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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Hoffnungen in Zoll- und Etatstreit beflügeln Wall Street

Positive Signale im US-Etatstreit sowie eine mögliche Fristverlängerung im Handelsstreit führt an den US-Börsen zu Optimismus. Bei den Einzelwerten profitieren vor allem Firmen mit China-Geschäft.
Update: 12.02.2019 - 22:45 Uhr Kommentieren
Die Aktien von Airbus rutschten ab. Quelle: AP
Börse New York

Die Aktien von Airbus rutschten ab.

(Foto: AP)

New YorkDie Hoffnung auf eine Einigung im US-Haushaltsstreit und im Zollkonflikt zwischen den USA und China hat die US-Börsen beflügelt. Sie schließen am Dienstag deutlich im Plus.

Positiv werteten Börsianer vor allem die vorzeitige Reise des US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer und des Finanzministers Steven Mnuchin zu den Handelsgesprächen nach Peking. „Es steht außer Frage, dass beide Seiten den Deal wollen und auch brauchen“, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. „Die entscheidende und weiterhin offene Frage ist jedoch, unter welchen Bedingungen sie den Deal wollen.“

Mit Erleichterung reagierten Investoren außerdem auf die vorläufige Einigung zwischen Demokraten und Republikanern im US-Etatstreit. Damit ist ein erneuter Regierungsstillstand unwahrscheinlicher geworden. „Noch ist allerdings nicht klar, ob US-Präsident Donald Trump den Budget-Kompromiss auch unterschreiben wird“, warnte QC-Experte Altmann.

Die wichtigsten Indizes im Überblick

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,5 Prozent höher auf 25.425 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verbesserte sich um 1,3 Prozent auf 2744 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte um 1,5 Prozent auf 7414 Punkte vor.

So lief der Handel in Europa

Dax und EuroStoxx50 legten am Dienstag jeweils etwa ein Prozent auf 11.126 beziehungsweise 3195 Punkte zu.

Einzelwerte im Überblick

Die Hoffnung auf ein Ende des Zollstreits gab vor allem Unternehmen mit einem großen China-Geschäft Auftrieb. Hierzu gehörten der Baumaschinen-Hersteller Caterpillar, der Airbus-Rivale Boeing sowie der Chip-Hersteller Intel, deren Anteilsscheine sich zwischen 1,4 bis 3,2 Prozent verteuerten.

Auch Bankenwerte waren gefragt. Aussagen des neuen Goldman-Sachs-Chefs David Solomon zufolge hat sich das Handelsumfeld seit Ende 2018 „deutlich verbessert“. Die Goldman-Aktien stiegen daraufhin um 1,7 Prozent und die von JPMorgan um 1,8 Prozent. Im S&P 100 legten zudem die Anteile der Citigroup, von Morgan Stanley und Wells Fargo zwischen 1,7 und knapp 3 Prozent zu.

Geschäftsberichte von Unternehmen stießen auf geteilte Reaktionen. Der Sportartikelhersteller Under Armour übertraf mit seinem Gewinn je Aktie im vierten Quartal selbst die höchste Analystenschätzung, was den Kurs des Papiers letztlich um 4,5 Prozent nach oben trieb.

Bei der Großbrauerei Molson Coors Brewing war dagegen der Bierabsatz in den USA und Kanada rückläufig gewesen und der Umsatz hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Zudem müssen die Bücher für zwei Geschäftsjahre nachträglich überarbeiten werden. Die Papiere büßten daraufhin 9,4 Prozent ein.

Electronic Arts (EA) setzten dank des Erfolgs von „Apex Legends“ ihren Höhenflug fort. Die Titel der Videospielefirma verteuerten sich um 5,2 Prozent.

Auf den Einkaufslisten der Börsianer standen auch die Aktien von Coty. Die deutsche Milliardärsfamilie Reimann will die Kontrolle über den angeschlagenen US-Kosmetik- und Parfümkonzern übernehmen. Ihre Beteiligungsgesellschaft JAB Holding bot den Aktionären an, ihnen für 1,75 Milliarden Dollar bis zu 150 Millionen weitere Papiere abzukaufen und die Beteiligung an Coty damit auf 60 von 40 Prozent aufzustocken. Coty-Papiere schossen rund 13 Prozent in die Höhe.

Amazon gewannen an der Nasdaq 3 Prozent. Der weltgrößte Online-Händler kündigte zur Stärkung seiner Smart-Home-Sparte den Kauf von Eero, einem Spezialisten für WLAN-Netze an. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt.

So entwickelte sich der Ölpreis

Aufwärts ging es für den Ölpreis. Die Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich um mehr als zwei Prozent auf 62,77 Dollar je Barrel (159 Liter). Grund dafür seien vor allem die Hoffnungen auf ein Ende des Zollstreits, erläuterten die Analysten der Bank JPMorgan.

Den Optimismus der Investoren dämpfte auch eine gesenkte Bedarfsprognose der Opec nicht. Das Exportkartell rechnet für 2019 mit einer weltweiten Nachfrage von 30,59 Millionen Barrel pro Tag. Das sind 240.000 Barrel weniger als in der Schätzung vom vergangenen Monat.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 910 Millionen Aktien den Besitzer. 2908 Werte legten zu, 886 gaben nach und 266 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,08 Milliarden Aktien 2264 im Plus, 800 im Minus und 181 unverändert.

Die US-Kreditmärkte gaben nach. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 6/32 auf 99-16/32. Die Rendite stieg auf 2,6823 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 13/32 auf 99-19/32 und rentierte mit 3,0207 Prozent

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