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Dax aktuell Rede von US-Notenbankchef hievt den Dax auf neues Jahreshoch

Erst der Auftritt von US-Notenbankchef Powell hat Schwung in den Handelstag gebracht. Der Dax legt den sechsten Tag in Folge zu, die längste Gewinnserie seit anderthalb Jahren.
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Gewinnmitnahmen prägen das Börsengeschehen am Dienstag. Quelle: dpa
Händlerin an der Frankfurter Börse

Gewinnmitnahmen prägen das Börsengeschehen am Dienstag.

(Foto: dpa)

DüsseldorfNach einem starken Wochenbeginn an der Frankfurter Börse ist auch der heutigen Handelstag im Plus zu Ende gegangen. Der deutsche Leitindex Dax lag zum Handelsschluss 0,3 Prozent im Plus bei 11.541 Punkten. Zudem gab es mit 11.557 Zählern ein neues Jahreshoch.

Es ist für den Dax der sechste Gewinnanstieg in Folge. Eine solche Serie hatte der Index zuletzt vor anderthalb Jahren hingelegt. Am gestrigen Montag hatte das Börsenbarometer 0,4 Prozent höher bei 11.505 Punkten geschlossen.

Grund für war die mit Spannung erwartete Kongress-Anhörung des US-Notenbankchefs Jerome Powell: Nach seiner Kehrtwende im Januar bei der US-Zinspolitik präsentierte er sich erneut nicht als großer Konjunkturoptimist, sondern verteidigte die vorsichtige und geduldig abwartende Haltung der Fed. Es gebe widersprüchliche Signale zur Konjunktur, sagt er. Das Wachstum werde etwas geringer ausfallen als 2018.

Zwiespältige Signale sendete das GfK-Konsumklima-Barometer für den Monat März. Zwar bleibt die Stimmung der deutschen Verbraucher trotz zunehmender Rezessionsangst stabil, ergab die Umfrage der Gesellschaft für Konsumklima (GfK) unter 2000 Verbrauchern. Deren Konjunkturerwartungen allerdings trübten sich den fünften Monat in Folge ein und sind nun so negativ wie seit drei Jahren nicht mehr.

Der anhaltende Handelskonflikt zwischen Europa, China und den USA verunsichere die Verbraucher zunehmend, interpretieren die Studienautoren das Ergebnis. Verbraucher befürchteten für Deutschland als stark exportorientierte Volkswirtschaft negative Konsequenzen, sollten die Zöllen steigen. Auch der Brexit sorge weiterhin für Verunsicherung.

Premierministerin Theresa May bietet dem britischen Parlament mittlerweile ein Votum über die Brexit-Verschiebung an. So wird eine Verschiebung des Brexits wahrscheinlicher. Sollte es im britischen Parlament keine Mehrheit für einen Deal geben, könnte der Streit in die Verlängerung gehen. 

Blick auf die Einzelwerte:

BASF: Steigender Preisdruck im Geschäft mit Basischemikalien hat BASF zum Jahresende die Bilanz verdorben. Der operative Gewinn (Ebit) vor Sondereinflüssen brach im vierten Quartal um 59 Prozent auf 630 Millionen Euro ein, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

2019 aber soll es wieder aufwärts gehen: Man wolle profitabel wachsen, kündigte Vorstandschef Martin Brudermüller an. Der Chemiekonzern rechnet mit einem leichten Umsatzplus von bis zu fünf Prozent und einem Anstieg des bereinigten operativen Gewinns (Ebit) von bis zu zehn Prozent. Aktionäre glauben an den Erfolg der Ludwigshafener. Der Aktienkurs setzte sich mit einem Plus von 4,3 Prozent an die Spitze der Dax-Gewinnerliste.

Siemens: Ein positiver Analystenbericht hievt die Aktie des Münchener Technologiekonzern um 1,6 Prozent nach oben. Analysten der US-Investmentbank JP Morgan empfehlen die Aktie zum Kauf. Zuvor hatten sie geraten, das Papier zu halten.

Covestro: Der rekordverwöhnte Kunststoffhersteller hatte am Montag für 2019 einen Gewinneinbruch im operativen Geschäft (Ebitda) auf 1,5 bis zwei Milliarden Euro angekündigt , nachdem im vergangenen Jahr noch 3,2 Milliarden Euro erzielt wurden. Der ehemaligen Bayer-Tochter hatten höhere Rohstoffkosten, aber auch eine nachlassende Nachfrage aus der Automobilindustrie bereits das im vierten Quartal die Bilanz verhagelt. Die Aktie verliert nach einen schwachen Montag auch am heutigen Dienstag weitere 2,5 Prozent.

Was die Charttechnik sagt

Kurzfristig stößt der deutsche Leitindex bei 11.546 Punkten auf den nächsten größeren Widerstand, der auch nicht einfach zu überwinden sein dürfte. Der Dax gilt als „überhitzt“, die Frankfurter Benchmark hat seit Ende Dezember mehr als 1200 Punkte zugelegt. Eine erste kurzfristige Eintrübung der positiven Lage aus Sicht der Charttechnik dürfte es erst mit Kursen unterhalb von 11.420 und 11.392 Punkten geben.

„Nach der schnellen Erholungsphase von Januar bis Anfang Februar dürfte es im Dax zunächst wieder mehr Schwankungen geben“, prognostiziert Börsenexperte Anton Riedl. Die Bandbreite könnte dabei seiner Meinung nach zwischen 10.900 bis 11.700 Punkten liegen. „Je deutlicher der Dax in den nächsten zwei bis drei Wochen oberhalb der Marke um 10.900 bleibt, desto größer ist die Chance, dass es im Frühjahr sogar zu einer neuen, dynamischen Anstiegsphase kommt“, meint er.

Analystencheck: Goldman Sachs hebt das Kursziel für Eon an

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für den im Dax notierten Energiekonzern Eon von 10,90 auf 11,40 Euro angehoben und die Einstufung auf „Buy“ belassen. Der Versorger sei immer noch auf einem guten Weg, angesichts von Synergien und stabiler Margen im Privatkundengeschäft im Jahr 2022 einen Gewinn je Aktie (EPS) von 0,95 Euro zu erwirtschaften, heißt es in der Analyse.

Laut Handelsblatt-Analystencheck empfehlen 14 von 28 Analysten die Eon-Aktie zum Kauf. Sechs Analysten empfehlen, das Papier zu verkaufen, acht raten zum „Halten“. Das gewichtete durchschnittliche Kursziel, bei der neuere Eon-Analysen stärker gewichtet werden, liegt bei 9,90 Euro. Die Aktie notiert bei 9,68 Euro.

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