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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Exporteinbruch in China drückt die US-Börsen ins Minus

Aus Furcht vor einer Konjunkturabkühlung ziehen sich Anleger aus dem US-Aktienmarkt zurück. Für eine positive Überraschung sorgten die Quartalszahlen von Citigroup.
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Die chinesische Konjunktur wächst nicht mehr so stark wie gewohnt. Quelle: Bloomberg
Börsenhändler in New York

Die chinesische Konjunktur wächst nicht mehr so stark wie gewohnt.

(Foto: Bloomberg)

New YorkSchwache chinesische Handelsdaten haben auch den US-Aktienmärkten zum Wochenauftakt zu schaffen gemacht. „Sowohl Importe als auch Exporte enttäuschten die Erwartungen und schürten Angst vor einer Verlangsamung des weltweiten Wachstums“, sagte Norbert Rücker, Chef-Analyst der Privatbank Julius Bär. Die chinesischen Exporte schrumpften im Dezember überraschend um 4,4 Prozent und damit so stark wie zuletzt vor zwei Jahren. Die Importe gingen sogar um 7,6 Prozent zurück.

„Diese Daten beweisen, welch starken negativen Effekt der Handelsstreit auf die chinesische und vielleicht auch die Weltwirtschaft hat“, sagte Stephen Innes, Chef-Händler für den asiatisch-pazifischen Raum beim Broker Oanda. Für Analystin Helen Lau vom Broker Argonaut machten die schwachen Konjunkturdaten allerdings eine baldige Einigung im Zollstreit zwischen den USA und China wahrscheinlicher.

Die wichtigsten Indizes im Überblick

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,4 Prozent tiefer auf 23.909 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,5 Prozent auf 2582 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 0,9 Prozent auf 6905 Punkte.

So lief der Handel in Europa

Dax und Euro Stoxx 50 gingen am Montag jeweils etwa ein halbes Prozent tiefer auf 10.856 beziehungsweise 3053 Punkten aus dem Handel.

Einzelwerte im Überblick

Anleger zogen sich aus Firmen mit einem starken China-Geschäft wie dem Chiphersteller Micron zurück, dessen Titel sich um 3,7 Prozent verbilligten.

Citigroup-Aktien schlossen dagegen fast vier Prozent im Plus, nachdem sie noch mit einem Minus von knapp zwei Prozent gestartet waren. Anleger freuten sich über den überraschend hohen Quartalsgewinn. Außerdem machten Äußerungen über anziehende Handelsgeschäfte zum Auftakt des aktuellen Quartals Anlegern Mut. Im frühen Geschäft hatte das schwächelnde Anleihe-Geschäft der Bank die Märkte enttäuscht.

„Die Messlatte für die Banken liegt relativ niedrig“

Eine milliardenschwere Übernahmeofferte bescherte Gannett den größten Kurssprung der Firmengeschichte. Die Aktien des Herausgebers der Zeitung „USA Today“ stiegen um gut 21 Prozent auf 11,82 Dollar. Das Verlagshaus MNG bietet nach eigenen Angaben zwölf Dollar je Gannett-Aktie oder insgesamt 1,36 Milliarden Dollar. Gannett kündigte eine Prüfung des Angebots an.

Die verheerenden Waldbrände in Kalifornien treiben den größten US-Energieversorger PG&E in die Pleite. Das Management beschloss die Ablösung von Konzernchefin Geisha Williams und kündigte einen Antrag auf Gläubigerschutz für Ende Januar an. Im November hatten Waldbrände die Kleinstadt Paradise im Norden Kaliforniens völlig zerstört, dabei starben mindestens 86 Menschen.

Opfer der Katastrophe werfen PG&E fahrlässiges Verhalten vor und fordern Schadenersatz. Auf das Unternehmen könnten im Zusammenhang mit den Bränden 2017 und 2018 nach eigenen Angaben Kosten von bis zu 30 Milliarden Dollar zukommen. Die PG&E-Aktie brach 52 Prozent ein.

Gute Nachrichten kamen von Lululemon Athletica: Die auf Fitnessbekleidung spezialisierte Kette hatte den Gewinn- und Umsatzausblick für das vierte Geschäftsquartal angehoben. Die Anteilsscheine zogen um fast sechs Prozent an.

  • rtr
  • dpa
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