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Wall Street
(Foto: AFP)

Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Fed verschreckt Anleger – Dow und S&P mit höchstem Tagesverlust seit Ende Mai

Fed-Chef Powell hat die Laune an den US-Börsen am Mittwoch getrübt. Bei den Einzelwerten konnte vor allem Apple zulegen, die Titel von AMD brachen hingegen ein.
Update: 31.07.2019 - 22:56 Uhr Kommentieren

New York Die US-Notenbank Fed hat mit ihrer ersten Leitzins-Senkung seit über zehn Jahren Anleger verschreckt. Fed-Chef Jerome Powell trübte die Laune vor allem dadurch, dass er Hoffnungen auf weitere Zinssenkungen dämpfte, nachdem die Notenbank am Mittwoch den geldpolitischen Schlüsselsatz um einen Viertelpunkt auf die neue Spanne von 2,0 bis 2,25 Prozent senkte.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor bis zum Börsenschluss 1,2 Prozent und kam auf 26.864 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 gab 1,1 Prozent auf 2980 Zähler nach. Beide Indizes verzeichneten damit ihren höchsten Tagesverlust seit dem 31. Mai. Der S&P-500 war zwischenzeitlich sogar 1,6 Prozent im Minus. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte 1,2 Prozent auf 8175 Stellen ein.

Einzelwerte im Fokus

Bei den Unternehmen stand Apple im Rampenlicht. Die Aktie des iPhone-Herstellers stieg dank eines überraschend starken Quartalsergebnisses um zwei Prozent, zwischenzeitlich hatte sie bis zu sechs Prozent auf ein Neun-Monats-Hoch von 221,37 Dollar zugelegt. Ermutigend sei das Wachstum im Dienstleistungsgeschäft wie Apple Music oder Apple Pay, schrieb Analyst Tom Forte vom Research-Haus D.A. Davidson. Außerdem könnte die Einführung des neuen Mobilfunk-Standards 5G den Smartphone-Absatz 2020 wieder ankurbeln.

Die Titel von AMD brachen dagegen um 11,1 Prozent ein. Wegen eines schwächelnden Geschäfts mit Spielekonsolen blieb der Chip-Hersteller mit seinem Quartalsausblick hinter den Erwartungen zurück. Er sei dennoch zuversichtlich, dass AMD dank neuer Produkte seinen Marktanteil ausbauen und die Gewinnmargen steigern werde, schrieb Analyst Matthew Ramsay vom Vermögensverwalter Cowen. Im Sog des AMD-Kursrutsches verloren die Papiere der Rivalen Intel und Micron bis zu 5,4 Prozent.

Dass Amgen nach einem überraschend guten zweiten Quartal die Jahresziele nach oben revidierte, bescherte dem Biotechkonzern ein Kursplus von fast sechs Prozent. Papiere von General Electric (GE) verloren nach heftigen Kursausschlägen am Ende unterdurchschnittliche 0,67 Prozent. Der Industriekonzern war im vergangenen Quartal wieder in die roten Zahlen gerutscht, hob aber dennoch die Jahresziele an.

Spotify-Titel hielten sich nach Quartalszahlen mit letztlich minus 0,17 Prozent ebenfalls recht ordentlich. Der Musikstreaming-Marktführer habe mit Umsatz und Bruttomargen die Erwartungen übertroffen, bei der Gewinnung neuer Abo-Kunden aber verfehlt, schrieb Mark Mahaney vom Analysehaus RBC.

Mehr: Warum der Boom der Aktienrückkäufe eine Gefahr für die Börse ist

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