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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Hoffnung auf baldige Einigung im Zollstreit stützt US-Börsen

Donald Trumps Äußerungen zum Handelsstreit stimmen die Wall Street optimistisch. Gewinner des Börsentages ist Geldautomaten-Hersteller Diebold Nixdorf.
Update: 13.02.2019 - 23:03 Uhr Kommentieren
Das „Fearless Girl“ vor der New Yorker Börse. Quelle: AFP
Wall Street

Das „Fearless Girl“ vor der New Yorker Börse.

(Foto: AFP)

New YorkHoffnungen auf eine baldige Einigung im Zollstreit mit China haben die US-Börsen am Mittwoch gestützt. Optimistisch stimme Investoren die Äußerung von US-Präsident Donald Trump, er denke über eine Verschiebung der Frist für die Ausweitung der Strafzölle auf chinesische Importe nach, schrieb Craig Erlam, Marktanalyst des Brokerhauses Oanda. Trump sagte später zu Journalisten, dass die Gespräche zwischen USA und China zur Beilegung des Handelsstreits sehr gut liefen.

Zudem steht Trump im Streit um die Finanzierung einer Grenzmauer zu Mexiko nach US-Medienberichten vor dem Einlenken. Der Sender CNN berichtete unter Berufung auf Quellen aus dem Umfeld des Präsidenten, dieser wolle einen Kompromissvorschlag annehmen, den ein parteiübergreifend zusammengesetztes Verhandlungsteam am Montag erreicht hatte.

Demnach würde Trump für den Bau von Grenzbefestigungen mit 1,375 Milliarden US-Dollar deutlich weniger Geld bekommen als die von ihm geforderten 5,7 Milliarden Dollar.

Die wichtigsten Indizes

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg 0,5 Prozent auf 25.543 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 verbesserte sich um 0,3 Prozent auf 2753 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um 0,1 Prozent auf 7420 Punkte.

Einzelwerte im Fokus

Zu den größten Gewinnern an der Wall Street zählte Diebold Nixdorf mit einem Kursplus von mehr als 39 Prozent. Der Geldautomaten-Hersteller steigerte seinen Quartalsumsatz stärker als gedacht.

Die Titel von Groupon fielen dagegen um gut elf Prozent und steuerten auf den größten Tagesverlust seit knapp zwei Jahren zu. Der Quartalsumsatz des Schnäppchenportals ging im abgelaufenen Quartal auf 799,9 Millionen Dollar zurück. Außerdem blieb der Gewinn hinter der Markterwartung zurück.

Zudem machte die geplante Rückkehr von Levi Strauss an die Börse die Eigner konkurrierender Modefirmen nervös. Der Erfinder der Blue Jeans reichte den Angaben zufolge die dafür notwendigen Unterlagen bei der New Yorker Börse ein. Die Aktien von Abercrombie & Fitch und American Eagle verloren daraufhin bis zu 2,4 Prozent.

Spitzenreiter im Nasdaq 100 waren die Papiere von Activision Blizzard, die um fast sieben Prozent in die Höhe schnellten. Der Videospiele-Anbieter baut zwar Stellen in großem Stil ab, weil das Geschäft in diesem Jahr absehbar schwächer laufen soll. Die Firma will sich nun aber stärker auf lukrative Titel wie „Call of Duty“, „Candy Crush“, „Overwatch“ oder „Diablo“ konzentrieren.

Branchenbeobachter vermuten hinter dem erwarteten Erlösrückgang von Activision auch einen Effekt des populären Online-Spiels „Fortnite“ des Konkurrenten Epic Games. Erst Anfang Oktober hatten die Activision-Aktien bei über 84 Dollar ihr Rekordhoch markiert. Seitdem war es steil bergab gegangen - bis Montag hatte sich der Kurs mehr als halbiert und knapp unter 40 Dollar den tiefsten Stand seit zwei Jahren erreicht.

Um 16,51 Prozent schossen die Aktien von Avalara nach oben. Der Anbieter von Steuersoftware hatte im vergangenen Jahr seinen Umsatz überraschend stark gesteigert.

Die Anteilsscheine von Teva aber stürzten um fast 8 Prozent ab. Der Pharmakonzern hatte mit dem Gewinn im Schlussquartal 2018 ein wenig enttäuscht und war mit dem Ergebnisausblick auf das laufende Jahr weit hinter den Markterwartungen zurückgeblieben. Dass Unternehmenschef Kare Schultz 2019 bei der Geschäftsentwicklung mit der Talsohle rechnet, versöhnte die Anleger nicht.

Zudem standen Unternehmen aus der Tourismusbranche mit Geschäftszahlen im Fokus. So hatte die Hotelkette Hilton Worldwide im vierten Quartal sowohl beim bereinigten Gewinn als auch beim Umsatz die Erwartungen übertroffen. Zudem äußerte sich das Unternehmen optimistisch zu den Ertragsaussichten. Damit zogen die Aktien um knapp 7 Prozent an. Die Reiseplattform Tripadvisor aber enttäuschte die Anleger: Die Papiere büßten rund 6 Prozent ein.

So lief der Handel in Europa

In Europa hielt ebenfalls die Hoffnung auf eine baldige Lösung im Zollstreit zwischen den USA und China die Börsen leicht im Plus. Mögliche Neuwahlen in Spanien sowie das anhaltende Brexit-Chaos verhinderten größere Kursgewinne. Dax und EuroStoxx50 legten jeweils etwa ein halbes Prozent auf 11.167 und 3205 Punkte zu.

Unterdessen trieben Spekulationen auf einen Angebotsengpass den Ölpreis erneut nach oben. Die Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich um 1,9 Prozent auf 63,61 Dollar je Fass. Die Opec drosselte ihre Fördermenge zu Jahresbeginn um 800.000 Barrel pro Tag. Saudi-Arabien, das größte Mitglied des Exportkartells, stellte weitere Kürzungen in Aussicht. Analyst Stephen Brennock vom Brokerhaus PVM Oil Associates warnte jedoch vor überzogenen Kurserwartungen. Schließlich dämpfe die Abkühlung der Weltwirtschaft die Nachfrage.

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