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Dax am Mittwoch Dax schließt unter 12.400-Punkte-Marke – Bitcoin verliert 1500 Dollar binnen 24 Stunden

Der deutsche Leitindex rutscht im Mittwochshandel unter die Marke von 12.400 Punkten. Auch die Kryptowährung Bitcoin gerät kräftig unter Druck.
Update: 17.07.2019 - 17:52 Uhr Kommentieren
Am Mittwoch schloss der Deutsche Leitindex mit Verlusten. Quelle: dpa
Börsentafel in Frankfurt

Am Mittwoch schloss der Deutsche Leitindex mit Verlusten.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Der deutsche Leitindex ist am Mittwochnachmittag deutlich ins Minus gerutscht und lag zum Handelsschluss bei 12.341 Zählern, 0,7 Prozent weniger gegenüber dem Vortag. Der MDax schloss 0,5 Prozent im Minus bei 25.929 Punkten, der Euro Stoxx 50 verlor 0,56 Prozent bei 3501 Zählern. Der Dax hatte am Vortag noch über der 12.400-Punkte-Marke geschlossen.

Am Mittwoch stand unter anderem das zweitägige Treffen der G7-Finanzminister in Frankreich auf der Agenda. Dabei äußerte Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire große Vorbehalte gegen die neue digitale Facebook-Währung Libra. „Wir wollen nicht, dass Privatunternehmen die Möglichkeit haben, eine souveräne Währung zu schaffen“, sagte er und betonte, dass es strengerer Regelungen und Verpflichtungen bedürfe. Die Libra erfülle die notwendigen Anforderungen derzeit nicht.

Bereits am Dienstag war David Marcus, CEO der für die digitale Währung zuständigen Facebook-Tochter Calibra, von US-Senatoren in die Mangel genommen worden. Seitdem steht auch der Bitcoin unter Druck. Er verlor binnen 24 Stunden rund 1500 Dollar und notierte zuletzt bei 9717 US-Dollar.

Interessiert blickten Anleger heute außerdem auf den Bankensektor in den USA. Die Bank of America hat im zweiten Quartal dank einer steigenden Kreditvergabe einen höheren Gewinn eingefahren. Der Überschuss stieg im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent auf 7,1 Milliarden Dollar, wie das Geldhaus mitteilte. Der Ertrag lag mit 23,2 Milliarden Dollar 2,1 Prozent höher. Am deutschen Aktienmarkt legte das Papier rund ein Prozent zu.

Bereits am Dienstag hatten mehrere amerikanische Banken ihre Zahlen bekanntgegeben. Die US-Großbank JPMorgan konnte durch Zuwächse im Privatkundengeschäft die Schwäche im Investmentbanking ausgleichen. Die Aktien legten gut ein Prozent zu.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs, die sich im Gegensatz zur Konkurrenz auf kein starkes Privatkundengeschäft stützen kann, verdiente zwar weniger, der Rückgang war aber nicht so stark wie von Experten befürchtet. Die Papiere gewannen knapp zwei Prozent.

Amerikanische Tech-Schwergewichte legen Zahlen vor

Wie die Zahlen der Banken unter Anlegern aufgenommen werden, hängt auch mit einer im Raum stehenden Leitzinssenkung durch US-Notenbankchef Jerome Powell zusammen. Es wird damit gerechnet, dass die Fed ihren Leitzins noch in diesem Monat herabsetzt. Fallen die Ergebnisse in Summe zu gut aus, könnte das laut Experten die Zinsabsenkungsabsichten der US-Notenbank torpedieren.

Später am Tag wird sich die Fed erst einmal zur amerikanischen Konjunktur äußern – sie veröffentlicht das Beige Book. Das ist ein Konjunkturbericht, der aus den verschiedenen Regionen der USA zusammengetragen wird.

In Großbritannien kämpft man derweil mit hausgemachten Problemen: Anleger fürchten, dass Brexit-Hardliner Boris Johnson neuer Premierminister wird. Das Pfund-Sterling verlor am Mittwoch 0,2 Prozent und war mit 1,2380 Dollar so billig wie zuletzt vor etwa zweieinhalb Jahren.

Einzelwerte im Fokus

Swedbank: Wegen drohender Geldstrafen will die Swedbank einen Kapitalpuffer aufbauen. Deshalb zahlt sie künftig nur noch 50 statt 75 Prozent des Gewinns an Aktionäre aus. Die Aktie brach um etwa sechs Prozent ein.

Ericsson: Der schwedische Netzwerkausrüster Ericsson hat den kräftigen Schwung bei der 5G-Netzwerktechnik nicht so stark wie erwartet in steigende Gewinne ummünzen können. Das operative Ergebnis vor Sonderkosten für den Konzernumbau kletterte im zweiten Quartal deutlich weniger als erwartet. Die Ericsson-Aktie verlor zwölf Prozent auf 79,68 Schwedische Kronen.

Fresenius Medical Care: Das Vorpreschen des US-Dialyseanbieters CVS Health bei Heimbehandlungen hat die Aktien von Mitbewerbern unter Druck gesetzt. Aktien von DaVita und Fresenius Medical Care (FMC) gaben am Mittwoch 1,2 und 3,5 Prozent nach. CVS will kommende Woche mit klinischen Tests für seine Heimdialyse starten. Die US-Regierung will die Zahl der Menschen, die eine Nierenerkrankung im Endstadium entwickeln, bis 2030 um 25 Prozent senken. Sie will erreichen, dass bis 2025 80 Prozent der neuen Patienten entweder Heimdialyse oder eine neue Niere erhalten. 

Analystencheck

Der Analyst Mitch Steves vom Analysehaus RBC schrieb in einer am Mittwoch vorliegenden Studie, Dialog Semiconductor habe mit seinen Quartalszahlen die durchschnittlichen Erwartungen übertroffen. Dennoch beließ RBC die Einstufung auf „Sector Perform“ mit einem Kursziel von 36 Euro.

Da Dialog immer noch den iPhone-Hersteller Apple beliefere, seien die Zahlen das seit einiger Zeit erste positive Signal für die Smartphone-Branche. Nachdem es zuletzt bereits positive Daten vom PC-Markt gegeben habe, schätze er die Nachfrage nach Speicherchips nun etwas optimistischer ein.

Mit Agenturmaterial.

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