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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 EZB-Chef Draghi drückt die Stimmung an der Wall Street

Der Chef der europäischen Zentralbank hat den Anlegern an den US-Börsen die Laune verdorben. Die Kurse rutschten ins Minus.
Update: 08.03.2019 - 02:03 Uhr Kommentieren
Die Worte des EZB-Chefs kamen an den US-Börsen nicht gut an. Quelle: AP
Wall Street

Die Worte des EZB-Chefs kamen an den US-Börsen nicht gut an.

(Foto: AP)

New YorkEZB-Chef Mario Draghi hat Börsianer am Donnerstag mit düsteren Aussichten für die Konjunktur in der Euro-Zone vergrault. Sein Auftritt drückte nach den Börsen in Europa auch die Wall Street ins Minus.

Der Chef der europäischen Notenbank hatte nicht nur eine deutliche Abschwächung des Wirtschaftswachstums angekündigt, sondern auch die Zinswende auf mindestens 2020 verschoben. Zudem beschloss die EZB Geldspritzen für die Banken.

„Die EZB ist der Ansicht, dass der Wirtschaft mit billigeren Krediten unter die Arme gegriffen werden muss. Das passiert nur, wenn es Probleme gibt, wenn das Wirtschaftswachstum sich verlangsamt“, sagte Chef-Marktanalyst von Spartan Capital Securities, Peter Cardillo. Möglicherweise müsse auch die US-Notenbank Fed länger still halten als sie derzeit anpeilt.

Die wichtigsten Indizes im Überblick

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Minus von 0,8 Prozent auf 25.471 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 büßte ebenfalls 0,8 Prozent ein und stand zum Schluss bei 2748 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 1,1 Prozent auf 7241 Stellen nach.

Der Dax hatte zuvor 0,6 Prozent tiefer bei 11.517 Punkten geschlossen, der EuroStoxx50 ebenfalls gut ein halbes Prozent auf 3306 Zähler verloren. Der Euro sackte um 0,9 Prozent auf 1,1204 Dollar - den tiefsten Stand seit Juni 2017.

Einzelwerte im Überblick

Vor allem Banktitel standen auf den Verkaufslisten der Investoren. Die Aktien von Bank of America, JPMorgan Chase, Morgan Stanley und Citigroup verloren jeweils rund ein Prozent an Wert.

Auch die Papiere von Kroger standen mit einem Abschlag von zehn Prozent im Fokus. Die Supermarktkette verdiente im vergangenen Quartal wegen höherer Investitionen deutlich weniger als Analysten erwartet hatten. Die Erträge gingen um zehn Prozent auf gut 28 Milliarden Dollar zurück. Das war ebenfalls weniger als von Experten vorhergesagt.

Aufwärts ging es dagegen für die Telekom-Tochter T-Mobile US und ihren Wunschfusionspartner Sprint. Die US-Telekommunikationsaufsicht FCC verlängerte ihre Entscheidungsfrist über den geplanten 26 Milliarden Dollar schweren Zusammenschluss, was T-Mobile US als positives Zeichen großer Gründlichkeit wertete. T-Mobile-US-Papiere legten 0,8 Prozent zu, Sprint-Aktien fast ein Prozent.

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