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Dax aktuell Wirecard-Aktien brechen um 25 Prozent ein – Dax schließt wenig verändert

Der deutsche Leitindex tritt zum Ende der Börsenwoche auf der Stelle. Doch die Wirecard-Titel stürzen nach einem Medienbericht wieder deutlich ab.
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Auch am Aschermittwoch bleiben Bankaktien unter Beobachtung. Quelle: dpa
Dax-Tafel

Auch am Aschermittwoch bleiben Bankaktien unter Beobachtung.

(Foto: dpa)

FrankfurtZum Abschluss der Börsenwoche blieb der Dax ohne klare Richtung und beendete den Handel mit 11.180 Punkten praktisch unverändert. Am Donnerstag hatte er wegen enttäuschender Firmenbilanzen 0,1 Prozent im Minus bei 11.173 Punkten geschlossen. Der MDax als Index mittelgroßer Unternehmen ging 0,3 Prozent höher bei 23 746 Punkten aus dem Handel.

Investoren schauten am Nachmittag auf Wirecard. Der Aktienkurs des Dax-Konzerns brach in der Spitze um mehr als 30 Prozent ein nach einem Bericht der „Financial Times“, eine externe Anwaltskanzlei habe im Auftrag von Wirecard Beweise für eine angebliche Fälschung in der Niederlassung des Zahlungsabwicklers in Singapur gefunden.

Eine Wirecard-Sprecherin dementierte den Bericht in einer per E-Mail versendeten Erklärung.

Am Vormittag standen vor allem auf Geschäftszahlen der Großkonzerne. Neben der Deutschen Bank legen im Tagesverlauf unter anderem die „AEG“-Mutter Electrolux sowie die US-Ölkonzerne Exxon und Chevron Zahlen vor. Daneben warten Börsianer gespannt auf die US-Beschäftigtenzahlen. Von ihnen erhoffen sie sich Rückschlüsse auf die Geldpolitik der Notenbank Fed.

Die unter den Erwartungen liegenden Zahlen der Deutschen Bank hatten die Aktie zum Handelsbeginn mehr als zwei Prozent ins Minus gezogen. Zum Handelsende betrugt das Minus aber nur noch 0,6 Prozent. Das Geldhaus machte 2018 zwar erstmals seit 2014 wieder einen Gewinn. Vor allem das schlechte vierte Quartal enttäuschte die Anleger aber.

Blick auf die Einzelwerte

Deutsche Bank: Die Veröffentlichung der Geschäftszahlen hat zum Handelsbeginn den Aktienkurs des größten deutschen Geldhauses ins Minus gezogen. Das Papier der Deutschen Bank liegt 3,6 Prozent im Minus bei 7,48 Euro. Noch am Donnerstag hatte ein Agenturbericht über einen möglichen Zusammenschluss mit der Commerzbank den Aktien zugesetzt. Die Titel fielen in der Spitze um 4,9 Prozent auf 7,67 Euro, der Verlust schmolz zum Handelsende aber auf 0,6 Prozent zusammen.

Wirecard: Die Aktien des Zahlungsdienstleisters sind nach einem Minus von 13,3 Prozent am vergangenen Mittwoch wieder das Schlusslicht im Dax. Minus 25 Prozent und ein Kurs von 108,50 Euro lauteten die Schlussdaten.

In der Spitze verlor die Aktie mehr als 30 Prozent und rutschte zwischenzeitlich unter der Marke von 100 Euro. Im September 2018 lag der Kurs noch bei 199 Euro. Auslöser war wie bereits am Mittwoch eine Meldung der „Financial Times“. Nachdem das Unternehmen den ersten kritischen Bericht noch scharf dementiert hatte, legt die britische Finanzzeitung am Freitag nach: Demnach soll eine externe Untersuchungsfirma bei Wirecard gefälschte Konten entdeckt haben.

Was die Charttechnik sagt

Seit dem Kursanstieg am vergangenen Freitag ist der deutsche Leitindex in einer Korrekturphase. Auf der Oberseite dürften Kurse oberhalb des bisherigen Jahreshochs von 11.321 Punkten diese Phase beenden. Die Unterseite von 11.150 Punkten durchbrach der Dax am Donnerstag zwischenzeitlich. Als weiterer Stopp-Loss für kurzfristige Anleger, die sich vor zu hohen Kursverlusten schützen wollen, ist die Marke von 10.900 Zählern prädestiniert.

Das nächste höhere Kursziel im Dax, das Anleger im Auge behalten sollten, ist das Hoch aus dem vergangenen Dezember (11.567 Punkte). Wird es überwunden, geht es um die entscheidende Marke von 11.800 Punkten Denn aus Sicht der Charttechnik herrscht noch so lange der Bärenmarkt, wie der Dax unter 11.800 Punkten notiert. Erst ein Überspringen der Marke würde das Bild ändern.

Analystencheck: Jefferies belässt Airbus auf „Buy“

Das Analysehaus Jefferies hat die Einstufung für Airbus nach einer Kreise-Meldung über das womöglich wieder wackelnde A380-Programm auf „Buy“ mit einem Kursziel von 110 Euro belassen. Die Meldung, Emirates wolle jüngste Bestellungen auf den kleineren A350 umschreiben, sage zwar wenig aus, könne aber verhängnisvoll werden, schrieb Analyst Sandy Morris in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Eine potenzielle Einstellung der A380-Produktion wäre wohl nach wie vor keine Überraschung.

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