Dax-Ausblick Hellas-Wahl lässt Anleger zittern

Die neue Börsenwoche steht im Zeichen der Griechenland-Wahl. Auch anstehende Konjunkturdaten werden davon überschattet. Denn egal wie der Urnengang am Sonntag ausgeht - an den Märkten wird es hoch hergehen.
6 Kommentare
Auch in Frankfurt blicken die Anleger gespannt  nach Athen. Quelle: dapd

Auch in Frankfurt blicken die Anleger gespannt nach Athen.

(Foto: dapd)

Frankfurt/DüsseldorfErstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Dies gilt nach Einschätzung von Börsianern vor allem für die Griechenland-Wahl am Sonntag. Nur eines scheint im Vorfeld des Urnengangs der Griechen bereits klar: Egal wie das Votum ausfällt, das Wahlergebnis wird die Marktstimmung in der kommenden Woche entscheidend prägen.

„Es ist ja nicht so, dass wir ein Wahlergebnis haben und dann ist alles klar“, betont Anlagestratege Tobias Basse von der NordLB. Denn selbst bei einer deutlichen Mehrheit der Sparkurs-Befürworter um die konservative Neue Demokratie (ND) - das wäre wohl der von Anlegern mehrheitlich bevorzugte Wahlausgang - würden die Auflagen von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) sicher noch einmal nachverhandelt.

Ähnlich sieht es auch Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer: „Sollten die beiden traditionellen Parteien ND und Pasok eine Mehrheit im Parlament bekommen, dürfte der Risikoappetit spürbar steigen. Die Rendite von zehnjährigen Bundesanleihen dürfte in einer ersten Reaktion wieder über die Marke von 1,6 Prozent steigen. Umgekehrt dürfte die Risikoscheu dominieren, wenn die radikale Syriza die stärkste Partei wird.“ In der alten Woche legte der Dax aufgrund von Spekulationen auf einen ND-Wahlsieg und der Aussicht auf eine konzertierte Aktion der Notenbanken ein knappes Prozent zu.

Andrew Bosomworth, Fondsmanager und Deutschland-Chef des Vermögensverwalters Pimco, betrachtet eventuelle Kursreaktionen auf den Urnengang als kurzfristiges Phänomen. „Egal, wie die Wahl ausgeht: Es bleibt die Frage nach der Fähigkeit des Landes, die Spar-Auflagen zu erfüllen.“

Nachdem die Hilfszusagen für Spanien nicht die erhoffte Entspannung gebracht haben und auch Italien immer mehr zum Sorgenstaat wird, spitzt sich die Schuldenkrise weiter zu. Dass als Folge der Euro noch nicht stärker unter Druck steht, hängt laut Krämer damit zusammen, dass der Devisenmarkt auf einen „glimpflichen“ Wahlausgang in Griechenland setzt. Aber, so der Chefvolkswirt der Commerzbank, wäre auch ein solches Ergebnis kein Grund zur Entwarnung. „Denn es zeichnet sich keine Lösung der Staatsschuldenkrise ab, was den Euro bald wieder stärker unter Druck bringen könnte.“

Konjunkturdaten rücken in den Hintergrund
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Dax-Ausblick - Hellas-Wahl lässt Anleger zittern

6 Kommentare zu "Dax-Ausblick: Hellas-Wahl lässt Anleger zittern"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • so, die Börse ist erleichtert über den Wahlausgang. Das war's. Die Börse ist jedenTag wegen irgend einer Meldung erleichtert.

  • @PrivatTrader

    die kommenden Wochen werden anstrengen werden. Das DAX_Forum ist nicht auf den Ernstfall vorberetet wie der verg. Freitag wieder bewiesen hat. Das können wir im DAX-Forum nicht sitzen lassen. Bekanntlich funk. die IT-Compliance nicht und im Ansagertum ist mind. eine glatte Fehlbesetzund. Unmöglich, daß im Ernstfall Kleeblogger plötzlich auftreten und nicht editiert werden
    @Heidelberger- Dann machen Sie doch mit Hamburger arbeitsteilig eine Doppelspitze?
    .
    Gewinn-und Verlustrechnung und Bilanz überprüft. Gut investiert; aber gefährlich. Das U. ist umzingelt von der Zert.-Musi-industrie, die zum Großteil 2013 in die Grütze gehen wird. Bleibt zu hoffen, daß die Österreicher vorher einsteigen als das KGV.
    Abwehr
    [ ]
    HH & Heidelberger

    Sturm Außenverteidiger
    PrivatTrader Geishirtle
    MMittelfeld-> Schaf, shorty- Kryptomarie
    Innenverteidiger-> Holzauge>, Paderborner Soderner
    Außenverteidiger

    Charty Sturmverstärkung 2: Glasauge, Mazi,Stubi oder

    Mary Wer ist zuständig?

  • Ich schließe mich dem PrivatTrader an. Wer jetzt hoch gehebelt long oder short geht, spielt Roulette und setzt auf Rot oder Schwarz.
    Jetzt warten wir doch erst mal ab was bis zum Abend passiert. Vorher die Köpfe heißreden ist Zeit- und Energieverschwendung.

  • Am Montag dreht sich die Welt genau so weiter wie bisher. Genau wie am gestrigen Freitag, wo absolut nichts aufregendes passiert ist, entgegen der Erwartungen vieler hier im DAX-Forum wegen des großen Verfalltages. Es wird einen Sprung nach oben oder unten geben, und innerhalb einiger Stunden ist wieder alles normalisiert.
    Kürzlich die 200Tage-Linie des Dax unterschritten, 6000 Punkte deutlich unterschritten. Was ist passiert? Nichts gravierendes, im Vergleich zu letztes Jahr im August-September

    Verstehe nicht, warum sich so viele zu Panik verleiten lassen. Zugegebenermaßen betrachte ich die Sache aber auch nur passiv von der Seitenlinie. Jeder Tag biete neue Chancen in beide Richtungen und zwanghaftes Agieren tut selten gut.

  • Jede Aufregung ist überflüssig !
    Die Griechen werden -egal wie der Wahlausgang ist- ein wenig rumeiern, viel lamentieren und dem Rest der Eurozone erklären, dass sie sich gnädigerweise entschließen könnten in der Eurozone zu bleiben, wenn, ja wenn die Vertrags-/Kredit-Bedingungen zum aberstenmal zu ihren Gunstengeändert würden.
    Und unsere eigenen Politiker, führend aber die des Club Med inklusive Frankreich, werden dem erleichtert zustimmen. Sie werden weiter gebrochene Versprechen als sichere Wertanlage akzeptieren und uns Wählern als solche verkaufen und dafür mit Euros zahlen oder justitiable Garantien geben.

  • Im-Notfall-koennte-Griechenland-selber-Euros-drucken !!!!

    Bevor ihr weiter kommentiert, sollet ihr lieber erst einmal den heutigen Artikel der "Welt"lesen: http://www.welt.de/wirtschaft/article106609236/Im-Notfall-koennte-Griechenland-selber-Euros-drucken.html

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%