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Dax-Ausblick Analyst: „Die Stimmung an den Märkten ist allzu pessimistisch“

Die Lage an den Börsen ist derzeit besser als die Stimmung, glauben Experten. Anleger seien trotz vieler weltweiter Probleme zu pessimistisch.
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Dax-Ausblick: Die Stimmung ist allzu pessimistisch Quelle: Reuters
Handelssaal der Frankfurter Börse

Tatsächlich gab es an den Aktienmärkten im laufenden Jahr trotz vieler Sorgen Kursgewinne.

(Foto: Reuters)

Frankfurt In der kommenden Börsenwoche kommt es zu einem Amtswechsel bei einer für Anleger wichtigen Position: Am 1. November wird die bisherige Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, offiziell Mario Draghi als EZB-Chef ablösen. Wie wird dieser Wechsel Wirtschaft und Kurse künftig beeinflussen?

Experten halten Lagarde für eine sehr pragmatisch handelnde Person. Robert Halver, Kapitalmarktstratege bei der Baader Bank, verweist auf den schwelenden Handelskonflikt, die Probleme in der Eurozone und konjunkturelle Sorgen: „Das wird der EZB auch unter der neuen Führung hinreichend Argumente für eine ultralockere Geldpolitik liefern.“ Diese Geldpolitik mache die Aktienmärkte in unruhigen Zeiten stabil.

Tatsächlich gab es an den Aktienmärkten im laufenden Jahr trotz der genannten Sorgen Kursgewinne. Der Dax beispielsweise kletterte um 21 Prozent, der US-Index Dow Jones um 15 Prozent. Die Kursentwicklungen scheinen besser gewesen zu sein, als es einer vorsichtigen Haltung entspräche.

Die Analysten von Unigestion urteilen dennoch: „Unseres Erachtens ist die Stimmung allzu pessimistisch.“ Sie schätzen, dass sich die Grundhaltung bei besseren Nachrichten stark verbessert. Dann werde die Skepsis weichen. Und genau damit rechnen die Unigestion-Experten – auf jeden Fall im nächsten Quartal.

Unter diesen Voraussetzungen blicken die Anleger gespannt auf die anstehenden Wirtschaftsdaten. „Die nächste Woche wird zum Reality-Check. Die Flut von Konjunktur- und Quartalszahlen wird zeigen, wie es um die Weltwirtschaft wirklich bestellt ist“, sagt Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck Privatbankiers. Er rechnet mit positiven Gewinnüberraschungen.

Von den gut 170 Unternehmen, die bisher aus dem S&P-500-Universum berichteten, hätten 81 Prozent die Erwartungen übertroffen. Diese Bilanz ziehen die Experten von M.M. Warburg. Sie schränken aber ein: „Dennoch sollte man das Ergebnis nicht zu euphorisch bewerten.“ Die Unternehmensanalysten hätten im Vorfeld ihre Erwartungen zurückgeschraubt, „so dass die Latte für positive Überraschungen niedrig hängt“.

Für die Eurozone stehen am Montag Geldmengenzahlen an, am Mittwoch das Wirtschaftsvertrauen. Am Donnerstag folgt der Arbeitsmarktbericht. Der Mittwoch steht aus deutscher Sicht im Zeichen der Einzelhandelsumsätze sowie der Daten zum Arbeitsmarkt und zur Inflation.

In Übersee wird es am Dienstag interessant. Dann steht das Verbrauchervertrauen auf dem Tageskalender. Am Folgetag richtet sich der Blick auf die US-Notenbank. Die könnte die dritte Leitzinssenkung in diesem Jahr beschließen. Damit rechnen zumindest viele Experten.

Am Donnerstag geht es in den USA mit Konsumausgaben und Kerninflationsdaten weiter. Der Freitag beschließt den Datenreigen der Woche mit Zahlen vom Arbeitsmarkt und dem Einkaufsmanagerbericht.

Mehr: Bei der Deutschen Bank gibt es neuen Ärger: Ein Gericht kassiert die Entlastung von Topmanagern des Geldhauses. Grund sind fehlende Details zum Beratervertrag mit dem Finanzinvestor Cerberus.

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