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Dax-Ausblick Die Furcht vor dem September

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Indexüberprüfung der Deutschen Börse steht an

Neue Firmendaten, die die Börsen bewegen könnten, gibt es in der nächsten Handelswoche indes nur wenige. In Deutschland wartet lediglich der Börsenneuling Vapiano am Mittwoch mit Quartalszahlen auf. Bereits am Dienstagabend entscheidet die Deutsche Börse über die künftige Indexzusammensetzung der Dax-Familie. Experten rechnen mit Änderungen in MDax und SDax. Unter anderem soll der Groß- und Einzelhändler Metro wieder in den Mittelwerteindex einziehen. Seit der Aufspaltung des Konzerns im Juli hat die Holding Ceconomy, die das Elektronikgeschäft unter sich vereint, als Rechtsnachfolgerin der alten Metro-Gruppe den Platz im MDax behalten.

Vom Wahlkampf vor der Ende September anstehenden Bundestagswahl erhoffen sich die Analysten indes keine Impulse für den Aktienmarkt. Das liegt zum einen an relativ unspektakulären Wahlprognosen und zum anderen an den sich nur wenig unterscheidenden Wahlprogrammen. „Trotzdem wäre es nicht verwunderlich, wenn besonders internationale Investoren, vor größeren Neuinvestitionen, die Wahl abwarten“, meint DZ Bank-Experte Michael Bissinger.

In den Fokus rückt daher die Konjunktur, wozu sowohl in den USA als auch in der Euro-Zone einige Veröffentlichungen anstehen. So stehen am Dienstag beispielsweise in der Euro-Zone die Einkaufsmanagerindizes für den Dienstleistungssektor im August auf der Agenda. Aus Deutschland kommen am Mittwoch die Auftragseingänge der Industrie im Juli und am Donnerstag die Industrieproduktion. Die USA melden die Auftragseingänge der Industrie bereits am Dienstag.

Das wurde im ersten Halbjahr 2017 aus 100.000 Euro
Platz 25: Zucker
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Wie gewonnen, so zerronnen. Im vergangenen Jahr gehörte Zucker mit einem Plus von 28 Prozent zu den lukrativsten Anlageformen, im ersten Halbjahr 2017 machten Investoren aber deutliche Verluste. Der Preis für eine Tonne Rohrzucker brach in New York um mehr als 35 Prozent ein. Zucker wird – wie alle Rohstoffe - in Dollar gehandelt wird. Der zum Euro gefallene Dollar vergrößerte die Verluste für hiesige Investoren noch. Wer Anfang des Jahres einen Terminkontrakt für 100.000 Euro auf Zucker kaufte, hat so jetzt – ohne Transaktionskosten - nur noch 59.740 Euro auf dem Konto. Hauptgrund für den Verfall sind globale Produktionsüberschüsse und wachsende Lagerbestände.

Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg

(Foto: Imago)
Platz 24: Öl
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Hohe Lagerbestände sind auch ein Grund dafür, dass der Ölpreis in diesem Jahr wieder auf Talfahrt gegangen ist. Dazu kommt die steigende Förderung in den USA, nicht nur von traditionellem, sondern auch von aus Schiefergestein gewonnenem Öl. Seit Januar fiel der Preis für ein Fass (159 Liter) der Nordseeölsorte Brent um 16 Prozent, aus 100.000 in Ölkontrakten angelegten Euro wurden sogar nur 77.520 Euro – ein Minus von 22,48 Prozent. Die seit November vergangenen Jahres geltende Förderbremse der Organisation Erdölexportierender Länder (Opec) und zehn weiterer Nationen zieht damit nicht. Die USA machen bei den Beschränkungen nicht mit.

Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg

(Foto: Imago)
Platz 23: Aktien Katar
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Das reichste Land der Welt wird von seinen Nachbarn isoliert. Saudi-Arabien und seine Verbündeten Vereinigte Arabische Emirate, Bahrain, Ägypten und Jemen warfen Katar Anfang Juni vor, Extremisten zu unterstützen und haben ihre diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu dem Wüstenstaat abgebrochen. Darauf reagierte auch die Börse. Die Verluste des QE-Index in Doha summieren sich so seit Jahresanfang auf 13,5 Prozent, dazu wertete die Landeswährung Katar-Riyal zu Dollar und Euro ab. Von 100.000 in den QE-Index investierten Euro sind so nur noch 79.500 Euro übrig.

Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg

(Foto: Imago)
Platz 22: Aktien Russland
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Die Erholung der russischen Börse aus dem vergangenen Jahr ist schon wieder zu Ende. 100.000 in den Leitindex Micex investierte Euro schrumpften seit Januar auf 81.200 Euro – ein Verlust, der durch die Abwertung des Rubels noch verstärkt wurde. Hauptgründe für den neuen Einbruch der Börse sind der wieder fallende Ölpreis. Dazu belasten nach wie vor die wegen der Ukraine-Krise verhängten Sanktionen die russische Wirtschaft.

Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg

(Foto: Imago)
Platz 21: US-Dollar
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Vor allem am Devisenmarkt zeigt sich, dass die Euphorie um US-Präsident Trump verflogen ist. Die Hoffnungen schwinden, dass er seine angekündigten Steuersenkungs- und Investitionsprogramme zügig durchgesetzt bekommt. Auch die Politaffären rund um FBI und Russland lassen den Dollar schwächeln. Und das nicht nur zum Euro, sondern zu den meisten wichtigen Währungen. Der Euro dagegen legte zu vielen Währungen zu. Die Folge: Aus 100.000 zu Jahresbeginn in den Dollar investierten Euro sind in den ersten sechs Monaten des Jahres nur noch 81.200 Euro geworden, ein Minus von über sieben Prozent.

Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg

(Foto: Imago)
Platz 20: Aktien Brasilien
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Mit vielen Vorschusslorbeeren war Brasiliens Präsident Michel Temer Ende 2015 ins Amt gestartet. Doch im März kam heraus, dass auch Temer in den seit Jahren schwelenden landesweiten Bestechungsskandal rund um die Konzerne Petrobras (Öl- und Gas), Odebrecht (Bau- und Chemie) sowie JBS (Fleisch) verwickelt ist. Das ernüchterte die Investoren. In Real gerechnet legte der Ibovespa-Index zwar knapp drei Prozent zu, aber der Real wertete deutlich ab. Von 100.000 in den Ibovespa investierten Euro verloren Anleger somit in diesem Jahr 5.595 Euro auf 94.050 Euro.

Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten

(Foto: Imago)
Platz 19: US-Staatsanleihen
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Für Dollar-Anleger haben sich US-Staatsanleihen besser entwickelt als erwartet. Obwohl die US-Notenbank Fed den Leitzins in diesem Jahr bereits zweimal auf ein Band von jetzt 1,00 bis 1,25 Prozent erhöht hat, stiegen die Kurse von US-Staatsanleihen mit langer Laufzeit. Das liegt vor allem an den gesunkenen Inflationserwartungen. Quer über alle Laufzeiten erzielten Anleger im ersten Halbjahr mit US-Staatsanleihen so einen Gesamtertrag aus Zinseinnahmen und Kursveränderungen von immerhin gut zwei Prozent. Der Verlust des Dollars zum Euro zehrte diesen Gewinn aber für Euro-Anleger mehr als auf. Aus 100.000 in US-Staatsanleihen investierten Euro bleiben so nur 94.970 Euro übrig.

Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg

(Foto: frei)

Selbst wenn es positive Neuigkeiten von der Konjunkturseite geben sollte, warnt Markus Reinwand, Aktienexperte von der Helaba, vor Kursverlusten – wegen eines Börsenmusters. Dabei hat er nicht unmittelbar den September im Blick, sondern weist auf ein anderes Phänomen hin: „Die Historie hat gezeigt: Siebener-Jahre haben es in sich, insbesondere die Herbstmonate!“

Differenziert man das Saisonmuster am Aktienmarkt nach Jahresendziffer – also 1897, 1907, 1917 und so weiter – ergeben sich laut Reinwand sehr unterschiedliche Verläufe. In den Nuller-Jahren sei die Kursentwicklung mager gewesen, die Fünfer-Jahre seien dagegen positiv gewesen. In den Siebenern habe der US-Index Dow Jones bis August deutlich zugelegt und im Herbst dann spürbar verloren. Sollte das Muster auch dieses Mal gelten, liegen schwierige Börsenmonate vor uns.

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