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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Alphabet und Facebook unter Druck – Nasdaq verliert 1,6 Prozent

Die Aktien von Tech-Konzernen haben am Montag die Börse belastet. Bei den US-Anlegern machen sich zudem Rezessionsängste breit. Sie fliehen in sichere Häfen wie Staatsanleihen.
Update: 03.06.2019 - 23:35 Uhr Kommentieren
US-Anleger machen sich Sorgen um den Handel. Quelle: AFP
Händler an der Wall Street

US-Anleger machen sich Sorgen um den Handel.

(Foto: AFP)

New YorkAn der Wall Street waren am Montag die Kursverluste von Facebook und der Google-Mutter Alphabet das bestimmende Thema. Die Aktien der Tech-Riesen belasteten die Märkte, nachdem berichtet worden war, dass ihnen ein Kartellverfahren droht.

Das US-Justizministerium will Alphabet einem Zeitungsbericht zufolge wegen möglicher Verstöße gegen Wettbewerbsregeln überprüfen. Dabei sollten Googles Praktiken bei der Internet-Suchmaschine und andere Geschäfte unter die Lupe genommen werden, berichtete das „Wall Street Journal“. Bei Facebook werde die US-Branchenaufsicht FTC überprüfen, ob die Geschäftspraktiken den Wettbewerb auf dem digitalen Markt beeinträchtigt, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Für zusätzliche Verunsicherung sorgten die Handelsstreitigkeiten der USA mit China und Mexiko. „Die Investoren werden sich Sorgen über den Handel machen, bis es eine Lösung gibt, besonders bei Mexiko“, sagte Rick Meckler, Partner bei der Vermögensverwaltung Cherry Lane Investments.

Die Regierung in Peking warnte Einheimische nun vor einem Studium an US-Universitäten. Im Handelsstreit will China hart bleiben. Zudem kündigte Peking Ermittlungen gegen Fedex an, weil der US-Paketdienst Lieferungen des chinesischen Netzwerk-Ausrüsters Huawei umgeleitet haben soll.

Bei Anlegern machten sich Rezessionsängste breit. Sie nahmen Kurs auf „sichere Häfen“. Das drückte die Renditen der Staatsanleihen und weckte Erwartungen, dass die US-Notenbank Fed ihre Zinsen senken könnte.

Schlechte Nachrichten kamen auch aus der US-Industrie, die ihr Wachstumstempo überraschend gedrosselt hat. Der Einkaufsmanager-Index sank im Mai auf 52,1 Punkte von 52,8 Zählern im Vormonat, wie aus einer am Montag veröffentlichten Firmenumfrage des Institute for Supply Management (ISM) hervorgeht. Dies ist der niedrigste Wert seit Oktober 2016.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem leichten Anstieg auf 53,0 Zähler gerechnet. Das Barometer zeigt bei Werten jenseits von 50 Punkten Wachstum an.

Die wichtigsten Indizes im Überblick

Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor bis zum Handelsschluss 1,6 Prozent auf 7333 Punkte. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss kaum verändert auf 24.819 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gab 0,3 Prozent nach auf 2744 Zähler.

Einzelwerte im Fokus

Alphabet: Die Aktien der Google-Mutter notierten 6,1 Prozent schwächer. Das US-Justizministerium bereitet Insidern zufolge Ermittlungen wegen des Verstoßes gegen Kartellvorschriften gegen den Internetkonzern vor.

Facebook: Die Papiere des weltweit größten sozialen Netzwerks verloren 7,5 Prozent. Die US-Branchenaufsicht FTC hat einem Zeitungsbericht zufolge die Voraussetzungen geschaffen, um das Verhalten des weltgrößten sozialen Netzwerks im Wettbewerb zu untersuchen. Das „Wall Street Journal“ berichtete, der Schritt hänge mit den geplanten Kartellermittlungen des US-Justizministeriums gegen Google zusammen.

Boeing: Die Papiere von des Airbus-Rivalen verloren 0,8 Prozent. Boeing muss auf Anordnung der Flugaufsicht FAA bei Maschinen des Typs 737 fehlerhafte Bauteile austauschen. Boeing ist zudem der wichtigste US-Exporteur nach China.

Fedex: Die Aktien des US-Paketdienstes fielen zeitweise um 2,3 Prozent, holten einen Teil der Verluste aber später wieder auf und schlossen 1,3 Prozent im Minus.

Cypress: Gefragt waren die Anteilsscheine von Cypress mit einem Kursplus von rund 24 Prozent. Der Chiphersteller Infineon will den US-Rivalen für neun Milliarden Euro übernehmen und so das Wachstumsgeschäft mit selbstfahrenden Autos ausbauen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,03 Milliarden Aktien den Besitzer. 2342 Werte legten zu, 1254 gaben nach und 255 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,53 Milliarden Aktien 1629 im Plus, 1474 im Minus und 177 unverändert.

Die US-Kreditmärkte waren als sicherer Hafen gefragt und legten zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 19/32 auf 102-22/32. Die Rendite sank auf 2,0745 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 31/32 auf 107-1/32 und rentierte mit 2,5383 Prozent.

Mehr: Die US-Kommunikations-Aufsicht darf Wettbewerbsverstöße von Facebook prüfen. Das Justizministerium ermittelt gegen einen weiteren Tech-Riesen.

  • rtr
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