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Dax-Ausblick Börsenkurse steigen trotz aller Sorgen

Die Notenbanken beflügeln die Aktienmärkte bei steigenden Konjunkturängsten. Auch, weil die Alternativanlage Anleihe völlig unattraktiv geworden ist.
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Die Zinssenkung der Fed sowie die Lockerungen der Europäischen Zentralbank haben die Erwartungen der Anleger erfüllt. Quelle: dpa
Grüner Bulle vor der Frankfurter Börse

Die Zinssenkung der Fed sowie die Lockerungen der Europäischen Zentralbank haben die Erwartungen der Anleger erfüllt.

(Foto: dpa)

Frankfurt In positiver Stimmung gehen die Börsianer in die neue Handelswoche: Weltweit haben die Aktienmärkte in diesem Jahr bisher im Schnitt 17 Prozent gewonnen – das ist ein respektables Ergebnis. Auch die jüngsten US-Wirtschaftsdaten fielen ansprechend aus, die Zinssenkung der Fed sowie die Lockerungen der Europäischen Zentralbank erfüllten die Erwartungen der Anleger.

Trotz der positiven Bilanz bleiben Fragezeichen. Robert Halver, Kapitalmarktanalyst bei der Baader Bank, bringt es auf den Punkt: „Die Finanzmärkte bewegen sich im Spannungsverhältnis zwischen hartnäckigen Konjunktursorgen und geldpolitischer Frohlockung.“ Die Liste mit den Sorgen ist nicht kürzer geworden.

Gut weggesteckt haben die Aktienanleger den kurzfristigen Angebotsschock am Ölmarkt. Nach Drohnenangriffen auf die saudischen Ölanlagen vor einer Woche war der Ölpreis kurzfristig um ein Fünftel gesprungen. Inzwischen hat sich der Preis wieder beruhigt, denn die Anleger glauben nicht an einen Langfristeffekt.

Ein weiterer Unsicherheitsfaktor bleibt der Brexit. Das nächste entscheidende Ereignis datiert auf Mitte nächsten Monats. Die bislang ergebnislosen Verhandlungen zwischen der EU und dem britischen Premierminister Boris Johnson laufen auf einen Showdown auf dem EU-Gipfel am 17. und 18. Oktober hinaus, glaubt Halver.

Es bleiben weitere Unsicherheiten. Beim Handelskonflikt zwischen den USA und China erscheint vielen Experten eine Annäherung zwar umso wahrscheinlicher, je näher die US-Präsidentschaftswahl rückt. So meint Mark Dowding, Chefstratege beim Vermögensverwalter Bluebay: „Ein Stillhalteabkommen, das eine weitere Eskalation vermeidet, erscheint uns am wahrscheinlichsten.“ Mit einem Handelsabkommen und einer Aufhebung der Strafzölle sei jedoch kaum zu rechnen.

Unter diesen Voraussetzungen dürften die Anleger die in der kommenden Woche anstehenden Konjunkturdaten aufmerksam verfolgen. Nach Einschätzung von Edgar Walk, Ökonom des Bankhauses Metzler, scheint die Geldpolitik zumindest in der wichtigsten Volkswirtschaft zu funktionieren und die Wirtschaft wieder zu stimulieren.

Nach Ansicht des Experten dürfte dies in einem Anstieg der US-Einkaufsmanagerindizes am Montag und einer Verbesserung des Konsumentenvertrauens am Dienstag sichtbar werden. Er erwartet dagegen eher Seitwärtsbewegungen bei den anstehenden Daten für die Eurozone: Einkaufsmanagerindizes am Montag, Ifo-Index am Dienstag und EU-Geschäftsklimaindex am Freitag.

Die Metzler-Strategen sind für die weitere Zukunft jedoch skeptisch. „2020 könnte wieder eine Krise ins Haus stehen“, urteilen sie. Europa gerate konjunkturell immer stärker ins Hintertreffen, nicht zuletzt wegen der Lage in Großbritannien und Italien. Gleichzeitig sage die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) der Weltwirtschaft das schwächste Wachstum seit der Finanzkrise voraus.

In dieser schwierigen Lage gibt der bekannte Vermögensverwalter Jens Ehrhardt den Aktionären jedoch Hoffnung. Er glaubt: „Trotz der zahlreichen Unsicherheiten konjunkturell wie politisch könnten die extrem niedrigen Zinsen mittelfristig eine echte Wiederentdeckung der Aktien auslösen. Auf die Dauer werden die Anleger nicht auf negativ verzinste Anleihen setzen.“

Mehr: Hohe Investitionen, hohe Dividende, hohes Wachstum. Diese Unternehmen schaffen es, auch in unsicheren Börsenzeiten zuverlässige Renditen zu erzielen.

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