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Dax aktuell Dax verliert fast zwei Prozent

Die Sorgenliste der Anleger ist lang – ganz oben stehen steigende Zinsen und die Wahl in Italien. Das führte zu Verkäufen.
Update: 01.03.2018 - 17:41 Uhr 16 Kommentare

Schwache Berichtssaison für Zalando und Baiersdorf

FrankfurtAus Furcht vor einer aggressiveren Geldpolitik der US-Notenbank ziehen sich Anleger aus den Aktienmärkten zurück. Zudem verdarb ihnen eine Reihe enttäuschender Firmenbilanzen die Laune. Der Dax verlor am Donnerstag zum Handelsschluss 1,97 Prozent auf 12.191 Punkte und lag dadurch gegenüber dem Vortagesschluss 245 Punkte im Minus. Der Euro Stoxx 50 büßte 1,1 Prozent auf 3399 Zähler ein.

Ein weiterer Unsicherheitsfaktor sei die italienische Parlamentswahl am kommenden Wochenende, deren Ausgang offen sei, sagte Analyst Gregor Kuhn von der Bernstein Bank. „Da der Mittelmeeranrainer eine der größten Volkswirtschaften der Euro-Zone darstellt, hat das Wahlergebnis entsprechende Konsequenzen für die Währungsunion.“

In Deutschland könnte parallel dazu ein Nein der SPD-Mitglieder zur Fortsetzung der großen Koalition die politische Stabilität gefährden. Das Ergebnis des Votums soll am Sonntag vorgelegt werden.

Aus der deutschen Wirtschaft kamen ebenfalls gedämpfte Signale: Lieferengpässe, steigende Preise und der stärkere Euro bremsten die Industrie im Februar aus. Ihr Einkaufsmanagerindex sank um 0,5 auf 60,6 Punkte.

Hauptgesprächsthema auf dem Börsenparkett war aber die US-Geldpolitik. Die jüngsten Aussagen des Fed-Chefs Jerome Powell schürten die Erwartung, dass die amerikanische Notenbank den Leitzins 2018 vier statt der bisher signalisierten drei Mal anheben wird, sagte Analyst Lukman Otunuga vom Brokerhaus FXTM.

Vor diesem Hintergrund stieg der Renditeabstand zwischen den niedriger verzinsten zweijährigen Bundesanleihen und ihren höher verzinsten US-Pendants auf den höchsten Stand seit mehr als 20 Jahren. Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, legte ebenfalls zu und markierte mit 90,868 Punkten ein Sechs-Wochen-Hoch. Der Euro verbilligte sich im Gegenzug auf 1,219 Dollar.

Den Rohstoffen machte die Stärke der US-Währung dagegen zu schaffen, weil sie dadurch für Anleger außerhalb der USA unattraktiver werden. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee, Kupfer und Gold verbilligten sich um jeweils ein knappes Prozent.

Beobachten Sie die Profis - und seien Sie vor Leerverkäufen gewarnt

Am deutschen Aktienmarkt gehörte Beiersdorf zu den größten Verlierern. Die Papiere des Nivea-Herstellers fielen um bis 5,5 Prozent, konnten am zum Handelsschluss die Verluste auf gut vier Prozent verringern. Der Netto-Quartalsergebnis bleibe hinter den Erwartungen zurück, urteilte Analystin Laura Cherdron von Independent Research. Enttäuschend sei zudem die Aussicht auf eine stagnierende Gewinnmarge.

Unerwartet hohe Kosten für den Geschäftsausbau und schwächere Gewinnmargen stießen Anlegern von Zalando auf. Die Aktien von Europas größtem Online-Modehändler rutschten um 6,6 Prozent auf 43,97 Euro ab und waren unter den größten Verlierern im MDax.

Aktien des Autozulieferers ElringKlinger stürzten um 6,5 Prozent auf 15,92 Euro ab. Damit notierten sie so tief wie seit knapp zweieinhalb Monaten nicht mehr und waren im Kleinwertesegment SDax größter Verlierer. „Bei den operativen Margen hat das Unternehmen enttäuscht“, heißt es in einer aktuellen Studie der DZ Bank. Bereinigt liege die Ebit-Marge lediglich bei 8,5 Prozent statt der vom Unternehmen angepeilten neun bis zehn Prozent.

Stark gefragt waren dagegen die Anteilsscheine von Anheuser-Busch. Der weltgrößte Bierbrauer habe mit seiner Quartalsbilanz die bereits hohen Markterwartungen übertroffen, urteilten die Morgan Stanley-Experten. Der Ausblick sei ebenfalls ermutigend. Anheuser-Titel standen mit einem Kursplus von zeitweise mehr als sechs Prozent vor ihrem größten Tagesgewinn seit zweieinhalb Jahren.

Carrefour-Papiere gerieten in Paris unter Druck und verloren zwischenzeitlich 7,8 Prozent und fielen auf ein Sieben-Wochen-Tief von 17,47 Euro. Europas größter Einzelhändler ist wegen schwacher Geschäfte im Heimatmarkt Frankreich im abgelaufenen Geschäftsjahr in die roten Zahlen gerutscht.

Dagegen kletterten die Titel der Opel-Mutter PSA um 4,8 Prozent nach oben. Der Autokonzern verdiente operativ mit fast vier Milliarden Euro ein Viertel mehr als im Vorjahr. Der Verlust bei Opel fiel geringer aus als erwartet.

Hier geht es zur Seite mit dem Dax-Kurs, hier gibt es die aktuellen Tops & Flops im Dax. Aktuelle Leerverkäufe von Investoren finden Sie in unserer Datenbank zu Leerverkäufen.

  • rtr
  • dpa
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16 Kommentare zu "Dax aktuell: Dax verliert fast zwei Prozent"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Nehmen Sie sich einmal da Orderbuch für einen Wert vor. Das können Sie sogar einschauen.
    Sollten Sie in der Lage sein es zu lesen, werden Sie sehen, dass die Kurse gezogen sind.
    Plattitüden sind etwas für Trottel also verschonen Sie die Umwelt.
    Herr Chris Koeh
    01.03.2018, 18:02 Uhr
    @Herr Peter Delli
    Die Börse ist kein Betrug
    Bitte Kostolany und Warren Buffet lesen, dann ist die ganze Geschichte auch verständlich

  • Herr Spiegel oder wer Sie sind, wir greifen Sie.

  • @Herr Peter Delli
    Die Börse ist kein Betrug
    Bitte Kostolany und Warren Buffet lesen, dann ist die ganze Geschichte auch verständlich

  • arlos schreibt was zur Börse...

    au au weia.........

    nie dabei gewesen und jetzt so einen nonsens schreiben...

    muss schon sehr frustrierend sein, wenn man von der 6.000 - 13.600 nie dabei war und jetzt 200-500-1.000 Punkte minus meint was sagen zu müssen....

    hahahahaha

  • Herr J.-Fr. [email protected] Ein einziger Betrug diese Börse.

  • @Herr J.-Fr. Pella:
    Bayer kauft Monsanto - da darf jeder gerne leer verkaufen, da Monsanto enorme Risiken beinhaltet. Es sind zig Milliarden - Strafen wegen Sammelklagen in USA zu erwarten! Monsanto vergiftet die Umwelt!

    Siemens ist kein gutes Unternehmen: Kaeser verkauft teilweise die Medizinsparte, verunsichert Mitarbeiter der Kraftwerksparte, die diese mit aufgebaut haben und das Dümmste:
    Kaeser kaufte vor Jahren Dresser-Rand ein Öl-Fracking Dienstleister, als der Ölpreis deutlich über 100 Dollar war - also im Hype.
    Dass Kaeser noch Vorstand ist wundert mich - hat wohl viele einflussreiche Freunde!

    EON der EON Chef ist nicht besser, verscherbelt UNIPER an Fortum, obwohl UNIPER guten Gewinn macht und richtig Dividende zahlt. Das Unternehmen an sich ist aber nicht wirklich teuer bezüglich des Kurses.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • @Herr J.-Fr. Pella:
    Leerverkäufe geschehen nicht einfach so, manchmal möchte man nur den Kurs tief drücken, damit man selbst oder "Freunde" günstig einkaufen können - siehe Daimler.
    Oder glauben Sie nicht, dass Bridgewater nichts vom Kauf der Daimler Anteile durch Geely wusste? Schließlich hat Bank of America zusammen mit Morgan Stanley die chinesische Firma Geely beim Kauf unterstützt. Und sage mir keiner, dass Bridgewater nichts davon wusste! Wenn zwei große Banken kommunizieren, dann weiß Bridgewater genau was los ist.

    Insgesamt glaube ich, dass der deutsche Markt weltweit der einzig noch günstig bewertete und vor allem der Markt ist, den man auch trauen darf: Bei IFRS ist im Vergleich zu US-GAAP deutlich konservativer und restriktiver behandelt.
    Der DAX ist ein Performance-Index, alle Dividenden werden eingerechnet - die weltweiten Indizes sind fast alle Kurs-Indizes!
    Wer Aktien mit einem niedrigen KGV < 12 (Durchschnitt DAX), schöner Dividendenrenditen > 3% (Durchschnitt DAX) und niedriger Verschuldung kauft, kann wenig falsch machen.
    Viele schreiben, wir sind von Amerika abhängig, stimmt, aber die Amerikaner sind nicht dumm: Dort gibt es viele Investoren - Fonds, die auch gerne dauerhaft internationale Aktien besitzen! Und jene richten sich natürlich nach wichtigen Zahlen wie Gewinn, Cashflow, Verschuldung u.s.w. alles führt aber zu wirklich zwei wichtigen Ergebnissen:
    Das Unternehmen macht Gewinn - siehe KGV
    Das Unternehmen macht soviel Gewinn auch über Jahre, dass sie eine vernünftige Dividende zahlen können!
    Gerne auch mal Kostolany und Warren Buffet lesen!

  • Nicht vergessen...
    Allein Brigdewater hat 6 Milliarden durch Leerverkäufe, auf einen fallenden DAX
    gewettet. Schaut euch nur BAYER und SIEMENS an!!!!
    Alle weitere Kommentare sind daher nicht sonderlich wichtig.
    the stupid germans

  • Deutschlands Aktien sind günstig - mögen die GroKo Wahl und die italienische Wahl heute und morgen noch verunsichern, am Montag ist alles durch.
    Selbst wenn unsere italienischen Freunde eine nationale selbstbewusste Regierung wählen, wird es wohl so laufen wie in Österreich: alles in Ordnung.
    Wenn Mutti - vielleicht besser Omi - Merkel nicht mehr Kanzlerin ist, ist das halb so wild. Stört auch niemanden: alles in Ordnung.
    Putin neue Rakete: toll welchen technologischen Fortschritt unsere russischen Freunde mit atombetriebenen Raketen schaffen! Hut ab, das schaffen weder wir noch unsere amerikanischen Freunde!

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