Dax-Ausblick Die Rally nach der Rally

Trotz der beachtlichen Jahresendrally 2012 geht es im neuen Jahr mit Gewinnen weiter. Zwar wartet die „Fiskalklippe“ immer noch auf eine langfristige Lösung, trotzdem erwarten Experten weitere Kursgewinne.
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Ein Händler an der Frankfurter Börse. In der neuen Woche beginnt die US-Bilanzsaison. Quelle: dpa

Ein Händler an der Frankfurter Börse. In der neuen Woche beginnt die US-Bilanzsaison.

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FrankfurtDer Dax ist noch nicht am Ende. Selbst nach der 800-Punkte-Rally der vergangenen Monate sehen Börsianer noch gute Chancen für eine Fortsetzung des Dax-Höhenfluges. „Das Schreckgespenst der 'Fiskalklippe' ist zumindest vorübergehend verschwunden“, sagt NordLB-Aktienstratege Bernd Krampen.

Der US-Kongress hatte sich nach monatelangen Streitereien auf einen Haushalt geeinigt und damit drohende automatische Ausgaben-Kürzungen vorerst abgewendet. Gemeinsam mit auslaufenden Steuererleichterungen hätte dies die weltgrößte Volkswirtschaft über die sogenannte „Fiskalklippe“ in eine Rezession stürzen können.

„Der Kompromiss trägt aber nicht allzu lange“, warnt Aktienmarkt-Experte Carsten Klude von MM Warburg. Die US-Politik müsse schließlich noch Einsparungen beschließen. Diese Entscheidung sei lediglich verschoben.

Dennoch rechnet auch Klude zunächst mit weiteren Kursgewinnen für den Dax. Schließlich fehle es immer noch an Alternativen. Viele der Investoren, die erst in der neuen Woche aus ihrem Weihnachtsurlaub zurückkehrten, würden daher bei ihren Anlage-Entscheidungen für 2013 voraussichtlich verstärkt auf Aktien setzen. Darüber hinaus erwartet Klude wie sein NordLB-Kollege Krampen Unterstützung durch die Konjunkturdaten.

„Die Risiken für 2013 sollen nicht klein geredet werden. Auch das neue Jahr wird grundsätzlich politische Gefahren bieten. Und auch die Euro-Krise ist sicherlich nicht vorbei.“ schreibt Robert Halver in seinem Jahresausblick für 2013. Dem stehe laut Halver jedoch die liquiditätspolitische Allmacht des internationalen Notenbankkartells gegenüber, die die Märkte stützen werde.

Fed bereitet Kopfschmerzen

Für Verunsicherung und Überraschung sorgte zum Wochenende das Protokoll der Fed. Der Offenmarktausschuss der Notenbank sei sich demzufolge nicht ganz einig wie es mit den Anleihekäufen weitergehen soll. „Es bleibt abzuwarten, wie die Reaktion dann auf einen tatsächlichen Kurswechsel der US-Notenbank ausfallen wird.“, schreibt Thorsten Gellert von Forex Capital Markets in seinem Ausblick.

Konjunkturdaten im Blickpunkt

Bei den Konjunkturdaten ziehen am Dienstag die Barometer für die Stimmung der Unternehmen und der Verbraucher in der Euro-Zone die Aufmerksamkeit der Anleger auf sich. Von Reuters befragte Analysten erwarten in beiden Fällen eine leichte Verbesserung.

Parallel dazu sollen die Zahlen zum Auftragseingang der deutschen Industrie veröffentlicht werden. Experten erwarten für November zwar einen Rückgang um 1,4 Prozent, nach einem Anstieg von 3,9 Prozent im Vormonat. Dies sei aber zu erwarten gewesen und damit eingepreist, sagt Aktienstratege Klude.

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10 Kommentare zu "Dax-Ausblick: Die Rally nach der Rally"

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  • Welche Meinungsmache Sie mit IH meinen ist wurscht. Sorgen Sie dafür, daß in den kommenden Wochen @apol hier im Forum nicht die Holnik schreiben,daß keine Gleichmacherei von Bildern assoziert wird, siehe oben, entwerfen Sie ein Bild von Max Liebermann, zB. die Konservenmacherin,lesen Sie vorher die Vita von Max Liebermann uswusf
    zum Inhalt: Das ist zu wenig Inhalt, da "wir" in finanzieller Repression sind, demzufolge die Berechnung des Dax-Stand viel komplexer ist, da "man" hier sowohl im Trader-Forum als auch im Stockpicker-Forum nach verschiedenen Ansätzen ist.
    Die Futures können nicht nur Sie beurteilen. Und anderes ist Spekulation, die zum Teil durch niederste Instinkte kutiviert ist

  • @mary: Ihre Kritik verstehe ich nicht. Wenn der DAX- Stand von heute mit dem von 2000 verglichen wird, dann ist hierbei zu berücksichtigen, dass zwischenzeitlich ausgeschüttete Dividenden in den Index-Stand eingegangen sind. DAs ist eine schlichte Tatsache bzw. nach IHrer Diktion ein "Inhalt".

    Selbstverständlich weiß heute niemand, wie sich der DAX in Zukunft entwickeln wird. Wenn aber suggeriert wird, ein Dax über 8000 Punkten im Jahr 2013 sei vergleichbar mit einem solchen Stand im Jahr 2000 (was daraufhin folgte, dürfte allgemein bekannt sein), ist das schlicht nicht richtig. Ihre "Kritik" richtet sich offenbar gegen dieses Faktum, ohne irgend etwas zum "Inhalt" beizutragen.

    Und wer hat bitte behauptet, das HB sei bankrott?

    @azaziel: Es gibt auch den DAX als reinen Kurs- bzw. Preisindex: WKN 846744 (Stand 2000: >6000 Pkte; Stand jetzt: circa 4000 Pkte)

  • @apol,@azaziel

    Es geht hier im Forum um Inhalte; nicht um Meinungsmache. Den "Dax-Ausblick" kann heute keiner mit Wahrscheinlichkeit beurteilen und das HB ist nicht bankrott.

  • @ apol - Sehr Interessant! Ich selbst schaue nur wenig auf diese Indizes. Fuer alle, die sich intensiver damit beschaeftigen waere es sicher interessant, einen Dax "mit" und "ohne" zu haben. Bei der verfuegbaren Rechen- und Speicherkapazitaet sicher kein Problem!

  • @Bob: Diese " Strategie " ist generell richtig. Nur Futures shorten und das klassische shorten von Aktien, ist eben KEINE Strategie für den Privatanleger und Hobby-Börsianer.

    Diese Strategie führt nur zum Erfolg, wenn man intraday im Sekunden- oder Minutentakt (selten Stunden) denkt und handelt. Wer Overnight-Positionen hält, handelt entweder Mini-Size (1 oder 2 FDAXe), oder Put-OS. Und diese haben natürlich auch nix mit " shorten " zu tun.

  • Woher sind Sie sich da so sicher?
    vergangenes jahr hat GENAU DIESE Strategie, tendenziell gegen zu optimistisch/pessimistisch lautende news zu traden.

    Daher ist die aufgeblasene kritik völlig überzogen. vielleicht auch nicht.

    die zahlen geben mir (leider) recht und von der sehr zufrieden.

    nein?

  • @TinglTangel

    wenn Sie kritisch werden,
    dann nehmen Sie die Handelsblatt-Headlines für
    bare Aktie, indem Sie die negierte HB-Aussage
    als wahr annehmen.

    Somit widersprechen Sie sich und merken nichts.
    Die Wirtschaftsmeldungen for free lesen Sie aber gerne, oder.

    Wenn Sie so Traden, wie Sie hier argumentieren, dann
    Gute Nacht.

  • Es ist erstaunlich, dass man sich in Deutschland (zumindest in den Medien), anders als - soweit ersichtlich - in allen anderen westlichen Staaten, an der Entwicklung eines sog. Performance-Index orientiert. Es scheint sich noch immer nicht herumgesprochen zu haben, dass der DAX ein sog. Performance-Index ist, der ausgeschüttete Dividenden wie Kursgewinne berücksichtigt. Was ein Unternehmen in der Vergangenheit an Dividenden ausgeschüttet hat, erhöht aber offensichtlich nicht dessen heutigen Wert. Aussagekraft hat der Index nur insoweit, als näherungsweise die Entwicklung vergangener Anlageentscheidungen abgebildet wird. Als Grundlage einer Prognose der künftigen Entwicklung bzw. einer Anlageentscheidung ist ein Performance-Index demgegenüber ungeeignet. Der Stand des DAX spiegelt daher nur vor, das heutige Kursniveau der im DAX vertretenen Unternehmen sei vergleichbar mit dem des Jahres 2000. Ein Blick auf einen reinen Kursindex wie bspw. den FAZ-Index zeigt ein ganz anderes Bild. Das Aktienkursniveau ist von früheren Höchstständen weit entfernt!

  • Der Begriff Ralley ist "ein weiters Feld" frei nach Fontane.Wenn mir jemand vor 13 Jahren, um die selbe Zeit, gesagt hätte,dass der DAX im Januar 2013 noch immer bei unter 8000 rumkrebst hätte ich ihn für völlig verrückt erklärt und ich glaube nicht nur ich,wenn wir alle ehrlich sind.

  • Wieder ein Artikel, der typisch fürs Handelsblatt ist und für den schmalspurigen Handelsblatt-Journalismus exemplarisch ist!

    Wenn ich schon "...sehen Börsianer noch gute Chancen für eine Fortsetzung des Dax-Höhenfluges" höre, werde ich ganz hellhörig, vielmehr aber extrem kritisch gegenüber weiteren Kursgewinnen.

    Dieser Handelsblatt-Indikator, basierend auf chronischem Optimismus, ist der beste Belege, dass man mit fallenden Kursen zwangszweise zu rechnen und short-positionen zu eröffnen sind.

    Ich bin ganz klar short.

    Vorsicht vor solchen Handelsblatt-Artikeln!! Stichwort: Interessenkonflikt!!

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