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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Boeing vermiest Anlegern die Stimmung – Dow schließt im Minus

Fachleute erwarten einen Rückgang der Gewinne der 500 führenden US-Firmen. Besonders Flugzeughersteller Boeing muss hohe Verluste hinnehmen.
Update: 08.04.2019 - 22:42 Uhr Kommentieren
Händler an der New Yorker Börse. Quelle: AP
Wall Street

Händler an der New Yorker Börse.

(Foto: AP)

New YorkDie Aussicht auf schrumpfende Unternehmensgewinne hat die US-Aktienmärkte am Montag belastet. Zusätzlich drückte das Börsenschwergewicht Boeing auf die Stimmung in New York. Die US-Börsen schlossen letztlich uneinheitlich.

Die wichtigsten Indizes im Überblick

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab 0,3 Prozent auf 26.341 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P-500 gewann knapp 0,1 Prozent auf 2895 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte um 0,2 Prozent auf 7955 Punkte zu.

Einzelwerte im Fokus

Unter den Einzelwerten standen wieder die Aktien von Boeing unter Druck. Wie die „South China Morning Post“ berichtete, hat auch die China Aircraft Leasing (CALC) nach zwei Abstürzen einer 737 Max und diversen Flugverboten Bestellungen für das Unglücksmodell ausgesetzt. Zudem fährt nun der Flugzeugbauer die Produktion dieser Baureihe herunter. Die monatliche Fertigungsrate soll ab Mitte April um fast ein Fünftel auf 42 Maschinen gedrosselt werden.

Analyst Ronald Epstein von der US-Investmentbank Bank of America (BofA) nahm dies zum Anlass für ein neues Basisszenario. Er kürzte seine Schätzungen und stufte die Boeing-Papiere von „buy“ auf „neutral“ ab. Am Dow-Ende verloren die Aktien 4,44 Prozent auf 374,52 Dollar. Vor dem zweiten Absturz einer 737 Max vor gut einem Monat hatten sie noch deutlich über 400 Dollar notiert.

Umstufungen durch Analysten bewegten auch die Aktien von General Electric (GE), Snap und Symantec. So verpasste ein weiterer pessimistischer Kommentar der US-Bank JP Morgan GE einen neuen Dämpfer. Viele Investoren würden die Risiken und Herausforderungen unterschätzen und die kleinen positiven Aspekte zu hoch bewerten, urteilte Analyst Stephen Tusa über den Industriekonzern. Er senkte sein Kursziel von 6 auf 5 US-Dollar und stufte die Papiere auf „underweight“ ab. GE-Aktien rutschten um 5,19 Prozent auf 9,49 Dollar ab.

Die Aktien der Techfirmen Snap und Symantec indes legten kräftig um 3,63 beziehungsweise 5,44 Prozent zu. Das kanadische Analystenhaus RBC hatte Snap auf „outperform“ gehoben. Goldman Sachs hob den Daumen für Symantec und votiert nun mit „buy“. Im Geschäftsjahr 2019/20 dürfte der Spezialist für Sicherheitssoftware in nahezu allen wichtigen Aspekten Verbesserungen zeigen, schrieb Goldman-Analystin Gabriela Borges in einer aktuellen Studie. Zudem sei die Bewertung der Papiere alles andere als ambitioniert.

Versum Materials rückten um 1,13 Prozent auf 51,78 Dollar vor, während die Anteile von Entegris ihr zunächst moderates Minus in ein stärkeres Plus von 2,06 Prozent wandelten. Der Darmstädter Merck-Konzern hatte sein Übernahmeangebot für Versum von 48 Dollar je Aktie auf nun 53 Dollar in bar aufgestockt, um den US-Halbleiterzulieferer zu übernehmen.

Dies veranlasste das Versum-Management nun zum Umschwenken: Nach Gesprächen mit Rechtsberatern wurde entschieden, dass die Merck-Offerte dem konkurrierenden Angebot des US-Spezialchemiekonzerns Entegris überlegen sei, hieß es. Nun soll der Fusionsvertrag mit Entegris gekündigt werden. Entegris gab sich am Montag zunächst zurückhaltend. Derzeit habe man nicht die Absicht, das Gebot für Versum anzuheben, teilte das Unternehmen mit.

So lief es in Europa

In Europa hielt der Brexit die Anleger in seinen Bann. Viele Investoren gingen auf Nummer sicher und nahmen Gewinne mit. Die Hoffnung auf eine baldige Lösung im Zollstreit zwischen den USA und China verhindere aber größere Verluste, sagte Neil Wilson, Chefanalyst des Onlinebrokers Markets.com. Dax und Euro Stoxx 50 verloren jeweils etwa 0,4 Prozent auf 11.963,40 und 3434,79 Punkte.

Der Euro-Kurs zeigte sich im New Yorker Handel mit zuletzt 1,1261 US-Dollar stabil. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1246 (Freitag: 1,1233) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8892 (0,8902) Euro gekostet.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 780 Millionen Aktien den Besitzer. 1942 Werte legten zu, 1754 gaben nach und 316 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von etwa 2,04 Milliarden Aktien 1426 im Plus, 1647 im Minus und 174 unverändert.

An den US-Kreditmärkten gaben die zehnjährigen Staatsanleihen 07/32 auf 100-28/32 nach. Die Rendite stieg auf 2,524 Prozent. Der 30-jährige Bond verlor 12/32 auf 101-13/32 und rentierte mit 2,928 Prozent.

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  • dpa
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