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Dax-Ausblick Im Dax ist weitere Entspannung in Sicht – Zentralbanken rücken in den Fokus

Der fulminante Jahresstart hält weiter an. EZB-Präsident Mario Draghi könnte dem Aktenindex mit neuen Bankenkrediten einen weiteren Schub verleihen.
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Der Dax befindet sich auf einem Viermonats-Hoch. Quelle: dpa
Deutsche Börse

Der Dax befindet sich auf einem Viermonats-Hoch.

(Foto: dpa)

Frankfurt Der Deutsche Aktienindex Dax wird an den Karnevalstagen aller Voraussicht nach in Schunkellaune bleiben. Denn bei den Dauerthemen Handelsstreit zwischen Washington und Peking sowie dem Brexit entspannt sich die Lage zusehends.

In der abgelaufenen Woche stieg der Dax vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen schon um 1,5 Prozent auf 11.660 Punkte – ein Viermonats-Hoch. Seit Jahresbeginn hat der Leitindex somit mehr als neun Prozent an Boden gut gemacht. Nun rücken die Zentralbanken in den Fokus, die ebenfalls für Flankenschutz sorgen könnten.

Neben dem Brexit und dem Handelskonflikt dürften die Notenbanken für die Märkte ein Schlüsselthema werden“, meint Robert Greil, Chefstratege der Privatbank Merck Finck. „Nach ihren zuletzt meist eher stützenden Tönen werden die Sitzungen der vier wichtigsten Notenbanken im März zeigen, wie ernst sie es meinen“, ergänzt Greil.

Am Donnerstag dieser Woche könnte Mario Draghi, der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), den Börsen weiteren Schub verleihen. An den Aktienmärkten wird schon seit längerem spekuliert, dass die Euro-Wächter angesichts der Konjunkturabkühlung neue Langfristkredite für Geschäftsbanken beschließen könnten.

Investoren halten es für möglich, dass Draghi dafür bereits auf diesem EZB-Treffen die Weichen stellen könnte. In den neuen Projektionen der EZB-Volkswirte, die ebenfalls am Tag der Zinssitzung veröffentlicht werden, dürften wahrscheinlich die Inflations- und Wachstumsprognosen nach unten revidiert werden.

Ihren Leitzins wird die Notenbank einer Umfrage unter Volkswirten zufolge frühestens in der zweiten Hälfte 2020 nach oben setzen. Signale in diese Richtung könnten vor allem den Euro unter Druck setzen. Die Währungshüter halten ihren Leitzins bereits seit März 2016 auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent.

Auf Seiten der Konjunkturdaten kommen in Deutschland nach den Produzentenpreisen am Montag, am Dienstag die finalen Einkaufsmanagerindizes für Februar. Neben den deutschen Einzelhandelsumsätzen für Januar stehen am Freitag noch die Auftragseingänge der Industrie im Februar auf der Agenda. Das Top-Event in den USA ist nächste Woche der Arbeitsmarktbericht für Februar am Freitag.

Die Strategen der DZ Bank gehen von einer weiteren Erholung der Aktienkurse aus, Euphorie sei aber nicht spürbar. Der kurze Rat der genossenschaftlichen Bankmanager: „Dabeibleiben.“

Unter den einzelnen Sektoren wird der Genfer Autosalon ab Montag mit News zu autonomem Fahren und E-Mobilität für Kursbewegungen sorgen. Zudem geht die Bilanzsaison weiter.

Geschäftszahlen von drei Dax-Konzernen

Am Donnerstag öffnen mit Conti, Deutscher Post und Vonovia gleich drei Dax-Konzerne ihre Bücher. Am Dienstag wird die Deutsche Börse die Zusammensetzung ihrer Aktienindizes überprüfen. Experten zufolge haben der Bremsen-Spezialist Knorr Bremse und der Chiphersteller Dialog Semiconductor gute Chancen, aus dem SDax in den MDax aufzurücken.

Übrigens hat die Fondsgesellschaft DWS jetzt einmal nachgerechnet, was die nunmehr schon zehnjährige Schunkellaune an den Börsen dem Anleger gebracht hat. Fast genau auf den Tag vor zehn Jahren, am 9. März 2009, habe der letzte Bärenmarkt in globalen Aktien geendet. Seitdem konnten die Aktienanleger laut der DWS beachtliche Renditen erzielen.

„Legt man den S&P 500 Index zugrunde, so stiegen die Aktienkurse um 312 Prozent oder 15,25 Prozent pro Jahr. Per September 2018, als der S&P 500 ein Niveau von 2930 erreichte, hat der Index sogar um 333 Prozent zugelegt“, heißt es in der Untersuchung. Zwar spricht nun auch einiges dafür, dass es nach dem furiosen Jahresstart an den Börsen zu einer Korrektur kommen kann, aber in dieser Woche gilt zunächst das Kölsche Motto: Et hätt noch emmer joot jejange.

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