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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Handelskonflikt lastet weiter auf Wall Street – Chipbranche unter Druck

Experten schätzen die Aussichten auf eine baldige Lösung im US-chinesischen Handelsstreit als gering ein. Der Konflikt belastet auch die Chipbranche.
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Haben die Gefahren an der Wallstreet zugenommen?

New York In den USA haben sich Anleger aus Furcht vor einer Verhärtung des Handelsstreits zwischen den Regierungen in Washington und Peking am Mittwoch zurückgehalten. Die Sorgen wurden allerdings gedämpft durch kaum veränderte Inflation, die Hoffnungen auf eine Zinssenkung anfachten. Die US-Börsen schlossen schwächer.

Knapp drei Wochen vor dem erwarteten Treffen von US-Präsident Donald Trump und seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping sind die Aussichten auf einen Durchbruch im Handelsstreit gering. „Die Atmosphäre ist vergiftet“, sagte ein hochrangiger westlicher Diplomat aus Peking. Beide Länder haben sich mit Strafzöllen überzogen.

Bis zum G20-Gipfel im japanischen Osaka Ende Juni, bei dem das Treffen von Trump und Xi geplant ist, dürfte die Börse relativ impulslos in ihrem Seitwärtstrend verharren, sagte Jochen Stanzl, Chefanalyst beim Online-Broker CMC Markets. „Vorausgesetzt in Washington und Peking bleibt es ruhig und frei von jeglicher Art von Provokation.“

Die Verbraucherpreise stiegen im Mai um 0,1 Prozent und entsprachen damit den Erwartungen der von Reuters befragten Wirtschaftswissenschaftlern. Der Verbraucherpreis-Index CPI stieg ebenfalls um 0,1 Prozent. Die Zahlen würden Erwartungen befeuern, dass die Notenbank FED den Leitzins senken könnte, sagte der Experte Robert Frick vom Navy Federal Credit Union.

Die wichtigsten Indizes im Überblick

Der Dow-Jones-Index fiel um 0,2 Prozent auf 26.005 Punkte. Der breiter gefasste S&P gab ebenfalls um 0,2 Prozent auf 2880 Stellen nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,4 Prozent auf 7793 Zähler.

Einzelwerte im Fokus

Banken-Werte, die üblicherweise von steigenden Zinsen profitieren, gaben nach. Unter Druck gerieten auch die Aktien von Chipherstellern und Halbleiterzulieferern, die einen großen Anteil ihres Umsatzes in China erwirtschaften. Die Aktien von Micron Technology gaben 5,4 Prozent nach, die Anteilsscheine von Applied Materials 5,1 Prozent.

Auch in Europa verging den Anlegern nach der jüngsten Kursrally die Kauflaune. Der Dax schloss 0,3 Prozent tiefer bei 12.115 Punkten, der EuroStoxx50 verlor 0,4 Prozent auf 3387 Punkte.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 710 Millionen Aktien den Besitzer. 1585 Werte legten zu, 1907 gaben nach und 258 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,94 Milliarden Aktien 1493 im Plus, 1593 im Minus und 169 unverändert.

Die zehnjährigen Papiere stiegen um 6/32 auf 102-9/32 Dollar und rentierten mit 2,12 Prozent. Die 30-jährigen Bonds stiegen um 1/32 auf 105-12/32 Dollar. Sie hatten eine Rendite von 2,61 Prozent.

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  • rtr
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