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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Handelsstreit drückt Stimmung der Anleger – Wall Street schließt im Minus

Die Furcht der Anleger vor einer Verschärfung des US-Handelsstreits mit China belastet die Kurse. Dem Dow droht der tiefste Stand seit Februar.
Update: 23.05.2019 - 22:52 Uhr Kommentieren
Händler warten auf eine Einigung im amerikanisch-chinesischen Handels- und Technologiestreit. Quelle: AFP
Wall Street

Händler warten auf eine Einigung im amerikanisch-chinesischen Handels- und Technologiestreit.

(Foto: AFP)

New YorkNew Yorker Anleger haben wegen des Handelsstreits zwischen China und den USA die Bremse gezogen. Besonders Aktien von Technologiefirmen wie Apple und Qualcomm kamen am Donnerstag unter die Räder. „Während es bei dem Konflikt bislang immer um höhere Warenzölle ging, sprechen wir jetzt über Geschäftsverbote für Unternehmen – und das kommt nicht gut an“, sagte Scott Brown, Chefvolkswirt beim Brokerhaus Raymond James. Die Regierung in Washington erwägt Sanktionen gegen die chinesische Videoüberwachungsfirma Hikvision, zusätzlich zu dem Vorgehen gegen den Telekomausrüster Huawei.

Investoren fürchten angesichts der neuen Sanktionsüberlegungen in Washington, dass der Handelsstreit der beiden weltgrößten Wirtschaftsmächte zu einer Art „Kaltem Krieg“ in der Technologiebranche werden könnte. „Es gilt: Helme auf und macht euch gefasst auf eine ganze Menge Volatilität in den nächsten Monaten“, sagte Tony Cousins vom Finanzhaus Pyrford International.

„Wir bewegen uns immer weiter weg von einem Handelsabkommen der USA mit China“, sagte Analyst David Mericle von Goldman Sachs. An dessen Stelle trete nun „ein Mix aus Zöllen und nichttarifären Maßnahmen“. China könnte auf die Sanktionen der USA mit neuen Zöllen kontern und US-Unternehmen in China das Leben schwer machen. „Die Lage eskaliert immer mehr“, fügte Mericle hinzu.

Investoren suchten ihr Heil stattdessen in als sicher geltenden Staatsanleihen: Zehnjährige US-Papiere stiegen auf den höchsten Stand seit Herbst 2017.

Die wichtigsten Indizes

Die US-Börsen sind mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Minus von 1,1 Prozent auf 25.490 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gab 1,2 Prozent auf 2822 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte 1,6 Prozent auf 7628 Stellen ein.

Einzelwerte im Überblick

Die Aktien des iPhone-Herstellers Apple, der einen Großteil seiner Erträge in China erwirtschaftet, schlossen 1,7 Prozent schwächer.

Wegen des sich zuspitzenden Handelskrieges zogen sich Investoren erneut aus dem Technologiesektor zurück. Im Dow zählte mit IBM ein Technologietitel zu den größten Verlierern mit einem Abschlag von 2,9 Prozent. An der Nasdaq gerieten die Kurse von Chip-Herstellern wie Nvidia, Qualcomm, Micron Technology, Broadcom und Applied Materials wieder unter Druck.

Erschwerend hinzu kam der immer schwächere Ölpreis: Ein Fass der US-Sorte WTI kostete am Donnerstag erstmals seit Ende März wieder weniger als 60 Dollar. Das drückte auf die Aktienkurse der Branche, deren Großkonzerne in den Leitindizes schwer gewichtet sind. Aktien von Chevron, Exxon Mobil und Conoco Phillips fielen um 2,2 bis 5,6 Prozent. Der S&P Energiesektor war mit minus 3,1 Prozent der mit Abstand größte Verlierer unter den Sektoren.

Papiere von L Brands - nicht zuletzt bekannt durch die Dessous-Marke „Victoria's Secrets“ - schossen hingegen nach starken Quartalszahlen und Jahreszielen um fast 13 Prozent nach oben. Analyst Michael Binetti von der Credit Suisse lobte vor allem das unter der Marke Bath & Body Works firmierende Geschäft mit Körperpflegeprodukten.

Beim Kosmetikhersteller Avon Products ist die brasilianische Natura Cosmeticos mit ihrem Kaufangebot zum Zuge gekommen. Das ließ Avon-Aktien um 3,2 Prozent zulegen, nachdem sie am Vortag bereits um fast zehn Prozent nach oben gesprungen waren. Inklusive Schulden beläuft sich das Volumen des Deals auf 3,7 Milliarden US-Dollar.

Aktien des Datenspeicher-Anbieters NetApp brachen nach einem enttäuschenden Gewinn im vierten Quartal um gut acht Prozent ein. Anteile von Best Buy büßten 4,8 Prozent ein, nachdem der Elektronikhändler vor steigenden Preisen gewarnt hatte in Folge von Zöllen auf Importe aus China.

Auf Talfahrt gingen am Donnerstag auch die Titel des Flugzeugherstellers Boeing und des Baumaschinenkonzerns Caterpillar. Die Firmen sind von der Weltwirtschaft besonders abhängig, da sie viel ins Ausland exportieren. Boeing lagen 0,6, Caterpillar rund ein Prozent im Minus.

Aus den Depots flogen auch die Aktien chinesischer Unternehmen, die an der Wall Street notiert sind: Die Titel des Amazon-Rivalen Alibaba gaben 1,8 Prozent nach. Die Papiere des Suchmaschinenbetreibers Baidu verloren 4,2 Prozent.

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  • rtr
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