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Dax aktuell Trump könnte Strafzölle für europäische Autos verschieben – Dax schließt überraschend im Plus

Der Dax hat den Mittwoch unerwartet stark beendet. Eine Nachricht zur möglichen Verschiebung von US-Autozöllen verhalf dem Leitindex zu einem Sprung.
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Der Dax bleibt trotz Handelskriegs stabil

FrankfurtNach einem schwachen Handelstag hat eine Nachricht aus den USA dem Dax eineinhalb Stunden vor Börsenschluss zu einer Rückkehr ins Plus geholfen. US-Präsident Donald Trump wird Insidern zufolge seine Entscheidung über Strafzölle für europäische Importwagen und Bauteile um bis zu sechs Monate verschieben. Das sagten drei Regierungsmitarbeiter der Nachrichtenagentur Reuters. Eine offizielle Erklärung dazu wird demnach bis Samstag erwartet.

Vor allem Autowerte profitierten von der Nachricht: Die Aktie von Daimler schloss 2,9 Prozent höher, BMW gewann sogar 3,1 Prozent.

Damit überschritt der Dax wieder die psychologisch wichtige 12.000-Punkte-Marke und beendete den Tag rund ein Prozent stärker bei 12.099 Punkten. Auch die anderen deutschen Indizes zog er mit nach oben: Der MDax schloss rund 0,5 Prozent und der TecDax circa 0,4 Prozent im Plus.

Für Bewegung am Markt sorgte auch Thyssen-Krupp. Nach der geplatzten Fusion mit Tata Steel hatte der Titel des Industriekonzerns in der Vorwoche bis zu 28 Prozent gewonnen. Die büßte er aber nun sukzessive wieder ein. Denn Thyssen-Krupp kündigte an, dass in den nächsten drei Jahren bis zu 6000 Arbeitsplätze im Unternehmen wegfallen könnten, 4000 davon in Deutschland. Die Arbeitnehmervertreter der Stahlsparte haben wegen der Maßnahmen harte Auseinandersetzungen angekündigt.

Auch die Quartalszahlen großer Unternehmen zogen für die Aufmerksamkeit der Börsianer auf sich. Mit RWE gewährte der größte Stromproduzent Deutschlands Einblick in seine Geschäftsbücher. Der Quartalsbericht zeigte, dass die Kosten des Abbruchs der Förderungen im Tagebau Hambach mit einer guten Performance im Großhandel ausgeglichen werden konnten. Das freute die Anleger.

Gute Aussichten prognostizierte auch das Statistische Bundesamt: Im ersten Quartal hat die deutsche Wirtschaft wegen der guten Binnenkonjunktur zurück auf den Wachstumspfad gefunden. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte von Januar bis März um 0,4 Prozent zu. In der Euro-Zone wuchs die Wirtschaft mit 1,2 Prozent noch stärker. Im Vorjahresquartal lag das Wachstum noch ein Prozent niedriger.

Einzelwerte im Fokus

Eon: Der RWE-Konkurrent will sein Ökostromgeschäft an RWE veräußern. Die Papiere des Konzerns schlossen rund 5,7 Prozent schwächer. Damit waren sie der größte Verlierer im Deutschen Leitindex.

Deutsche Bank: Als Resultat der Razzia bei der Deutschen Bank vergangenen November haben diesen Mittwoch bundesweite Großrazzien bei mutmaßlichen Steuerhinterziehern stattgefunden. Die Aktie der Deutschen Bank verlor zweiweise mehr als ein Prozent, obwohl bei dem größten deutschen Geldhaus diesmal nicht ermittelt wird. Dass seine Kunden möglicherweise im großen Stil Steuern hinterzogen haben könnten, schreckt offenbar ab. Die Papiere beendeten den Handelstag 0,6 Prozent schwächer.

RWE: Der Energiekonzern trotzt dem Förderungsabbruch im Tagebau Hambach und verdient zum Jahresauftakt überraschend gut. Die Anleger belohnten das mit 2,6 Prozent Zuwachs.

Thyssen-Krupp: Mehr als neun Prozent ist der Titel des Mischkonzerns zeitweise abgerutscht. Aus dem Handel ging er um die fünf Prozent schwächer. Grund für den Pessimismus sind die immer neuen Entwicklungen zur strategischen Ausrichtung des Konzerns.

Analystencheck: Eon

Goldman Sachs hat Eon wegen des steigenden Verschuldungsgrades von „Buy“ auf „Neutral“ abgestuft und das Kursziel von 10,20 auf 9,80 Euro gesenkt. Die wirtschaftliche Nettoverschuldung (pro forma) könnte etwa vier Milliarden Euro oder 1,5 Euro je Aktie über der von dem Versorger angegebenen Schätzung liegen, schrieb Analyst Alberto Gandolfi in einer am Mittwoch vorliegenden Studie.

Auch wenn das Geschäft dies tragen könne, bleibe kaum Spielraum für Fehler beim Heben von Synergien. Mit Blick auf Infrastrukturausgaben könnte zudem ein wichtiger Schritt nach vorn erschwert werden.

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