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Dax-Ausblick Handelsstreit, Brexit, Europawahl – An den Finanzmärkten brechen Schicksalstage an

Gerade ist an den Börsen alles möglich. Die internationale Politik bietet reichlich Potenzial für starke Impulse – positive wie negative.
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An den Finanzmärkten geht die Achterbahnfahrt in den nächsten Tagen weiter. Quelle: Reuters
Bulle und Bär vor der Deutschen Börse in Frankfurt

An den Finanzmärkten geht die Achterbahnfahrt in den nächsten Tagen weiter.

(Foto: Reuters)

FrankfurtDie Achterbahnfahrt an den Finanzmärkten dürfte in den nächsten Tagen und Wochen weitergehen. Die internationale Politik bietet reichlich Potenzial für starke Impulse in beide Richtungen. Bei der Wahl zum Europaparlament droht den etablierten, EU-freundlichen Parteien zumindest eine böse Klatsche. Schon diese würde das Regieren in der EU und in vielen Ländern erschweren und den Euro weiter schwächen.

Das Risiko eines Erdrutschsieges der EU-Gegner, der den Fortbestand der Währungsunion infrage stellen könnte, gilt nach dem moderaten Ausgang der Europawahl in den Niederlanden am Donnerstag allerdings als kaum noch gegeben.

In Großbritannien allerdings stehen die Zeichen durch den angekündigten Rücktritt der Premierministerin und das erwartete sehr starke Abschneiden der Brexit-Partei zunehmend auf Machtkampf und hartem Brexit. Diese Mischung könnte das Pfund schwächen und die Aktienmärkte sowohl auf der Insel als auch auf dem Kontinent belasten.

Donald Trumps Handels- und Technologiekrieg mit China im Allgemeinen und Huawei im Besonderen hingegen könnte sich jederzeit durch eine umfassende Einigung in Wohlgefallen auflösen und den Aktienmärkten damit einen kräftigen Schub geben. Er könnte aber auch weiter eskalieren – zum Beispiel, indem China amerikanische Tech-Unternehmen sanktioniert.

Ohnehin leiden die führenden Unternehmen aus der Halbleiter- und IT-Branche erheblich darunter, wenn sie einen Großkunden wie Huawei nicht mehr bedienen dürfen und der Konflikt möglicherweise sogar den Ausbau des 5G-Telekomnetzes verzögert. Das könnte deren Aktienkurse sehr empfindlich treffen.

US-Dollar und Anleihekurse profitieren

Bis zur Entscheidung in die eine oder andere Richtung dürfte der Dollar als sicherer Hafen für Anleger von der Unsicherheit profitieren, vermuten Analysten. Das Klima für Aktien hingegen dürfte eher frostig bleiben.

Auf der Gegenseite profitieren die Anleihekurse von der großen Unsicherheit und den Rezessionssignalen aus der Wirtschaft. Das treibt die Renditen in den Keller. Der Markt rechnet mit Leitzinssenkungen sowohl in den USA als auch von der Europäischen Zentralbank. Die Analysten der Commerzbank warnen allerdings vor Enttäuschungspotenzial.

Kursrelevante Nachrichten von der Konjunkturseite sind in der kommenden Woche kaum zu erwarten. Am ehesten marktrelevant könnten am Freitag der Einkaufsmanagerindex aus China und die Inflationsdaten aus Deutschland, Europa und den USA jeweils für Mai werden. Diese sind wichtige Entscheidungshilfen für die Geldpolitik und strahlen dadurch auf die Anleihe-, Aktien- und Devisenmärkte aus.

„Die Luft am Aktienmarkt wird für kurzfristig orientierte Anleger dünner“, warnt Michael Bissing, Aktienanalyst der DZ Bank. Am tonangebenden US-Aktienmarkt werde nur noch ein Gewinnwachstum von 3,5 Prozent erwartet, was kaum eine Basis für große Kurssprünge darstelle.

Anderseits seien die Abwärtsrevisionen der Analystenerwartungen zum Stillstand gekommen, zudem stützten die Erwartungen sinkender Leitzinsen die Kurse. Die Berichtssaison für das erste Quartal ist im Wesentlichen vorüber, sodass aus dieser Richtung keine Impulse kommen.

Mehr: Anleger trauen dem Dax nicht mehr viel zu, zeigt die aktuelle Dax-Umfrage des Handelsblatts.

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  • Schicksalstage - Nichts genaues weiss man nicht. Der Artikel ist eine Offenbarung!

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