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Dax aktuell Titel von Fresenius und Linde schießen in die Höhe – Dax schließt im Plus

Trotz der Sorgen um Brexit und Italien legt der Leitindex um 0,8 Prozent zu. Getragen wird die Entwicklung durch die Dax-Konzerne Fresenius und Linde.
Update: 01.10.2018 - 18:00 Uhr Kommentieren

Ryanairs Gewinnwarnung sorgt für Kurssturz bei Fluglinien

FrankfurtSchritt für Schritt finden Anleger Vertrauen in den Dax wieder, das sie am Freitag vergangener Woche noch verloren hatten. Der deutsche Leitindex hielt sich nach der Einigung im Nafta-Streit am ersten Handelstag der neuen Woche durchgehend in der Gewinnzone. Er schloss 0,75 Prozent im Plus bei 12.339 Punkten.

Damit machte der Dax seine Verluste vom vergangenen Freitag zum Teil wieder wett, als Italiens Schuldenpolitik die Anleger vergrault hatte.

Getragen wird die Entwicklung am Montag hauptsächlich durch zwei Dax-Konzerne: Fresenius und Linde. Ein Gericht in den USA entschied am Montag, dass Fresenius den US-Generikahersteller Akorn nicht übernehmen muss. Die Titel des Gesundheitskonzerns schossen zwischenzeitlich um fast neun Prozent in die Höhe. Zum Handelsschluss kostete eine Fresenius-Aktie 68,62 Euro. Im Gegenzug fielen Akorn im US-Handel um 55 Prozent.

Fresenius hatte den 4,4 Milliarden Euro schweren Zukauf im April abgeblasen. Der Konzern warf der obersten Akorn-Führung Betrug im Zusammenhang mit gefälschten Daten in den USA vor. Akorn wollte danach die Übernahme juristisch durchsetzen.

Linde-Anleger hingegen profitierten davon, dass die Kartellbehörden in China grünes Licht für die geplante Fusion mit dem US-Rivalen Praxair signalisiert haben. Damit stehen für den milliardenschweren Zusammenschluss noch die Genehmigungen in Südkorea und in den USA aus. Linde-Aktien verteuerten sich in der Spitze um über sechs Prozent.

Die positiven Nachrichten zu Wochenbeginn lassen Anleger durchatmen. Denn zuletzt hatte sich vor allem die Situation in Italien als neuer Risikofaktor entwickelt. Der Haushaltsstreit im Parlament hatte zunächst die Märkte in Italien stark belastet, ehe es für viele europäische Pendants ebenfalls bergab ging. Am Freitag hatte der Dax deshalb 1,5 Prozent verloren.

Italien bleibt auch in der neuen Woche ein zentrales Thema auf dem Parkett. In Mailand sind die Anleger am Montag in Deckung geblieben: Die Kritik von EU-Vertretern an Italiens überraschend hohen Defizit-Ziel verschreckte vor allem viele Anleger am Rentenmarkt. Der Kurs der zehnjährigen italienischen Staatsanleihe brach am Abend um über einen ganzen Punkt ein und schob die Rendite auf 3,27 Prozent. Am Vormittag hatte sie noch bei 3,24 Prozent gelegen.

EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici betonte, dass der Budgetentwurf „offensichtlich“ von den Vorgaben aus Brüssel abweiche und die Behörde prüfen werde, wie schwer die Regelverletzung sei und wie sie sich korrigieren lasse. „Das klingt nicht gerade positiv“, kommentierte dies ein Händler.

Auch am Aktienmarkt zogen die Anleger die Reißleine: Der Leitindex der Börse in Mailand fiel gegen den europäischen Trend um 0,5 Prozent, nachdem er schon am Freitag 3,7 Prozent verloren hatte. Dabei zählten vor allem einige Bankenwerte zu den größten Verlierern. Die auch im EuroStoxx50 gelisteten Intesa SanPaolo fielen zeitweise um rund vier Prozent. Der Mailänder Banken-Index verlor drei Prozent auf ein Ein-Monats-Tief. Am Freitag hatte er über sieben Prozent verloren.

Aus dem Ministerium für Wirtschaft und Finanzen verlautete, Ressortchef Giovanni Tria kehre vom Treffen mit den Euro-Finanzministern in Luxemburg schon am Montagabend nach Rom zurück. Am Treffen mit seinen EU-Amtskollegen am Dienstag werde er nicht teilnehmen. Die Verhandlungen in Rom über den Haushalt gehen derweil in die nächste Runde. Vize-Regierungschef Luigi di Maio sagte, es werde in den kommenden Tagen dazu mehrere Treffen geben..

Tories-Parteitag im Fokus

Thema an den Märkten bleibt auch Großbritanniens geplanter Austritt aus der EU. Zum Auftakt des viertägigen Parteitags der britischen Konservativen rief Parteichefin und Premierministerin Theresa May zur Geschlossenheit beim Brexit-Kurs auf.

In der neuen Woche dürften Dax-Anleger wegen des Dieselstreits erneut vor allem den Autosektor im Auge behalten. Bislang ist unklar, in welchem Umfang sich die Hersteller an einer Nachrüstung beteiligen müssen. Autowerte zählten in den vergangenen Tagen zu den größten Verlierern.

Auf der Agenda stehen auch die Einkaufsmanagerindizes für die deutsche Industrie und die Euro-Zone sowie aktuelle Arbeitsmarktdaten der Euro-Zone. Aus den USA wird der ISM-Einkaufsmanagerindex der Industrie erwartet.

Indizes im Überblick

Der MDax der mittelgroßen Börsentitel zog am Montag um 0,69 Prozent auf 26.177 Zähler an.

An der Wall Street legten die Indizes zum Handelsstart zu. Vor allem die Papiere von Tesla und General Electric waren nach aktuellen Entwicklungen bei Anlegern gefragt. Die Papiere von Fresenius-Konkurrent Akorn hingegen gaben um mehr als die Hälfte nach.

Die Börse in Tokio ist zum Wochenauftakt auf den höchsten Stand seit fast 17 Jahren gestiegen. Hintergrund ist der stetig schwächer werdende Yen, der insbesondere Exportwerten zugutekommt.

Der Leitindex Nikkei kletterte am Montag bis auf 24.306,54 Punkte und lag damit so hoch wie zuletzt im November 1991. Zuletzt betrug das Plus noch 0,6 Prozent bei 24.263 Zählern. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans notierte nahezu unverändert. Die Börsen in China bleiben wegen eines Feiertags die ganze Woche geschlossen.

Analystencheck

Die Schweizer Bank Credit Suisse hat das Kursziel für Easyjet von 2059 auf 1683 Pence gesenkt. Das Jahr 2018 werde für den Billigflieger nicht so stark ausklingen wie erwartet, schrieb Analyst Neil Glynn in einer Studie. Die CS-Experten empfehlen das Papier aber weiterhin zum Kauf.

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