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Händler an der Frankfurter Börse

Die Sorgen vor einem Handelskrieg sind zurück.

(Foto: Hartmut Schwarzbach / argus)

Dax aktuell Schnäppchenjäger drehen den Dax ins Plus

Der Rücktritt des Trump-Beraters Gary Cohn sorgte zunächst für Verluste. Doch nachmittags drehte der Markt, der Dax legte um mehr als 100 Punkte zu.
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Dax gibt nach – Autobauer sind klare Verlierer

Frankfurt
Der Rückzug von Donald Trumps oberstem Wirtschaftsberater Gary Cohn hat am Mittwoch den europäischen Anlegern anfangs zu schaffen gemacht. „Dies wird als Indiz dafür gewertet, dass die US-Administration tatsächlich einen protektionistischen Kurs einschlagen wird“, erklärte Bayern-LB-Analyst Johannes Mayr.

Der US-Präsident habe zudem seinen Ton gegenüber der EU verschärft und erneut mit Zöllen auf Auto-Importe gedroht. Viele Anleger hielten sich daher bedeckt. Allerdings gab es auch Käufer, die bei vermeintlichen Schnäppchen zugriffen.

Nach einem Rückgang des Dax um 0,8 Prozent hievte dies den Leitindex bis zum Handelsschluss 1,1 Prozent ins Plus auf 12.245 Punkte und damit 131 Zähler über dem gestrigen Vortagesschluss. Der Euro Stoxx50 gewann ebenfalls ein halbes Prozent.

Diese sechs Aktien trotzen den US-Zinserhöhungen

AMGEN INC. REGISTERED SHARES DL -,0001

WKN
ISIN
US0311621009
Börse
L&S

+1,82 +1,01%
+181,38€
Chart von AMGEN INC. REGISTERED SHARES DL -,0001
AMGN
1 von 6

Amgen soll laut Goldman Sachs besonders immun gegen kommende Zinserhöhungen sein. Es ist mit 18.000 Mitarbeitern das weltweit größte Biotech-Unternehmen. Es hat Niederlassungen in den USA, Kanada, Europa sowie in Australien, Neuseeland und Japan. Der Erfolg des Unternehmens fußt auf ständig neuen Produkten und Zulassungen für Medikamente. Das soll laut den Goldman-Analysten in diesem Jahr für einen Zuwachs von 15 Prozent sorgen, 2019 könnten es weitere zehn Prozent werden. Die Aktie des Unternehmens hat im vergangenen Jahr immer wieder leichte Sprünge nach oben und unten gemacht, sich aber immer wieder stabilisiert.

BANK OF AMERICA CORP. REGISTERED SHARES DL 0,01

WKN
ISIN
US0605051046
Börse
L&S

+0,59 +2,16%
+27,76€
Chart von BANK OF AMERICA CORP. REGISTERED SHARES DL 0,01
BAC
2 von 6

Auch wenn Zinserhöhungen schmerzen wird die Bank of America laut Goldman Sachs keine große Kurskorrekturen vornehmen müssen. Im Vergleich zu Konkurrenten hat das Kreditinstitut am meisten überschüssiges Kapital. Außerdem sollen Dividenden in Zukunft einen größeren Teil der Allokationsstrategie ausmachen, was zu einer Verdopplung in den kommenden zwei Jahren führen soll.

CATERPILLAR INC. REGISTERED SHARES DL 1

WKN
ISIN
US1491231015
Börse
L&S

+1,54 +1,32%
+118,30€
Chart von CATERPILLAR INC. REGISTERED SHARES DL 1
CAT
3 von 6

Caterpillar ist der weltweit größte Hersteller von Baumaschinen. Das Unternehmen konnte zuletzt die Eigenkapitalrendite erhöhen, zudem kann der Konzern nun die Ernte struktureller Investitionen einfahren. Goldman Sachs erwartet einen positiven Schub für das Unternehmen und die Aktie im kommenden Jahr. Neben Baumaschinen stellt Caterpillar auch Diesel und Gasmotoren sowie Industriegasturbinen her.

CATERPILLAR INC. REGISTERED SHARES DL 1

WKN
ISIN
US1491231015
Börse
L&S

+1,54 +1,32%
+118,30€
Chart von CATERPILLAR INC. REGISTERED SHARES DL 1
CSCO
4 von 6

Cisco ist besonders für seine Router und Switches bekannt. Der Aktienkurs des Unternehmens ist in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen. Cisco hat seine Dividende kürzlich um 14 Prozent erhöht – und die Goldman-Analysten erwarten, dass sich die Ausschüttungen weiter erhöhen könnten. Der Name Cisco leitet sich übrigens von den beiden letzten Silben des Gründungsortes San Francisco ab.

RF INDUSTRIES LTD. REGISTERED SHARES DL -,01

WKN
ISIN
US7495521053
Börse
L&S

-0,52 -8,10%
+5,78€
Chart von RF INDUSTRIES LTD. REGISTERED SHARES DL -,01
RF
5 von 6

Regions Financial ist ein US-amerikanisches Kreditinstitut. Den Goldman-Analysten gefällt die Kombination aus stabilem Kostenapparat, verbessertem Kreditwachstum, einer höheren Nettozinsmarge und gestiegener Dividende. Dies zeige, wie resistent das vorwiegend in den Südstaaten der USA tätige Geldhaus gegen steigende Zinsen sei.

PHILLIPS 66 REGISTERED SHARES DL -,01

WKN
ISIN
US7185461040
Börse
L&S

+1,56 +1,62%
+96,59€
Chart von PHILLIPS 66 REGISTERED SHARES DL -,01
PSX
6 von 6

Phillips 66 beinhaltet das abgespaltene und als eigenständige Gesellschaft an die Börse gebrachte Tankstellen-Geschäft des Energiekonzerns Conoco Phillips. Dank einer Reihe von Großprojekten, die 2018 fertiggestellt werden, erwartet Goldman Sachs einen sich verbessernden Cashflow und parallel abnehmende Investitionsausgaben. Dies sollte dafür sorgen, dass die Dividende stabil bleibt.


„Mit Gary Cohn verlieren die Börsen den wohl letzten Advokaten des Freihandels im Weißen Haus“, brachte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners die Stimmung zunächst auf den Punkt. Cohn gilt als Gegner der Trump-Pläne, Schutzzölle auf Stahl- und Aluminium-Importe zu erheben und bei Gegenmaßnahmen der Europäer auch Autos aus der EU ins Visier zu nehmen.

 „Es bleibt zu hoffen, dass sich die Befürchtung eines globalen Handelskrieges lediglich als Schreckgespenst herausstellt, das die Börsen nur kurzfristig ordentlich durchgeschüttelt hat“, sagte Carsten Mumm, Chefvolkswirt der Privatbank Donner & Reuschel.

Bei den Aktien traf es wieder einmal die Stahl- und Autowerte. Volkswagen waren mit einem Minus von zeitweise zwei Prozent Dax-Schlusslicht, konnte den Verlust aber noch auf ein Prozent begrenzen. Daimler und BMW fielen zunächst um bis zu 1,6 Prozent, gingen aber mit einem Plus von 0,3 Prozent sowie 0,7 Prozent aus dem Handel Thyssen-Krupp gaben zunächst 1,6 Prozent ab, lagen aber zum Handelsschluss 0,8 Prozent im Plus.

Auf der Gewinnerseite standen Lufthansa mit einem Plus von über drei Prozent ganz oben. Die Analysten der Citibank halten Deutschlands größte Fluglinie unter den etablierten Airlines für am besten positioniert.

Pro Sieben erholten sich nach ihrem Absturz etwas und legten bis zu 2,7 Prozent auf 28,90 Euro zu. Zum Schluss bröckelten die Gewinne aber wieder auf 0,4 Prozent Plus ab. Der Medienkonzern prüft, sich juristisch gegen Bilanzierungs-Vorwürfe von Viceroy Research zu wehren. Diese hatten die Papiere am Dienstag um 6,4 Prozent einbrechen lassen.

Mit Käufen honorierten die Anleger die Absicht von SAP, profitabler werden zu wollen. Die Aktien stiegen um 2,5 Prozent. Die Softwareschmiede will binnen zweier Jahre die operative Marge auf über 30 Prozent steigern.

Lange Gesichter gab es dagegen im MDax: Ein kritischer Analystenkommentar drückte Ceconomy um bis zu 7,7 Prozent ins Minus. Die Analysten von Morgan Stanley haben die Papiere auf „Underweight“ von „Equal-Weight“ heruntergestuft und dies mit den Beziehungen des Elektronikhändler (Media Markt/Saturn) zu seinen Lieferanten begründet.

  • rtr
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