Dax-Ausblick Die Dax-Schwergewichte müssen liefern

Anleger sind zunehmend unsicher, kaufen aber weiter zu: Beim Dax sehen Profis noch Luft nach oben. Ob der Leitindex jedoch schon nächste Woche anzieht, hängt davon ab, ob die Zahlen von Daimler, Bayer und Co. überzeugen.
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Die Zahlen von Daimler, VW, Deutsche Bank, Bayer und Co. dürften in der neuen Woche die Richtung des Leitindex bestimmen. Quelle: Getty Images
Dax-Schwergewichte

Die Zahlen von Daimler, VW, Deutsche Bank, Bayer und Co. dürften in der neuen Woche die Richtung des Leitindex bestimmen.

(Foto: Getty Images)

DüsseldorfZwei Landesbanken, zwei Meinungen: Da wäre zunächst die Hessische Landesbank (Helaba), die immer pünktlich zum Freitagmittag ihre Aussichten für die neue Börsenwoche kommuniziert. Die Richtung ist klar: Neben hohen Bewertungen und einer technischen Überhitzung mahne auch das saisonale Muster bei Aktien zur Vorsicht. „Nach der Rally der vergangenen Monate und der enorm gestiegenen Erwartungshaltung der Anleger hat die Gefahr von Enttäuschungen deutlich zugenommen“, heißt es im Kommentar.

Ganz anders die Landesbank Baden-Württemberg. Sie geht davon aus, dass die Rückschläge von den Börsianern als Kaufgelegenheiten interpretiert werden. „Vor diesem Hintergrund dürfte der Dax sein Kurspotenzial noch nicht ausgeschöpft haben.“ Die LBBW hält an der Übergewichtung von Aktien fest.

Die Wahrheit wird wohl, wie so oft in der Mitte liegen. Anleger dürften sicherlich mittlerweile einiges erwarten. Enttäuschung in Form von Kursverlusten beim Börsenbarometer dürften ihnen schwer zusetzen. Auf der anderen Seite bleibt der Mangel an Anlagealternativen bei Investoren fürs Erste weiter bestehen. Auch gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis ist der Dax günstiger als andere große Vergleichsindizes, etwa der EuroStoxx 50, der Dow Jones oder der S&P 500.

„Der reine Dax-Kurs-Index hat sein Allzeithoch aus dem Jahr 2000 erst jetzt, also 15 Jahre später, wieder erreicht. Für den deutlichen Vorsprung des Dax-Performance-Index ist also die Dividendenrendite von durchschnittlich 2,66 Prozent verantwortlich. Darüber wird man sich wohl kaum grämen wollen“, analysiert auch Robert Halver, Kapitalmarktexperte der Baader Bank. „Damit bleiben die deutschen Aktienmärkte attraktiv“, so das klare Fazit.

Angesichts der Einschätzung dürften nicht wenige Anleger überlegen, nach dem Auf und Ab dieser Woche bald wieder beherzter zuzukaufen. Am Freitag schloss das Börsenbarometer mit einem Plus von einem Prozent auf 11.800 Punkten. Ob und in welchem Umfang Anleger bereits nächste Woche Orders platzieren, wird indessen maßgeblich von den Unternehmen beeinflusst.

Europaweit wird es in der kommenden Woche von Quartalsbilanzen nur so wimmeln. Die entscheidende Frage dabei lautet wie jedes Mal: Können die Konzerne die Hoffnungen der Investoren zum Jahresauftakt erfüllen – oder enttäuschen sie?

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