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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Firmenbilanzen treiben US-Börsen an – Dow Jones schließt im Plus

Der Mangel an Alternativen und die Furcht, etwas zu verpassen, treibt Anleger in Aktien. Daher nutzen sie jeden Rücksetzer, um einzusteigen.
21.07.2021 Update: 21.07.2021 - 22:58 Uhr Kommentieren
Blick in den Handelssaal der New York Stock Exchange. Quelle: dpa
Händler an der Börse New York

Blick in den Handelssaal der New York Stock Exchange.

(Foto: dpa)

Frankfurt, New York Ermutigende Firmenbilanzen locken Anleger an die Wall Street. Der US-Standardwerteindex Dow Jones schloss am Mittwoch 0,8 Prozent höher auf 34.798 Punkten. Der technologielastige Nasdaq rückte 0,9 Prozent auf 14.631 Punkte vor. Der breit gefasste S&P 500 legte 0,8 Prozent auf 4358 Punkte zu.

„Jeder weiß, dass die Zahlen für das zweite Quartal die größten Zuwächse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bringen“, sagte Portfoliomanager Tom Martin vom Vermögensverwalter Globalt. Der Mangel an Alternativen und die Furcht, etwas zu verpassen, treibe Anleger in Aktien. Daher nutzten sie jeden Rücksetzer, um einzusteigen. Dem Datenanbieter Refinitiv zufolge erwarten Analysten für die Unternehmen im S&P 500 im Schnitt einen Gewinnanstieg um fast 73 Prozent, nach einem Plus von 54 Prozent zum Jahresauftakt.

Die Furcht vor Rückschlägen bei der wirtschaftlichen Erholung durch das Wiederaufflammen der Pandemie ließ Börsianer aber nicht los. Man dürfe die Risiken allerdings nicht überbewerten, warnte Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses AvaTrade. Viele spekulativ orientierte Anleger hätten die Angst vor der Delta-Variante des Coronavirus genutzt, um die Kurse zu drücken und sich anschließend solide Werte günstiger wieder zu sichern.

Ölpreis und Bitcoin ziehen wieder an

Unterdessen nahmen Investoren den jüngsten Preisrutsch bei Rohöl zum Anlass für einen Wiedereinstieg. Die US-Sorte WTI verteuerte sich um 4,4 Prozent auf 70,16 Dollar je Barrel (159 Liter). Zuvor hätten die Sorgen um die Delta-Variante die Kurse gedrückt, sagte Analyst Ricardo Evangelista vom Brokerhaus ActivTrades.

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    Auch bei den Kryptowährungen nutzten Schnäppchenjäger die Gunst der Stunde und hievten den Bitcoin-Kurs um zeitweise rund neun Prozent auf mehr als 32.000 Dollar. Sie sollten sich allerdings nicht in Sicherheit wiegen, warnte Analyst Timo Emden von Emden Research. „Die Abwärtsrisiken, bestehend aus Regulierungssorgen und der fragilen Stimmung an den Aktienmärkten, könnten Investoren einen Strich durch die Rechnung machen.“

    Im Windschatten der Bitcoin-Gewinne griffen Investoren auch bei Werten aus dem Kryptowährungssektor und Unternehmen zu, die sich mit der Bitcoin & Co zugrundeliegenden Blockchain-Technologie befassen. So stiegen die Papiere von Coinbase, Riot, Marathon, Overstock und Silvergate um bis zu knapp 13 Prozent. Die Titel der Softwarefirma MicroStrategy, die Milliarden in Bitcoin investiert hat, rückten rund elf Prozent vor.

    Blick auf die Einzelwerte

    Coca-Cola: Die Aktien des Brauseherstellers stiegen zeitweise um gut drei Prozent auf 57,56 Dollar – den höchsten Stand seit dem Börsen-Crash vom März 2020. Das Unternehmen habe mit seinem Quartalsergebnis die hohen Erwartungen übertroffen, schrieb Analyst Kevin Grundy von der Investmentbank Jefferies. Gleiches gelte die die angehobenen Gesamtjahresziele.

    Verizon: Der Mobilfunker überraschte mit seinen Quartalsergebnissen ebenfalls positiv. Verizon-Aktie legte daraufhin in der Spitze gut ein Prozent zu. Das Unternehmen verdanke sein kräftiges Kundenwachstum seinem Angebot von schnellen Internet-Zugängen nach dem 5G-Standard, sagte Analyst Jeff Fieldhack vom Research-Haus Counterpoint.

    Netflix: Investoren reagierten enttäuscht auf das Kundenwachstum bei Netflix. Die Online-Videothek leide nicht nur an einer Übersättigung in ihren Hauptmärkten, sondern auch an wachsendem Wettbewerb in wachstumsstarken Regionen, sagte Analyst Neil Macker vom Research-Haus Morningstar. Zudem bezweifele er, dass die geplante Ausweitung des Geschäfts auf Videospiele das schwächelnde Kundenwachstum aufhalten könne. „Wir sehen diese Bemühungen bestenfalls als Ablenkung vom Kerngeschäft.“ Im Videospiele-Geschäft hätten sich schon andere Konzerne mit großen Budgets schwer getan. Netflix-Aktien fielen um bis zu vier Prozent.

    Wall-Street-Experte Koch: „Die Berichtssaison ist und bleibt überwiegend fantastisch“

    JP Morgan: Die US-Bank bindet ihren Chef Jamie Dimon mit einem umfangreichen Aktienpaket an sich. Dimon erhält 1,5 Millionen langlaufende Aktienoptionen, deren Wert an die Entwicklung der Bank geknüpft ist. Mit dieser Zusatzvergütung wolle der Aufsichtsrat sicherstellen, dass Dimon noch viele weitere Jahre Vorstandschef des Geldhauses bleibe. Die Aktie reagierte auf die Nachricht mit einem Plus von gut zwei Prozent. Dimon steht seit 2005 an der Spitze der größten amerikanischen Bank, die regelmäßig Milliardengewinne erwirtschaftet. Die Aktienoptionen können von Dimon frühestens in fünf Jahren eingelöst werden.

    Johnson & Johnson: Die Aktien legten 0,6 Prozent nach. Dabei übertraf das Unternehmen die Quartalsprognosen übertraf und hob seine Gewinnerwartung an. Johnson & Johnson meldete einen bereinigten Quartalsgewinn von 2,48 Dollar pro Aktie und übertraf damit die Konsensschätzung von 2,27 Dollar. Der Umsatz lag ebenfalls über den Prognosen.

    Harley-Davidson: Der Motorradhersteller meldete einen Quartalsgewinn von 1,33 US-Dollar pro Aktie und lag damit 16 Cents über den Schätzungen. Allerdings blieb der Umsatz hinter den Prognosen der Analysten zurück. Der höhere Gewinn kam durch den Verkauf margenstärkerer Produkte wie Touren- und Cruiser-Bikes zustande. Die Aktie gab dennoch 7,1 Prozent nach.

    United Airlines: Die Aktien kletterten um 3,8 Prozent, nachdem die Fluggesellschaft mit einem Quartalsverlust von 3,91 Dollar pro Aktie die Schätzungen übertraf. Auch der Umsatz von United Airlines lag über den Prognosen und vervierfachte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. United Airlines erwartet, dass sich der Umsatz im laufenden Quartal im Vergleich zum dritten Quartal 2019 vor der Pandemie verbessern wird.

    Chipotle: Ein optimistischer Ausblick hievte Chipotle auf ein Rekordhoch. Die Aktien der auch in Deutschland aktiven Schnellrestaurant-Kette stiegen um gut elf Prozent auf 1753,39 Dollar. Das auf mexikanische Gerichte spezialisierte Unternehmen stellt für das laufende Quartal im unteren bis mittleren zweistelligen Prozentbereich in Aussicht. Analysten hatten bislang im Schnitt mit 9,7 Prozent gerechnet.

    Mehr: Die versteckten Kosten der Neobroker

    • rtr
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