Dax Ausblick Wann kommt die große Korrektur?

In der vergangenen Woche musste der Dax kräftige Verluste hinnehmen. Nur eine kurze Verschnaufpause oder der Vorgeschmack auf eine Kurskorrektur an den überhitzten Märkten? Womit Anleger nächste Woche rechnen müssen.
Kommentieren
Die letzten Kursverluste machen Anleger misstrauisch: Kommt bald eine kräftige Kurskorrektur? Quelle: Getty Images
Blick in de Abgrund?

Die letzten Kursverluste machen Anleger misstrauisch: Kommt bald eine kräftige Kurskorrektur?

(Foto: Getty Images)

Wie der Börsenboom an den deutschen Anlegern vorbeizieht, zeigt die Statistik der Bundesbank. Im vergangenen Jahr stieg das Geldvermögen der Deutschen um 209 Milliarden Euro auf den Rekordwert von 5,072 Billionen Euro. Allein im letzten Quartal des Jahres 2014 stieg das Vermögen um 69 Milliarden Euro.

Aber nur eine Minderheit profitiert auch von Kursgewinnen an den Börsen. Zwar machen die Bewertungsgewinne bei Aktien 28,5 Milliarden Euro aus. Nach Angaben des Deutschen Aktieninstituts hatten 2014 aber nur noch 8,4 Millionen Menschen in Deutschland - oder rund 13 Prozent der Bevölkerung - Geld in Aktien oder Aktienfonds angelegt.

Hier lagern die Deutschen ihr Vermögen
So wohlhabend wie nie
1 von 9

Die Deutschen werden immer wohlhabender – das geht aus der Statistik der Bundesbank hervor. Ihr zufolge hat das Geldvermögen der privaten Haushalte im letzten Quartal 2014 gegenüber dem Vorquartal um gut 69 Milliarden Euro oder 1,4 Prozent zugenommen. Auf das gesamte Jahr gerechnet legte es um 4,3 Prozent zu auf mehr als fünf Billionen Euro.

Bewertungsgewinne lassen Vermögen steigen
2 von 9

Für den Anstieg verantwortlich sind vor allem Bewertungsgewinne. Zu ihnen zählen zum Beispiel die Gewinne aus Wertsteigerungen von Immobilien sowie die Kursgewinne aus Aktien und Anleihen. Diese Bewertungsgewinne betrugen im letzten Quartal 2014 28,5 Milliarden Euro und machten damit beinahe die Hälfte des gesamten Vermögenszuwachses aus.

Bloß kein Risiko
3 von 9

Dabei bleiben die Deutschen offenbar trotz Niedrigzinsen und Anlagenotstand risikoarme Anleger- Der Trend hin zu liquiden und risikoarmen Anlagen – wie zum Beispiel Tagesgeld – setzt sich ungebrochen fort.

Konto statt Depot
4 von 9

Die transaktionsbedingte Geldvermögensbildung der privaten Haushalte belief sich im letzten Quartal 2014 auf gut 40,5 Milliarden Euro. Mit rund 34,5 Milliarden Euro wurde der Großteil der Mittel in Bankeinlagen, einschließlich Bargeld, investiert. Das heißt: Der Großteil des Geldvermögens landete auf dem Konto – nicht etwa im Depot.

Kaum einer mag das Sparbuch
5 von 9

Dagegen scheint das Sparbuch kaum noch Fans zu haben. Termin- und Spareinlagen (einschließlich Sparbriefe) wurden kaum dotiert. Die im Umfeld niedriger Zinsen bereits seit Längerem zu beobachtende Präferenz der privaten Haushalte für hochliquide Anlageformen war damit auch im Berichtsquartal deutlich ausgeprägt.

Versicherungen bleiben beliebt
6 von 9

Ebenfalls von Bedeutung für die Geldvermögensbildung der privaten Haushalte sind die Ansprüche gegenüber Versicherungen und Rententrägern. Sie wurden netto um 19 Milliarden Euro aufgestockt. Dabei ist die Garantieverzinsung bei den Policen gering. Dass die Anleger offenbar dennoch bereit sind, dorthin zu investieren, deute auf eine ausgeprägte Risikoscheu hin, schreiben die Experten der Bundesbank.

Wenn Wertpapiere, dann in Form von Fonds
7 von 9

Für die Angst vor dem Risiko spricht auch ihr weiterhin verhaltenes Engagement auf den Kapitalmärkten: Zwar investierten die Kleinanleger mehr als zuvor in Wertpapiere. Doch deren Bedeutung für die Geldvermögensbildung blieb, verglichen mit den übrigen Anlageformen, aber gering. Am liebsten kauften die Anleger Anteile an Investmentfonds, darunter Misch- und Rentenfonds. Insgesamt wurden netto 6,5 Milliarden Euro in Fonds angelegt.

Hohe Zuflüsse können hingegen Bankkonten vorweisen. 34,5 Milliarden Euro flossen in schwach verzinste Bankeinlagen - und zwar fast ausschließlich auf besonders schnell abrufbare Einlagen wie Tagesgeld einschließlich Bargeld.

19 Milliarden Euro landeten bei Versicherungen und Pensionskassen. „Vor dem Hintergrund der mehrfach gesunkenen Garantieverzinsung dieser Anlageform, die typischerweise als risikoarm gilt, deutet die fortgesetzte Präferenz für diese Anlageform, zusammen mit der Bedeutung der Bankeinlagen in der Geldvermögensbildung, auf eine weiterhin hohe Risikoaversion der privaten Haushalte hin“, erklären die Analysten der Bundesbank.

Einerseits erscheint diese Risikoscheu angesichts des monatelangen Aufschwungs an den Börsen als übertrieben. Seit Jahresanfang betrug das Plus beim Dax rund 22 Prozent.

Andererseits könnte die Vorsicht vor dem Hintergrund der Höchststände aktuell auch berechtigt sein. Denn der kurzfristige Blick auf die vergangene Woche zeigt ein Minus von 5,6 Prozent. Damit verbuchte er den größten Verlust innerhalb einer Woche seit Anfang November 2011. Allein am Freitag fiel der Dax um 2,6 Prozent auf 11.688 Punkte.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Warnung vor dem „Grexit“
Seite 123Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Dax Ausblick - Wann kommt die große Korrektur?

0 Kommentare zu "Dax Ausblick: Wann kommt die große Korrektur? "

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%