Dax-Ausblick Wird 2013 das Jahr der Aktie?

Anleger sind positiv gestimmt und der Markt hat hohe Erwartungen an das Jahr 2013. Die Gefahr der Enttäuschung ist deshalb groß. Analysten sehen den Dax im nächsten Jahr über 8.000 Punkten und bleiben optimistisch.
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Händler an der Frankfurter Börse. Ein schwieriges Börsenjahr geht zu Ende. Quelle: Reuters

Händler an der Frankfurter Börse. Ein schwieriges Börsenjahr geht zu Ende.

(Foto: Reuters)

Die neue Handelswoche ist die letzte Fünf-Tage-Börsenwoche in diesem Jahr. Nachdem der Dax in diesem Jahr fast 30 Prozent zugelegt hat, wird sich in den kommenden Woche wohl nicht mehr viel tun. Viele Anleger dürften ihre Bücher schon geschlossen haben. Bereits in den vergangenen Tagen hielten sich die Bewegungen am Aktienmarkt in Grenzen, der Dax legte vergangene Woche um rund ein Prozent zu.

Mit der Entwicklung der Aktienmärkte in diesem Jahr können Anleger zufrieden sein - trotz aller Widrigkeiten wie der nicht enden wollenden Euro-Schuldenkrise, der Schieflage Griechenlands und dem US-Haushaltsstreit. „Das ist der versöhnliche Ausklang eines schwierigen Jahres“, resümiert Tobias Basse, Marktanalyst bei der NordLB.

Da der Dax zuletzt so gut gelaufen sei, bestünde in den kommenden Wochen und Monaten aber die Gefahr von Kursverlusten. „Der Markt hat hohe Erwartungen an das Jahr 2013“, fügt er hinzu. „Es könnte einen kleinen Rücksetzer geben, weil die Anleger so positiv gestimmt sind. Da besteht die Gefahr einer Enttäuschung.“

„Fiskalklippe“ wird wahrscheinlicher

Ein Belastungsfaktor sei der noch immer ungelöste Haushaltsstreit in den USA. Sollten sich Republikaner und Demokraten dort nicht einigen können, drohen automatische Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen, die die USA in eine Rezession stürzen können.

„Es wird immer wahrscheinlicher, dass in den USA die massiven Steueranhebungen und Ausgabenkürzungen Anfang 2013 tatsächlich in Kraft treten.“, schreiben die Analysten der Commerzbank in ihrer Wochenstudie. Zwar würden sich die konjunkturellen Auswirkungen wohl in Grenzen halten, die US-Haushaltsprobleme seien damit aber noch nicht überstanden.

Für Unsicherheit sorgt nach Ansicht von Basse (NordLB) auch die weiter angespannte finanzielle Lage in Spanien und Italien. Seien diese Probleme geklärt, könne es auch noch einmal nach oben gehen, prognostizierte Basse.

Prognose: Dax wird acht Prozent zulegen

Von Reuters befragte Analysten sehen den Dax Ende des Jahres bei 8.200 Punkten. Zum jetzigen Stand von rund 7.600 Punkten wäre das ein Aufschlag von knapp acht Prozent. „In unserem optimistischen Ausblick für 2013 gehen wir jedoch davon aus, dass die Dax-Bullen noch nicht müde sind, da vor allem monetäre Indikatoren weltweit positive Signale senden“, prognostiziert Aktienstratege Andreas Hürkamp von der Commerzbank.

2013 - Das Jahr der Aktie?

Die Zentralbanken werden 2013 weiter Staatsanleihen kaufen. „Durch diese erneute Ausweitung der Zentralbankengeldmenge steigen längerfristig die Inflationsgefahren deutlich. Insbesondere die Gefahr eines massiven Preisauftriebes bei Vermögensklassen wie Immobilien, Kunstgegenständen, Aktien oder Rohstoffe ist hier zu nennen.“, schreiben die Analysten der DZ Bank in ihrem Wochenausblick. Doch sie sehen 2013 nicht unbedingt als das Jahr der Aktie an. „Wir sehen aber heute keinen Grund, warum es speziell an den Aktienmärkten ausgerechnet im Jahr 2013 zu einem solchen Preisauftrieb kommen sollte.“

Der Dax glänzt im Index-Universum
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12 Kommentare zu "Dax-Ausblick: Wird 2013 das Jahr der Aktie?"

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  • Im Handelsblatt schreiben viele kluge Autoren viele kluge Artikel. Bei den meisten Kommentatoren dieses Artikels kann man diese Klugheit leider nicht finden.

  • Eine besorgniserregende Überschrift! Am 28. Dezember 2007 titelte ZEIT-Online:
    2008 – das Jahr der Aktie?
    Die Banken sehen rosige Zeiten für die Börse voraus. Vor allem in Deutschland wird mit deutlichen Kursgewinnen gerechnet

  • Ich hoffe 2013 wird das Jahr des Qualitäts-Journalismus. Aber dieser Überschrift bezweifle ich das.

  • NEIN; denn 2013 kommt das Jahr allgemeiner Ernüchterung für Alle.

  • -Nomen est omen- @maserati. Frustriert? Nichtsdestotrotz. Träum weiter.

    Mich hingegen treibt eher die Langeweile, als dass ich auch nur ansatzweise über meinen Lebensunterhalt nachdenken müsste.

  • Alan Greenspan: "Der Euro wird kommen, aber er wird keinen Bestand haben."

    Joseph Stiglitz, Nobelpreisträger: "Die Staaten der Eurozone sind nicht in der Lage, die Staatsschuldenkrise wirklich zu lösen, was auch immer sie beschließen."

    John Mann, Labour-Abgeordneter: "Investmentbanking, das 2008 den Crash am Finanzmarkt verursacht hat, bleibt bis in den Kern verrottet: zu viel Gier, zu viel Risiko und kriminelles Potenzial."

  • Wird 2013 das HB sich eines noch schmierigeren Journalismus bedienen, um das Niveau noch weiter unter die Grasnarbe zu drücken?

  • 2013 wird es nicht mehr geben. Bereitet Euch vor:

    http://www.youtube.com/watch?v=5SQupLBZCTo


    http://www.youtube.com/watch?v=MlWIXg5O0Sk


    http://www.youtube.com/watch?v=YFZDLyJftJA

    http://www.youtube.com/watch?v=X2HGN7SWyKE


  • Sie selbst sind offenbar noch nicht einmal beim Lebensunterhalt angekommen.

  • Wenn wir die Aktienkultur nicht hätten, würden viele, die ausschließlich damit versucht sind ihren 'Lebensunterhalt' zu verdienen, wohl auch Stempeln gehen müssen.

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