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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Einzelhandelsdaten drücken Stimmung an der Wall Street

Unerwartet schwache Konjunkturdaten haben am Donnerstag die Stimmung an der Wall Street nach unten gezogen. Coco-Cola gehört zu den Verlierern des Tages.
Update: 14.02.2019 - 22:41 Uhr Kommentieren
Das „Fearless Girl“ vor der New Yorker Börse. Quelle: AFP
Wall Street

Das „Fearless Girl“ vor der New Yorker Börse.

(Foto: AFP)

New YorkUnerwartet schwache Konjunkturdaten aus den USA haben Anlegern am Donnerstag die Lust auf Aktien verdorben. Die für die USA wichtige Einzelhandelsbranche verzeichnete im Dezember die größten Umsatzeinbußen seit mehr als neun Jahren. Das schürte bei Investoren die Furcht vor einer Konjunkturabkühlung in der größten Volkswirtschaft der Welt, für die der private Konsum eine bedeutende Rolle spielt.

Die Einnahmen der US-Einzelhändler fielen 1,2 Prozent geringer aus als im Vormonat, wie das Handelsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Das kommt überraschend, hatten Ökonomen doch mit einem leichten Anstieg von 0,2 Prozent gerechnet. Die Verbraucher gaben beispielsweise weniger Geld in Restaurants aus, ebenso für Bekleidung und Möbel. „Im Hinblick auf das Wirtschaftswachstum des vierten Quartals trübt sich die Erwartung ein“, sagte Analyst Patrick Boldt von der Helaba.

Positive Signale gab es dagegen im Zollstreit. Laut einem Medienbericht könnte US-Präsident Donald Trump die bislang für den 1. März geplante Verschärfung der US-Strafzölle auf chinesische Waren um 60 Tage verschieben, um Zeit für eine Einigung zu gewinnen. Die Verhandlungen zwischen den USA und China befinden sich derzeit in einer wichtigen Phase. Chinas Präsident Xi Jinping wird am Freitag dazu stoßen.

Relativ unbeeindruckt zeigten sich die Börsen von der Ankündigung, dass US-Präsident Donald Trump den Nationalen Notstand ausrufen will. Zudem wolle der Präsident den Haushaltskompromiss unterschreiben, sagte eine Regierungssprecherin. Mit dem Notstand kann der Präsident staatliche Mittel frei machen, die er für den von ihm gewünschten Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko braucht.

Die Oppositionellen Demokraten lehnen die Mauer ab und hatten im Haushaltsentwurf Mittel dafür verweigert. Mit dem Unterzeichnen des Haushaltsentwurfs kann Trump eine neuerliche Schließung von Bundesbehörden verhindern.

Die wichtigsten Indizes

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab 0,4 Prozent auf 25.439 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,3 Prozent auf 2745 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich dagegen um 0,1 Prozent auf 7426 Punkte.

Einzelwerte im Überblick

Bei den Einzelwerten nahmen Anleger Reißaus bei Coca-Cola. Die Aktien verloren mehr als acht Prozent. Der US-Getränkekonzern kämpft mit höheren Kosten und einer schwächeren Nachfrage und stellte für 2019 deutlich geringere Erträge in Aussicht als von Analysten erwartet.

Die Aktien des Uhrenherstellers Fossil ließen mehr als drei Prozent Federn. Der Konzern setzte im vierten Quartal deutlich weniger um als im Jahr zuvor, vor allem in Europa lief das Geschäft nach Angaben des Unternehmens schlecht. Auch im ersten Quartal 2019 sei keine Trendwende erkennbar, warnte der Vorstand.

Cisco-Aktien legten zugleich an der Spitze des US-Leitindex um 1,9 Prozent zu. Der Internet-Ausrüster rechnet im laufenden Quartal mit einem Umsatzanstieg um 4 bis 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Angesichts zunehmender konjunktureller Sorgen schlage sich Cisco erstaunlich gut, kommentierte JPMorgan-Analyst Samik Chatterjee die Aussagen.

Im S&P 100 gingen die Papiere von AIG nach vorgelegten Zahlen auf Talfahrt und büßten 9,0 Prozent ein. Naturkatastrophen hatten das abgelaufene Quartal belastet und dem Versicherer einen Verlust eingebrockt.

Die Aktien des Kosmetikherstellers Avon Products und des Aromen- und Duftstoffe-Produzenten IFF büßten nach der Vorlage ihrer Quartalsberichte ebenfalls deutlich ein. Avon verloren 11 Prozent und IFF knapp 9 Prozent.

So lief der Handel in Europa

In Frankfurt schloss der Dax 0,7 Prozent schwächer bei 11.089 Punkten, nachdem er über weite Strecken des Tages im Plus notiert hatte. Der EuroStoxx50 gab 0,6 Prozent nach auf 3182 Zähler.

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  • rtr
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