Dax-Ausblick Die Schuldenkrise macht die Anleger weiter nervös

Die Schuldenkrise sorgt nach wie vor für Nervosität an den Märkten. Analysten rechnen in der kommenden Woche mit schnellen Richtungswechseln. Italien wird sich erneut an den Kapitalmarkt wagen.
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Dax-Kurve an der Frankfurter Börse Quelle: dpa

Dax-Kurve an der Frankfurter Börse

(Foto: dpa)

Frankfurt, DüsseldorfDie Sorge vor einer Ausweitung der europäischen Schuldenkrise wird nach Einschätzung von Börsianern auch kommende Woche die Stimmung am deutschen Aktienmarkt belasten. „Anleger müssen somit weiterhin mit schnellen Richtungswechseln rechnen und sollten daher unverändert Vorsicht walten lassen“, warnen die Analysten der Landesbank Berlin (LBB) in ihrem Wochenausblick. „Insgesamt sehen wir auf kurze Sicht mehr Abwärtsrisiken als Aufwärtschancen und werten die um den Jahreswechsel bei schwachen Umsätzen erzielten Kursgewinne lediglich als technische Reaktion.“

Auch die Analysten der DZ Bank bezweifeln einen stärkeren Kurssprung in absehbarer Zeit. Sie rechnen mit einem schwachen Wirtschaftswachstum im europäischen Währungsraum. In der ersten Handelswoche des Börsenjahres 2012 hatte der deutsche Leitindex rund vier Prozent zugelegt.

Mit weiter sinkenden Gewinnerwartungen rechnet Commerzbank-Analyst Gunnar Hamann. Auch für deutsche Firmen fallen die Gewinnerwartungen, da diese nicht gegen den Abschwung in der Eurozone immun seien, so der Analyst.

Jörg Rahn, der die Investitionsentscheidungen des Bankhauses Marcard, Stein & Co. verantwortet, rechnet zumindest für den Wochenauftakt mit einer leichten Erholung des Dax. Viele Investoren kehrten jetzt erst aus ihrem Winterurlaub zurück und hätten das eine oder andere nachzuholen.

Gleich am Montag wird das Thema Schuldenkrise wieder ganz oben auf der Agenda stehen. Denn der französische Präsident Nicolas Sarkozy besucht Bundeskanzlerin Angela Merkel im Kanzleramt - die beiden wollen ihre Marschroute für den für Ende Januar geplanten EU-Gipfel festzurren.

Daneben stehen einige Anleihe-Emissionen auf dem Terminplan. Sie gelten als Lackmus-Test für das Vertrauen der Investoren in das Krisenmanagement der Politik. Vor allem die Auktionen italienischer Papiere am Donnerstag und Freitag werden Anleger aufmerksam verfolgen. Das Land muss in den kommenden Monaten auslaufende Bonds im Volumen von mehreren Hundert Milliarden Euro refinanzieren.

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6 Kommentare zu "Dax-Ausblick: Die Schuldenkrise macht die Anleger weiter nervös"

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  • Wer die Hosen voll hat, soll sich Pampers kaufen gehen und vom Markt fern bleiben. Punkt aus !

  • "Nervöse Märkte!
    Dann lasst sie doch nervös sein. Vielleicht hören sie dann auf zu pokern. Dann wird sich das System auch wieder beruhigen. Nicht immer sind die Märkte Entschuldigung dafür, dass man noch mehr Geld zum Umverteilen haben will.

  • Also die Lösung soll sein noch mehr Schulden zu machen! Das ist keine Lösung. Das ist der Beginn zu Aufständen, Gewalt und Plünderungen (in jedem Geschichtsbuch nachzulesen). Man kann sicher sein, das die Banker und Politiker (die die Interessen der Banken vertreten) in ein paar Jahr Jahren vom Deutschen Volk enteignet werden und aus Deutschland gejagt werden, da sie momentan alles hart erarbeitete Geld vom Deutschen Volk an Konkursstaaten verschenken. In Deutschland ist Konkursverschleppung strafbar aber die Merkelregierung fördert die Konkursverschlepung in Griechenland und anderen Pleiteländer. Eurobonds bedeutet (wenn dann alle Europäischen Länder gleichzeitig pleite gehen) den dritten Weltkrieg in ein paar Jahren. Einzigste Lösung:”Griechenland muß jetzt sofort aus dem Euro und somit eine Chance zum Regenerieren bekommen. Es ist ja nicht das erste Land in der Geschichte, das pleite gegangen ist. Und wenn andere Staate über ihre Verhältnisse leben, müssen auch sie eine Chance zur Regeneration bekommen,” Schade das nicht Politiker sondern die dummen Reichen (weil sie die Kraft des Volkes unterschätzt), Europa regieren und somit der totale Zusammenbruch schon vorprogrammiert ist.

  • Mich stört einfach die Überschrift zu diesem Artikel, in dem Anleger und Schuldenkrise in einem Atemzug genannt werden. In Verbindung mit dem Wort Anleger bietet sich das Wort „Guthabenkrise“ an, da dies ja nur die Kehrseite der Medaille ist. Und sollte es nicht die Absicht gewesen sein Angst zu erzeugen, weil die Schuldenkrise doch die 99% betrifft, so hätte man die ganze Sache mit dem Wort „Guthabenkrise“ abmildern können, weil es doch nur eine kleine Minderheit betrifft. Nun gut, am Ende wird es sicherlich eher die 99%, die Schuldner dahinraffen. Zur Vertiefung dieser Syntax vielleicht mal dieser unterhaltsamen aber durchaus ehrlichen Anwandlung folgen:

    http://qpress.de/2011/12/05/schuldenkrise-eskaliert-jetzt-auch-noch-guthabenkrise/

  • Man sollte den Internet-Anschluss in der Psychiatrie einfach kappen !!!

  • Die Schuldenkrise macht die Anleger weiter nervös

    Hä, auch am Samstag um 16:46h?

    Was mich nervös macht ist diese pausenlose Nervösmache.

    Es reicht doch, wenn die Redaktion am Montag wieder seine Untergangsstimmung auslebt. Nur ein ausgeruhter Geist, kann dann enthemmt total überzogene Überschriften produzieren. Überschriften, die das Hundeelend des Autors spüren lassen. Überschriften, bei denen sich jeder Leser fragt, was die denn im Tee hatten. Überschriften, bei denen man immer fragt, ob es hoffentlich der Notarzt noch rechtzeitig in die Kasernenstraße geschafft hat.
    Ja, man muß auch mal ein Wochenende ausspannen!

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