehmen. Im Dax verliert der Titel von Siemens Healthineers über 4 Prozent.

Hello Fresh: Der Umsatz des Kochboxen-Versenders kletterte im vergangenen Geschäftsjahr um mehr als 40 Prozent auf 360 Millionen Euro. „Auf dem Weg zur Profitabilität sei das Unternehmen erheblich weitergekommen“, betonte Unternehmenschef Dominik Richter. Das Papier konnte 1 Prozent zulegen.

Gold: Der Preis für das Edelmetall hatte den höchsten Stand seit Juni 2018 erreicht und damit um 12 Prozent zugelegt. Der Grund dürfte vor allem in der politischen Unsicherheit liegen.

Was die Charttechnik sagt

Der deutsche Leitindex hat am vergangenen Freitag die einwöchige Korrekturphase beendet und nach oben hin aufgelöst. Am Montag gab es aus charttechnischer Sicht wenig Impulse im deutschen Leitindex. Das nächste höhere Kursziel im Dax, das Anleger im Auge behalten sollten, ist das Hoch aus dem vergangenen Dezember (11.567 Punkte). Wird es überwunden, geht es um die entscheidende Marke von 11.800 Punkten.

Denn aus Sicht der Charttechnik herrscht noch so lange der Bärenmarkt, wie der Dax unter 11.800 Punkten notiert. Erst ein Überspringen der Marke würde das Bild ändern.

Als Stopp-Loss für kurzfristige Anleger, die sich vor zu hohen Kursverlusten schützen wollen, ist die Marke von 10.900 Zählern prädestiniert. Von diesem Punkt aus hat der deutsche Leitindex vor zehn Tagen seine laufende Rally gestartet.

Mittelfristig gesehen könnte dem Dax ein heftiger Absturz drohen. Dies ist die Einschätzung von technischen Analysten, die das Handelsblatt zu den Perspektiven für 2019 befragte – und die vor genau einem Jahr die Entwicklung treffend vorhergesagt hatten. Ihre Kernbotschaft lautet diesmal: Ein wenig geht es noch aufwärts, ehe der Dax auf neue Tiefs und unter die Marke von 10.000 Punkte fallen wird.

Der Markt achtet zurzeit sehr genau darauf, ob Konzerne die Erwartungen des Marktes erfüllen. Zuletzt hatte es Warnungen vor Enttäuschungen gegeben, die aber bisher kaum eingetreten sind.

Analystencheck: Jefferies senkt das Kursziel für Henkel-Aktie, empfiehlt das Papier aber weiterhin zum Kauf

Das Analysehaus Jefferies hat das Kursziel für Henkel vor der Berichtssaison der europäischen Konsumgüter- und Nahrungsmittelkonzerne von 115 auf 96 Euro gesenkt, die Einstufung jedoch auf „Kaufen“ belassen. Die Unternehmen dürften weiter unter strukturellem Druck und dem gedämpften Konjunkturumfeld gelitten haben, schrieb Analyst Martin Deboo in einer Studie. Derweil könnten die Firmen zwar ihren Gewinn je Aktie gesteigert haben, doch dies sollte lediglich mit dem geringeren Gegenwind von der Währungsseite zusammenhängen.

Laut Handelsblatt-Analystencheck gibt es 14 Kaufempfehlungen für das Papier. Zehn Analysten raten zum Verkauf, 31 empfehlen, den Titel zu halten. Das gewichtete durchschnittliche Kursziel aller 55 ausgewerteten Analystenmeinungen zur Henkel-Aktie, bei dem neuere Studien höher gewichtet werden, liegt bei 105,42 Euro. Die Aktie wird derzeit zum Kurs von rund 84 Euro gehandelt.

Devisen und Rohstoffe

Der Euro veränderte sich nur kaum und war zuletzt 1,143 US-Dollar wert. Die Ölpreise dagegen haben moderat zugelegt und lagen zuletzt bei 60,32 US-Dollar für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent und 52,31 Dollar für ein Barrel WTI.

Überblick

Auch im europäischen Ausland und den USA werden zahlreiche Firmen ihre Ergebnisse des vergangenen Quartals präsentieren. Unter anderem Pfizer, Verizon, Philips und LVMH werden ihre Geschäftsbücher offenlegen. Nach Börsenschluss in den USA präsentieren Apple und Ebay ihr Zahlenwerk.

In den USA startet außerdem die zweitägige Sitzung des Offenmarktausschusses der Notenbank Fed. Mit einer Erhöhung der Zinsen wird nicht gerechnet. Anleger werden aber mit Argusaugen darauf schauen, wie die Zentralbanker die Aussichten für die größte Volkswirtschaft der Welt einschätzen.

Hier geht es zur Seite mit dem Dax-Kurs, hier gibt es die aktuellen Tops & Flops im Dax. Aktuelle Leerverkäufe von Investoren finden Sie in unserer Datenbank zu Leerverkäufen.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite

Mehr zu: Dax aktuell - Dax steckt fest – Etliche Risiken an der Börse

0 Kommentare zu "Dax aktuell: Dax steckt fest – Etliche Risiken an der Börse"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.