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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 G20-Treffen und Iran-Konflikt belasten Wall Street – US-Börsen schließen im Minus

Anleger zeigten sich an der New Yorker Wall Street angesichts des bevorstehenden Treffens zwischen Trump und Xi nervös. Auch der Iran-Konflikt sorgt für Unsicherheit.
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Ein angekündigter Mega-Deal in der Pharmabranche beschäftigt die Anleger. Quelle: Reuters
Händler an der Börse New York

Ein angekündigter Mega-Deal in der Pharmabranche beschäftigt die Anleger.

(Foto: Reuters)

New York Das nahende Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping hat auch die Anleger an den New Yorker Börsen nervös gemacht. Eine mit Spannung erwartete Rede von US-Notenbankchef Jerome Powell konnte die Börsianer auch nicht aus ihrer Lethargie reißen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,7 Prozent tiefer auf 26.548 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,9 Prozent auf 2917 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 1,5 Prozent auf 7884 Punkte.

Powell will sich bei der Entscheidung über eine mögliche Zinssenkung nicht vom Weißen Haus reinreden lassen. Seine Kollegen und er seien darauf fokussiert, den Zins auf das richtige Niveau zu setzen, betonte er. Mit Blick auf die anhaltenden Attacken von US-Präsident Donald Trump auf den Kurs der Notenbank fügte er hinzu: „Die Fed ist immun gegen kurzfristigen politischen Druck – das wird oft als unsere Unabhängigkeit bezeichnet.“

In den vergangenen sechs bis acht Wochen hätten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bedeutend verändert. Die Schlüsselfrage sei nun, ob die Unsicherheit auch weiterhin auf dem Ausblick laste, sagte Powell und hielt damit die Tür für eine Zins-Senkung weiter offen. Der Fed-Präsident von S. Louis, James Bullard, sagte in einem Interview mit Bloomberg, dass eine Zinssenkung in Höhe von 50 Basispunkten im Juli „übertrieben“ wäre. In Frankfurt ging der Dax 0,4 Prozent tiefer auf 12.228 Punkten aus dem Handel. Der EuroStoxx50 notierte 0,3 Prozent im Minus bei 3444 Zählern.

Die Erwartungen an die Handelsgespräche zwischen Trump und Xi Ende der Woche im Rahmen des Gipfels der Staats- und Regierungschefs der 20 größten Industriestaaten und Schwellenländer (G20) seien gering, sagte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader. „Zu einem Deal wird es am Wochenende nicht kommen. Immerhin besteht aber die Hoffnung auf einen Waffenstillstand und die Rückkehr an den Verhandlungstisch.“

Kopfschmerzen bereiteten Investoren außerdem die wachsenden Spannungen zwischen den USA und Iran. Tom O'Sullivan, Gründer der Beratungsfirma Mathyos, kritisierte die US-Sanktionen gegen führende Persönlichkeiten Irans. „Dies macht Gespräche oder Verhandlungen zur Überwindung der Krise praktisch unmöglich.“

Einzelwerte im Fokus

Allergan und AbbVie: Die New Yorker Börsen standen auch unter dem Eindruck einer milliardenschweren Übernahme. Die Papiere von Allergan sprangen mehr als 25 Prozent in die Höhe auf 162,4 Dollar. Die Pharmafirma AbbVie bietet Eignern des Botox-Herstellers 188,24 Dollar je Aktie in bar und eigenen Papieren. Das Gesamtvolumen der Transaktion beläuft sich auf 63 Milliarden Dollar. Der Deal soll im ersten kompletten Geschäftsjahr den Reingewinn um zehn Prozent steigern. AbbVie-Titel brachen dagegen rund 16 Prozent ein.

Zuletzt hatte Anfang dieses Jahres Bristol-Myers Squibb die Übernahme von Celgene für 74 Milliarden Dollar angekündigt – dies wäre der größte je in der Branche getätigte Zukauf. Allergan ist vor allem für seine Produkte im Bereich medizinische Ästhetik bekannt und auf dem Gebiet Weltmarktführer.

Der US-Pharmariese Pfizer hatte 2016 versucht, Allergan für 160 Milliarden Dollar zu übernehmen, war damit aber gescheitert. Seitdem hat sich der Börsenwert von Allergan nahezu halbiert und das Unternehmen war in das Visier aktivistischer Investoren geraten.

Fedex: Der Logistikkonzern Fedex hat nach Konflikten um die Zustellung von Huawei-Paketen die US-Regierung verklagt. Das Unternehmen lehnt es ab, vom Handelsministerium gegen chinesische Firmen verhängte Sanktionen durchzusetzen. Es sei „eine unmögliche Last“, Millionen von täglichen Lieferungen im Netzwerk auf Herkunft und Inhalt zu prüfen, begründete Fedex in der Nacht auf Dienstag die bei einem Bundesbezirksgericht in Washington DC eingereichte Klage.

Das US-Handelsministerium erklärte auf Nachfrage, die Klage noch nicht geprüft zu haben. Zuvor hatte es Spannungen zwischen Fedex und dem chinesischen Telekom-Riesen Huawei gegeben. Chinas Behörden ermitteln seit Mai gegen Fedex, weil das Unternehmen mehrere Pakete von Huawei in die USA umgeleitet hatte. Fedex entschuldigte sich und sagte, die Pakete seien versehentlich fehlgeleitet worden.

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hatte Huawei im Handelsstreit mit China im Mai auf eine schwarze Liste von Unternehmen gesetzt, deren Geschäftsbeziehungen zu US-Partnern strengen Kontrollen unterliegen. An der Börse geriet Fedex zuletzt wegen befürchteter Vergeltungsaktionen Chinas unter Druck.

Mehr: Die Konsolidierung in der Pharmabranche nimmt mit dem angekündigten Mega-Deal wieder Fahrt auf.

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