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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Handelshoffnungen geben Wall Street Auftrieb – Boeing-Aktie unter Druck

Die US-Börsen schließen nach positiven Signalen im Handelskonflikt mit Gewinnen. Die anhaltenden Probleme mit den 737-Max-Maschinen belasten die Boeing-Aktien.
Update: 21.10.2019 - 23:22 Uhr Kommentieren
Ein Händler auf dem Börsenparkett. Quelle: AFP
Wall Street

Ein Händler auf dem Börsenparkett.

(Foto: AFP)

New York Anzeichen für eine Entspannung im Handelskonflikt zwischen den USA und China haben die US-Börsen zu Wochenauftakt beflügelt. So hatte Chinas Chefunterhändler Liu He am Wochenende von „substanziellen Fortschritten“ gesprochen. Auch der Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump, Larry Kudlow, verbreitete Zuversicht zu den Verhandlungen zwischen den beiden weltweit führenden Volkswirtschaften. Ihm zufolge könnten die für Dezember geplanten Zollerhöhungen zurückgenommen werden, wenn die Gespräche weiterhin gut liefen, wie er dem Sender Fox Business Network sagte. Zurzeit arbeiten die beiden größten Volkswirtschaften der Welt an einem vorläufigen Handelsabkommen.

„Mit einem Nachlassen des US-chinesischen Handelskonflikts hat die Risikoneigung wieder zugenommen“, schrieb Analystin Sharon Bell von Goldman Sachs in einem Marktkommentar.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent höher auf 26.827 Punkten. Der technologielastige Nasdaq rückte 0,9 Prozent auf 8162 Punkte vor. Der breiter gefasste S&P 500 legte 0,7 Prozent auf 3006 Punkte zu.

Die Hoffnung auf einen guten Ausgang des Brexit-Dramas gab den europäischen Börsen Auftrieb. Der Dax legte 0,9 Prozent zu auf knapp 12.748 Zähler, der EuroStoxx50 gewann 0,6 Prozent auf 3600 Punkte.

Einzelwerte im Fokus

Bei den Einzelwerten standen die Aktien des Flugzeugbauers Boeing unter Druck. Sie gingen mit einem Minus von 3,8 Prozent aus dem Handel. Auf das Unternehmen kommen wegen der Probleme mit den 737-Max-Maschinen nach Einschätzung von Experten möglicherweise weitere Milliarden-Belastungen zu. Die Analysten von UBS und Credit Suisse stuften daher die Papiere herab. Am Freitag wurden interne Nachrichten zwischen zwei Boeing-Mitarbeitern bekannt, aus denen hervorgeht, dass es schon vor der Inbetriebnahme Probleme mit den Maschinen gab.

Während die Boeing-Anteile das Schlusslicht im Dow waren, gewannen an der Index-Spitze die Papiere der Bank JP Morgan 2,48 Prozent. Mit 123,77 Dollar hatten sie im Verlauf ebenso ein Rekordhoch erreicht wie die Apple-Aktien mit 240,99 Dollar. Analyst Christopher Caso von der US-Bank Raymond James hatte sein Kursziel für die Papiere des iPhone-Konzerns von 250 auf 280 Dollar angehoben. Dies ist unter den Analysten, die die Apple-Anteile beobachten, derzeit das höchste. Caso gab sich optimistisch mit Blick auf das neue iPhone 11. Aus dem Handel gingen die Apple-Papiere 1,73 Prozent höher.

Sparpläne ließen Anleger zu den Aktien des US-Ölausrüsters Halliburton greifen. Die Papiere legten 6,4 Prozent zu. Das Unternehmen kündigte an, angesichts eines schwächelnden Geschäfts mit Schieferöl seine Kosten in Nordamerika weiter zu drücken. Insgesamt sollen so 300 Millionen Dollar pro Jahr gespart werden. Halliburton reagiert damit auf einen unerwartet starken Umsatzrückgang im abgelaufenen Quartal.

Auf den Einkaufslisten der Börsianer standen auch die Anteilsscheine von Coty. Der kriselnde amerikanische Kosmetikkonzern will sich im Zuge seines Umbaus von Geschäftsaktivitäten trennen und so seine Kassen wieder füllen und Schulden abbauen. Der Vorstand teilte mit, Optionen für sein professionelles Beauty-Geschäft mit den Marken Wella und OPI zu prüfen wie auch für die brasilianischen Aktivitäten. Künftig sollen Duftstoffe, Kosmetik und Hautpflege das Kerngeschäft bilden. Die Coty-Aktien sprangen mehr als 13 Prozent in die Höhe.

Der Euro gab etwas nach und notierte nach US-Börsenschluss bei 1,1148 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1173 (Freitag: 1,1144) US-Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,8950 (0,8973) Euro gekostet. Richtungweisende US-Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren verloren 13/32 Punkte auf 98 13/32 Punkte. Die Rendite betrug 1,801 Prozent.

Mehr: Deutsche Biotechfirmen sind immer stärker auf US-Investoren angewiesen

  • rtr
  • dpa
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