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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Dow Jones schließt kaum verändert – Neue Rekorde für S&P 500 und Nasdaq

Der stärkste Anstieg der US-Häuserpreise seit 15 Jahren gibt den Aktien von Eigenheimbauern Auftrieb. Auch Finanzwerte sind an der Wall Street gefragt.
29.06.2021 - 22:39 Uhr Kommentieren
Blick in den Handelssaal der New York Stock Exchange. Quelle: dpa
Händler an der Börse New York

Blick in den Handelssaal der New York Stock Exchange.

(Foto: dpa)

Frankfurt An den US-Börsen ist der Rekordlauf am Dienstag mit kleinen Schritten weiter gegangen. Der Dow Jones Industrial hinkt allerdings weiter hinterher. Seine frühen Gewinne verpufften zudem und so ging er letztlich mit plus 0,03 Prozent auf 34.292 Punkte fast unverändert aus dem Tag.

Der marktbreite S&P 500 schloss ebenfalls mit plus 0,03 Prozent und stieg damit auf 4291 Punkte. Im frühen Handel war es ihm erstmals in seiner Geschichte gelungen, die Marke von 4300 Punkten zu überwinden. Ebenso stockten die vor allem mit Technologie-Aktien gespickten Nasdaq-Börsen ihre Rekorde auf und konnten sie dann auch halten. Der Auswahlindex Nasdaq 100 rückte letztlich um 0,33 Prozent auf 14.572 Punkte vor.

Die Konjunkturdaten bewegten die Indizes jedoch kaum. Der Immobilienmarkt verzeichnet weiter starke Preiszuwächse. Zudem hellte sich die Stimmung der US-Verbraucher überraschend deutlich auf und stieg wieder auf den Stand kurz vor der Corona-Krise. „Doch auch wenn die Erholung der Stimmungslage beeindruckend ist, spiegelt sich das nur teilweise auch im Ausgabeverhalten der Konsumenten wider“, gab Marktanalyst Michael Hewson von CMC Markets zu bedenken und erinnerte an die im Mai gesunkenen Einzelhandelsumsätze.

Unternehmensseitig stand vor allem der Bankensektor im Fokus. Die führenden Wall-Street-Banken wollen nach bestandenem Stresstest mehr Geld an die Aktionäre ausschütten. Morgan Stanley etwa will die Quartalsdividende auf 70 US-Cent verdoppeln und bis zu zwölf Milliarden Dollar für Aktienrückkäufe verwenden. Die Papiere legten im S&P 100 als Spitzenwert um 3,4 Prozent zu, während das Papier der Citigroup am Index-Ende 2,6 Prozent einbüßte. Diese Bank will ihre bisherigen Pläne vorerst nicht ändern.

Die Dow-Mitglieder Goldman Sachs und JPMorgan indes wollen wie Morgan Stanley oder auch die Bank of America (BofA) ihre Dividende anheben, was der Goldman-Aktie ein Plus von 1,1 Prozent einbrachte. Die Gewinne der JPMorgan-Aktie lösten sich bis Handelsschluss indes in Luft auf, am Ende stand ein Minus von 0,1 Prozent zu Buche. Die Aktien der BofA sanken um 1,6 Prozent.

In den Fokus rückten zudem die Anteile von Moderna, die auf ein Rekordhoch sprangen und schließlich ein Plus von 5,2 Prozent einfuhren. Sie profitierten davon, dass nun auch Indien den Corona-Impfstoff des US-Biotechunternehmens zugelassen hat. Zudem regt der Moderna-Impfstoff nach Unternehmensangaben auch eine Immunantwort gegen die zuerst in Indien aufgetretene Corona-Variante Delta (B.1.617.2) an.

Der Euro pendelte im US-Handelsverlauf um die Marke von 1,19 US-Dollar und kostete zum Börsenschluss an der Wall Street dann 1,1900 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am Nachmittag im Frankfurt auf 1,1888 (Montag: 1,1910) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8412 (0,8396) Euro. Am US-Rentenmarkt legte der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) um geringe 0,02 Prozent auf 132,27 Punkte zu. Die Rendite zehnjähriger Anleihen sank auf 1,476 Prozent.

US-Häuserpreise ziehen an

Der stärkste Anstieg der US-Häuserpreise seit 15 Jahren gibt Eigenheimbauern Auftrieb. Die Aktien von Pulte Group, D.R. Horton, Toll Brothers, KB Home und Lennar steigen um bis zu 2,5 Prozent. Der voraussichtlich dauerhafte Trend zum Homeoffice schüre die Nachfrage nach Einfamilienhäusern außerhalb der Ballungsräume, sagt James Knightley, Chef-Volkswirt der ING Bank.

Zwei Tage vor einem Treffen der großen Erdöl-Exportländer hielt sich der Preis für die US-Sorte WTI mit 72,87 Dollar je Barrel (159 Liter) in Reichweite seines jüngsten Drei-Jahres-Hochs. Anleger nutzten Rücksetzer umgehend zum Einstieg, sagte Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com. „Das Marktumfeld bleibt solide und das Angebot knapp.“ Experten gehen davon aus, dass die „Opec Plus“ ihre Förderbremse trotz der anziehenden Nachfrage nur moderat lockern wird.

Aktien von Goldförderern und Facebook geben nach

Gold warfen Investoren dagegen aus ihren Depots. Das oft als Inflationsschutz genutzte Edelmetall verbilligte sich um ein knappes Prozent auf 1762 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). Anleger werteten die jüngsten Aussagen einiger Fed-Banker als Zeichen dafür, dass die US-Zinsen früher als erwartet steigen werden, sagte Analyst Ricardo Evangelista vom Brokerhaus Activtrades.

Vor diesem Hintergrund fielen die Aktien von Goldförderern wie in den USA notierten Aktien von Anglogold Ashanti, Barrick, Gold Fields, Harmony und Newmont um bis zu 0,8 Prozent.

Nach dem juristischen Sieg von Facebook über die US-Kartellbehörde FTC, die das Online-Netzwerk zum Verkauf des Messenger-Dienstes WhatsApp und der Bild- und Video-Plattform Instagram zwingen wollte, machen einige Anleger Kasse. Die Aktie verlor 1,05 Prozent, blieb mit 351,89 Dollar aber auf Tuchfühlung mit ihrem jüngsten Rekordhoch.

Allerdings musste Facebook den exklusiven Club der US-Firmen mit einem Börsenwert von mehr als einer Billion Dollar zunächst wieder verlassen. Die Marktkapitalisierung fiel auf knapp 996 Milliarden Dollar.

Dingdong springt bei Börsendebüt 19 Prozent in die Höhe

Der vom japanischen Tech-Investor Softbank mitfinanzierte Lebensmittel-Lieferdienst Dingdong aus China hat bei seinem US-Börsendebüt deutlich zugelegt. Damit kam das Unternehmen, das zuvor seinen Sprung auf das Handelsparkett kräftig abgespeckt hatte, auf eine Marktbewertung von 6,6 Milliarden Dollar.

Der Aktienkurs startete bei 28 Dollar je Hinterlegungsschein (ADS), nachdem die Papiere zu 23,50 Dollar ausgegeben worden waren. Das entspricht einem Kurssprung von 19 Prozent. Dingdong hatte mit seinem deutlich verkleinerten Börsengang gut 95 Millionen Dollar eingenommen. Ursprünglich waren bis zu 357 Millionen Dollar angestrebt. Lieferdienste haben in der Coronakrise an Bedeutung gewonnen, entsprechend hart ist der Wettbewerb.

Aktie von Marin Software steigt zeitweise um fast 90 Prozent

Bei den Nebenwerten stieß die Aktie des Unternehmens Marin Software am Dienstag in die Spitzengruppe der größten Kursgewinner an der Wall Street vor. Die Papiere des Spezialisten für Online-Marketing stiegen zeitweise um knapp 90 Prozent, nachdem sie ihren Kurs am Montag bereits verdoppelt hatten.

Binnen einer Woche hat sich der Wert damit mehr als versiebenfacht. Marin gehört zur Gruppe der sogenannten „Meme“ -Aktien. Darunter verstehen Börsianer Werte, bei denen sich Kleinanleger in einschlägigen Internet-Foren gegenseitig zum Kauf ermuntern. Das bekannteste Beispiel ist der US-Videospielehändler Gamestop.

Mehr: Anleger positionieren sich für einen ruhigen Sommer – Crash ist unwahrscheinlich.

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