Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Dax-Schlussbericht Frankfurt US-Daten verderben Anlegern die Stimmung

Bereits den zweiten Tag in Folge haben vor allem schwache US-Konjunkturdaten den Deutschen Aktienindex ins Minus getrieben. Nach frühen Gewinnen bis auf 6 360 Punkte verlor der Dax bis zum Handelsschluss 1,08 Prozent auf 6 241,13 Zähler - zeitweise rutschte er bis auf 6 195 Punkte ab.
Der freitägliche Kurseinbruch am deutschen Aktienmarkt führte auch zu einem heftigen Ansprung der Volatilitäten.

Der freitägliche Kurseinbruch am deutschen Aktienmarkt führte auch zu einem heftigen Ansprung der Volatilitäten.

HB FRANKFURT. Im Wochenvergleich büßte der Dax damit rund 170 Punkte ein. Der MDax mittelgroßer Werte hielt sich unterdessen mit 0,32 Prozent auf 8 808,33 Punkte im Plus. Für den TecDax ging es um 0,54 Prozent auf 693,42 Zähler nach unten.

“Es ist das Gleiche wie gestern“, stöhnte ein Händler am späten Freitagnachmittag. Nach Unterschreiten des Wochentiefs im Dax-Futures seien automatische Verkaufsaufträge im Terminmarkt ausgelöst worden. Dadurch gab der Dax zeitweise um mehr als 100 Punkte nach. Der Leitindex verliere prozentual mehr als selbst die US-Börse Nasdaq, fügte der Händler hinzu. Am Terminmarkt verdoppelte sich der Tagesumsatz seit Veröffentlichung des ISM. In rund 45 Minuten seien 65 000 Dax-Kontrakte „durchgejagt“ worden. Zudem würden Verkäufe von Handelssystemen belasten, die bei steigendem Euro automatisch auf sinkende Dax-Kurse spekulierten.

Der Kurseinbruch am deutschen Aktienmarkt führte auch zu einem heftigen Ansprung der Volatilitäten. Der VDax überrannte infolgedessen sowohl die 16%- als auch die 17%-Marke und stand am späten Nachmittag bei 17,3%. Dies implizierte einen möglichen Dax-Fall am Montag bis auf 6 174 Punkte.

Aktueller Hintergrund: Der US-Einkaufsmanagerindex, einer der wichtigsten Indikatoren an den Finanzmärkten, fiel im November unter 50 Punkte, was tendenziell auf eine Abschwächung der Konjunktur in der weltgrößten Volkswirtschaft hindeutet. Eine baldige Zinssenkung durch die US-Notenbank (Fed) werde damit wahrscheinlicher, sagten Händler. Entsprechend gab der Dollar weiter nach. Der Euro stieg entsprechend auf mehr als 1,33 Dollar. Anleger am Rentenmarkt reagierten gelassen auf die schwachen Daten aus Übersee.

„Wir sehen eine Gegenbewegung auf die Verluste von gestern“, erläuterte ein Händler. Ein kräftig anziehender Ölpreis, ein steigender Euro-Kurs sowie schwache US-Konjunkturdaten hatten den Dax am Donnerstag 0,86 Prozent tiefer schließen lassen. Nach Einschätzung von Börsianern sollten die stark vom Export abhängigen deutschen Unternehmen einen Eurokurs bis 1,40 Dollar verkraften können.

Finance Briefing
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
Serviceangebote