Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Dax aktuell Positive Signale aus den USA hieven den Dax über 11.100 Punkte

Der Leitindex hat die Marke von 11.000 Punkten zurückerobert – und verteidigt sie am Dienstag bis zum Handelsschluss. Gewinner sind Aktien von Fresenius und Conti.
Kommentieren

Dax legt weiter zu – Grundsatzeinigung im US-Haushaltsstreit

DüsseldorfDer Dax hat am Dienstag die umkämpfte Marke von 11.000 Punkten hinter sich gelassen und ging mit einem Plus von ein Prozent auf 11.126 Zählern aus dem Handel. Der MDax für die mittelgroßen Unternehmen gewann ebenfalls ein Prozent auf 23 701 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex Euro Stoxx 50 stieg um 0,8 Prozent.

In der Vorwoche war der Dax angesichts wieder verstärkter Sorgen um den Handelsstreit zwischen den USA und China bis auf 10 863 Punkte abgetaucht, bevor er sich zum Wochenauftakt wieder etwas stabilisieren konnte.

Positiv werteten Börsianer vor allem die vorzeitige Reise des US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer und des Finanzministers Steven Mnuchin zu den Handelsgesprächen nach Peking. „Es steht außer Frage, dass beide Seiten den Deal wollen und auch brauchen“, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. „Die entscheidende und weiterhin offene Frage ist jedoch, unter welchen Bedingungen sie den Deal wollen.“

Mit Erleichterung reagierten Investoren außerdem auf die vorläufige Einigung zwischen Demokraten und Republikanern im US-Etatstreit. Damit ist ein erneuter Regierungsstillstand unwahrscheinlicher geworden. „Noch ist allerdings nicht klar, ob US-Präsident Donald Trump den Budget-Kompromiss auch unterschreiben wird“, warnte QC-Experte Altmann.

Unterdessen rief die britische Premierministerin Theresa May das Unterhaus dazu auf, die Nerven zu bewahren, um bei der EU Nachbesserungen des Brexit-Deals zu erreichen. „Ich befürchte, May könnte zu hoch pokern, wenn sie glaubt, indem sie die Drohkulisse 'ungeordneter Brexit' bis kurz vor Torschluss gegenüber der EU aufrechterhält, dass derjenige nachgibt, der als erster blinzelt – ihrer Auffassung nach die EU“, sagte Commerzbank-Analystin Antje Praefcke. Das Pfund Sterling beendete seine Talfahrt der vergangenen Wochen vorerst und verteuerte sich auf 1,2889 Dollar. Der Euro legte auf 1,1314 Dollar zu.

Aufwärts ging es dagegen für den Ölpreis. Die Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich um 1,5 Prozent auf 62,43 Dollar je Barrel (159 Liter). Grund dafür seien vor allem die Hoffnungen auf ein Ende des Zollstreits, konstatierten die Analysten der Bank JP Morgan. Den Optimismus der Investoren dämpfte auch eine gesenkte Bedarfsprognose der Opec nicht. Das Exportkartell rechnet für 2019 mit einem weltweiten Nachfrage von 30,59 Millionen Barrel pro Tag. Das sind 240.000 Barrel weniger als in der Schätzung vom vergangenen Monat.

Einzelwerte im Überblick

Thyssen-Krupp: Der Stahl- und Industriekonzern hat heute seine Quartalszahlen veröffentlicht. Noch immer hinkt Thyssen-Krupp bei der Profitabilität den eigenen Zielen hinterher. Mit einer Ebit-Marge von 2,1 Prozent kommt der Ruhrkonzern immer noch nicht vom Fleck. Eine schwache Konjunktur in China sowie die schwierige Situation der Autobranche, die zu den größten Kunden der Stahlhersteller gehört, sorgen für eine geringere Nachfrage nach Stahl.

Hinzu kommt die schwierige Lage bei Thyssen-Krupp selbst. Der Konzern musste im vergangenen Jahr einen Teilungsbeschluss, Führungswechsel und zwei Gewinnwarnungen verdauen. Auf das Jahr gesehen verlor die Thyssen-Aktie gut 37 Prozent, zeigen Reuters-Daten. Die Aktie verlor rund zwei Prozent.

Ceconomy: Morgen treffen sich die Aktionäre der Firma mit dem Enigma-Namen Ceconomy (Media-Markt, Saturn) zur Hauptversammlung. Doppelstrukturen in den zwei Ceconomy-Subkonzernen sollen nach Handelsblatt Informationen künftig entfallen, sprich: In den Zentralen könnten weit mehr als 500 Jobs überflüssig sein. Die Aktie des Konzerns gab zum Handelsschluss 0,5 Prozent nach.

Continental: Der Top-Favorit im deutschen Leitindex waren die Aktien des Reifenherstellers Continental mit einem Plus von 3,5 Prozent. Der französische Rivale Michelin steigerte seinen Umsatz und Gewinn im vergangenen Jahr deutlich und übertraf damit die Erwartungen der Analysten.

Wirecard: Am heutigen Dienstag erlebte die Wirecard-Aktie eine Berg- und Talfahrt und ging letztendlich mit einem Minus von 1,3 Prozent aus dem Handel. Am Vortag erholte sie sich vom Kursverfall der vergangenen Woche und notierte zum Handelsschluss rund 6,5 Prozent höher als am vergangenen Freitag. An vier der vergangenen acht Handelstage ist die Aktie im zweistelligen Bereich eingebrochen – in der Spitze wurden beinahe zehn Milliarden Euro an Börsenwert vernichtet.

Fresenius: Auch der Medizinkonzern kommt nach mehreren schlechten Handelstagen wieder ins Plus. Mit einem Gewinn von rund drei Prozent war das Papier ohne fundamentale Nachrichten der zweitgrößte Gewinner im Dax.

Analystencheck: Credit Suisse hält Under Armours Aktie auf „Neutral“

Die schweizerische Bank Credit Suisse hat Under Armour vor den am Dienstagnachmittag erwarteten Zahlen zum vierten Quartal auf „Neutral“ mit einem Kursziel von 26 US-Dollar belassen. Nach dem jüngsten Analystentag seien sie noch optimistisch gewesen, dass der Sportartikelhersteller seine Marke 2019 besser werde positionieren können, schrieben die Analysten in einer am Montag vorliegenden Studie des Instituts.

Die erheblichen Werbeausgaben vor dem Hintergrund eines soliden Weihnachtsgeschäfts beunruhigten jedoch. Allerdings habe das Management mehrere Chancen gehabt, die Ziele für das Schlussviertel 2018 zu senken, habe dies aber nicht getan.

Hier geht es zur Seite mit dem Dax-Kurs, hier gibt es die aktuellen Tops & Flops im Dax. Aktuelle Leerverkäufe von Investoren finden Sie in unserer Datenbank zu Leerverkäufen.

Erstellt mit Agenturamterial von DPA und Reuters.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite

Mehr zu: Dax aktuell - Positive Signale aus den USA hieven den Dax über 11.100 Punkte

0 Kommentare zu "Dax aktuell: Positive Signale aus den USA hieven den Dax über 11.100 Punkte"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.