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Dax-Ausblick Die Furcht vor dem September

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Hurrikan Harvey wird weitere Auswirkungen zeigen

Ein wesentlicher Grund für die Dollar-Schwäche liegt darin, dass die Marktteilnehmer zunehmend an der Handlungsfähigkeit von US-Präsident Donald Trump zweifeln. Wegen des Labor Days bleiben die Märkte in den USA am Montag geschlossen. Ab Dienstag wird es aber spannend, wenn der US-Kongress aus der Sommerpause zurückkehrt. Ihm bleibt nur noch bis Ende September Zeit, eine Anhebung der Schuldenobergrenze zu beschließen. Ansonsten droht ein sogenannter Government Shutdown, also ein Regierungsstillstand. Präsident Trump wollte auf diesem Weg die Finanzierung des Mauerbaus zu Mexiko erzwingen.

Analystin Claudia Windt von der Helaba weist auf den Hurrikan Harvey hin, der in Texas gewütet hat. Präsident Trump benötige nun vom US-Kongress „die Bewilligung von Flutopferhilfe in erheblicher Höhe“. Ob dies einen Kompromiss wahrscheinlicher oder unwahrscheinlicher mache, bleibe aber zunächst offen.

Die größten Anlegerfehler
Privatanleger machen vermeidbare Fehler
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Eine Studie der Wirtschaftsprofessoren Andreas Hackethal und Steffen Meyer für das Magazin „Finanztest“ hat knapp 40.000 Wertpapierdepots von Direktbankkunden im Zeitraum von 2005 bis 2015 ausgewertet.

Das Ergebnis zeigt, dass die Anleger weit hinter den Wertzuwächsen des Gesamtmarktes liegen. Während eine Rendite von jährlich 8,7 Prozent realistisch gewesen wäre, kommen die Anleger nur auf einen Wertzuwachs von 3,1 Prozent. Mangelnde Finanzkenntnisse müssen nicht die Ursache sein. Zu Einbußen führen meist kurzfristiges Denken, Gier und Aktionismus. Die vier gängigsten Fehler sind leicht zu beheben. Wir stellen sie vor – und entsprechende Gegenstrategien.

Das Bild zeigt die Börse von Abu Dhabi. Hier handeln Privatanleger mit größeren Beträgen als in Deutschland.

(Foto: Reuters)
Fehler 1: Mangelnde Streuung
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Befund Sie ist die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Geldanlage – dennoch vernachlässigen sie viele Anleger: die Risikostreuung. Wie die Studie zeigt, streuen Anleger ihre Wertpapiere zu wenig; die Aktienkonzentration ist höher als noch vor zehn Jahren. Eines der untersuchten Depots beinhaltet heute im Schnitt zwölf Aktien.

In Santiago de Chile bedient ein Mitarbeiter der chilenischen Zentralbank eine Sicherheitstür.

(Foto: Reuters)
Fehler 1: Mangelnde Streuung
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Folgen Zwischen der Streuung und dem Chance-Risiko-Verhältnis besteht laut den Autoren ein klarer Zusammenhang. Selbst die relativ breit aufgefächerten Depots reichen nicht entfernt an das Verhältnis des Weltaktienindexes MSCI World heran.

In manchen Depots befindet sich nur eine einzige Aktie. Wenn diese auch noch ein spekulativer Titel ist, unterliegt das Depot enormen Kursschwankungen.

Am 24. Oktober 1929, dem „Schwarzen Donnerstag“ kommen Menschen vor der New York Stock Exchange zusammen.

(Foto: AP)
Fehler 1: Mangelnde Streuung
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Gegenmittel Es ist leicht, ein breit gestreutes Depot aufzubauen: durch börsengehandelte Indexfonds (ETF). Sie beteiligen Anleger, je nach Art, an 1600 bis 2500 internationalen Aktien. Für Staatsanleihen gibt es ebenfalls ETFs.

Bestehende Depots umzubauen, ist nicht nicht ganz einfach. Anleger sollten sich von Verlustpositionen trennen. Ein Papier erst zu verkaufen, wenn es seinen einstigen Kaufpreis erreicht hat, ist irrational. Es sollten triftige Gründe für eine zu erwartende Wertsteigerung vorliegen.

Ein chinesischer Investor analysiert im August 2015 eine Kurstafel.

(Foto: dpa)
Fehler 2: Aktien-Picken
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Befund Der Fehler erinnert an das Muster von Sportwetten: Unerfreuliche Ergebnisse werden ausgeblendet, Erfolgserlebnisse übermäßig hochgehalten. Anleger sollten aber ausschließlich die langfristige Entwicklung des Gesamtdepots im Blick haben.

Oft suchen sie ihr Heil in einer Kombination aus Einzelaktien: Im Falle eines Missgriffs ist es eine beliebte Methode, die Position aufzustocken, um den durchschnittlichen Einstandspreis zu senken und von der erwarteten Erholung zu profitieren. Das kann jedoch auch weiteres Unheil anrichten: Das sogenannte Klumpenrisiko, eine Übergewichtung einzelner Anlagen im Depot, steigt. Private Anleger haben gegenüber Profis hier offenbar schlechtere Karten.

Das Foto vom 20. Oktober 1987 zeigt Händler in der Frankfurter Börse. Am 19. Oktober 1987 erlebte die Wall Street einen ihrer schwärzesten Tage.

(Foto: dpa)
Fehler 2: Aktien-Picken
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Folgen Vom Aktien-Picken betroffene Depots bringen nur 3,1 Prozent Rendite. Mit einer Indexmischung, die die durchschnittliche Vermögensaufteilung der Anleger widerspiegelt, hätten sie dagegen 8,7 Prozent erzielt.

Jeder fünfte Deutsche legt sein Geld in Fonds an. Diese werden von Fondsmanagern verwaltet, die das eingesammelte Geld in Aktien, Obligationen, Immobilien und andere Wertpapiere anlegen.

(Foto: dpa)
Fehler 2: Aktien-Picken
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Gegenmittel Aktien- und Renten-ETFs sind auch hier ein probates Mittel. Passionierte Zocker von einer solchen Strategie zu überzeugen, fällt manchmal schwer. Wer unbedingt eigenhändig zusammenstellen will, sollte zwingend auf eine möglichst gleichmäßige Verteilung auf die wichtigsten Branchen achten.

Die USA gelten als Nation der Aktienbesitzer.

(Foto: dpa)

Da im Katastrophengebiet wichtige Raffinerien geschlossen werden mussten, hat Harvey in der vergangenen Woche aber bereits das Preisgefüge am Ölmarkt kräftig durcheinandergewirbelt: Die Rohölpreise sind gefallen, die Benzinpreise dagegen gestiegen. „So lange die Raffinerien ausfallen, wird sich hieran kaum etwas verändern“, betont Commerzbank-Währungsexpertin Barbara Lambrecht.

Daneben werden Investoren in der neuen Woche auch die Nordkorea-Krise im Auge behalten. Diktator Kim Jong Un hatte die USA zunächst mit dem Test einer Rakete, die über Japan flog und dann ins Meer stürzte, provoziert. Das hatte auch für erhebliche Unruhe an den Finanzmärkten gesorgt. Gegen Ende der Woche zeigten dann die USA Kampfbereitschaft und flogen gemeinsam mit südkoreanischen Jets ein Militärmanöver entlang der innerkoreanischen Grenze. Deeskalation sieht anders aus.

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