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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Handelsgespräche mit Peking geben der Wall Street Auftrieb

China und die USA nähern sich laut amerikanischer Regierungsvertreter einer Einigung im Handelsstreit. An der Wall Street kommt das gut an.
Update: 28.03.2019 - 21:42 Uhr Kommentieren
Händler warten auf eine Einigung im amerikanisch-chinesischen Handels- und Technologiestreit. Quelle: AFP
Wall Street

Händler warten auf eine Einigung im amerikanisch-chinesischen Handels- und Technologiestreit.

(Foto: AFP)

New YorkDie Hoffnung auf Fortschritte im US-Zollstreit mit China hat die New Yorker Börsen am Donnerstag gestützt. Nach Angaben amerikanischer Regierungsvertreter sind beide Seiten bei den Bemühungen um eine Lösung vorangekommen, unter anderem beim sensiblen Thema Technologietransfer. Im Vorfeld einer neuen Gesprächrunde in Peking sagte Finanzminister Steven Mnuchin, er und der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer freuten sich auf „produktive Treffen“.

Eine schnelle Lösung sei aber nicht in Sicht, sagte Stratege Rick Meckler vom Vermögensverwalter Cherry Lane. „Wir sind in einer Situation, in der die Anleger Konkretes haben wollen, anstatt nur vom Fortschritt zu reden.“

Die wichtigsten Indizes im Überblick

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,4 Prozent höher auf 25.717 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich ebenfalls um 0,4 Prozent auf 2815 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,3 Prozent auf 7669 Punkte.

Einzelwerte im Fokus

Bei den Einzelwerten deckten sich Anleger mit Aktien der Modekette Lululemon ein und schickten den Kurs um gut 14 Prozent in die Höhe. Der Sportmodenkonzern will ins Geschäft mit Yogabekleidung für Männer einsteigen und Analysten rechnen mit einem enormen Wachstum.

Die Titel von PVH legten knapp 15 Prozent zu, nachdem der Mutterkonzern der Modefirma Tommy Hilfiger mit seinen Geschäftszahlen die Erwartungen der Analysten übertroffen hatte.

Die Anteilsscheine von Nielsen brachen mehr als elf Prozent ein. Händler verwiesen auf einen Medienbericht, wonach der Finanzinvestor Blackstone aus einem Bietergefecht um die Rating-Firma ausgestiegen sei.

Die Aktien von Boeing gingen mit plus 0,1 Prozent fast unverändert aus dem Handel. Im Streit um illegale Subventionen für den Flugzeugbauer waren die USA vor der Welthandelsorganisation (WTO) in letzter Instanz unterlegen. Die US-Regierung habe nicht alle schon 2011 und 2012 als illegal eingestuften Begünstigungen für den Konzern wie verlangt zurückgenommen, urteilte das WTO-Berufungsgremium am Donnerstag.

Dem europäischen Boeing-Rivalen Airbus seien dadurch „bedeutende Verkäufe entgangen“. Die Höhe des Schadens habe man aber nicht feststellen können. Das Urteil macht den Weg für Vergeltungsmaßnahmen seitens der EU frei.

Sehr schwach gingen die Aktien von T-Mobile US (-4,3 Prozent) und Sprint (-6,1 Prozent) aus dem Handel. Der Chef der Deutschen Telekom, Timotheus Höttges, hatte mit Blick auf die geplante Übernahme des US-Wettbewerbers Sprint eine Entscheidung im zweiten Quartal in Aussicht gestellt.

Derzeit scheint allerdings die Sorge vorzuherrschen, dass der Zusammenschluss von den Wettbewerbsbehörden abgelehnt werden könnte. Zugleich zeigten sich Aktien aus dem Telekom-Sektor auch allgemein besonders schwach an diesem Tag: Verizon etwa waren mit Dow Schlusslicht mit minus 3 Prozent.

Die Anteile des Bremsenherstellers Wabco brachen um zehn Prozent ein. Nach Einschätzung des Analysehauses RBC enttäuscht der vom Autozulieferer ZF Friedrichshafen gebotene Preis. Die Investoren dürften mehr erwartet haben, hieß es. Gespräche zwischen den beiden Konzernen waren bereits Ende Februar publik geworden. Seither hatte die Aktie in der Spitze insgesamt ein Fünftel an Wert gewonnen.

So lief der Handel in Europa

Aus Furcht vor einem chaotischen Brexit und einer weltweiten Konjunktureintrübung waren Anleger in Frankfurt mit angezogener Handbremse unterwegs. Der Dax rettete ein Mini-Plus von 0,1 Prozent auf 11.428 Punkte in den Feierabend. Der EuroStoxx50 kam mit 3320 Zählern nicht vom Fleck.

„Das Warten an der Börse auf positive Impulse geht weiter“, sagte Marktexperte Jochen Stanzl vom Brokerhaus CMC Markets. „Die bestimmenden Themen auf dem Parkett bleiben die gleichen: Brexit, Handelsstreit und Konjunktursorgen.“

An der New York Stock Exchange wechselten rund 810 Millionen Aktien den Besitzer. 2434 Werte legten zu, 1250 gaben nach und 276 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,88 Milliarden Aktien 1984 im Plus, 1094 im Minus und 184 unverändert.

Die US-Kreditmärkte präsentierten sich uneinheitlich. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 2/32 auf 102-4/32. Die Rendite stieg auf 2,3805 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich dagegen um 10/32 auf 103-29/32 und rentierte mit 2,8060 Prozent.

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  • rtr
  • dpa
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