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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Konjunktursorgen machen US-Börsen zu schaffen

Die Anleger an den US-Börsen hielten sich am Montag aus Furcht vor einer Rezession zurück. Die wichtigsten Indizes schließen uneinheitlich.
Update: 25.03.2019 - 22:16 Uhr Kommentieren
Händler an der New Yorker Börse. Quelle: AFP
Wall Street

Händler an der New Yorker Börse.

(Foto: AFP)

New YorkAus Furcht vor einer US-Rezession haben sich Anleger am Montag an den New Yorker Aktienmärkten zurückgehalten. Kopfschmerzen bereitete Investoren die Entwicklung am US-Rentenmarkt, wo am Freitag erstmals seit 2007 dreimonatige Anleihen mehr abwarfen als zehnjährige. Dies sei ein Alarmsignal, da es auf eine nahende Rezession hindeute, sagte Neil Wilson, Chefanalyst des Onlinebrokers Markets.com.

Für eine gewisse Beruhigung sorgte der Bericht des US-Sonderermittlers Robert Mueller, dem zufolge es keine Verschwörung des Wahlkampfteams von Präsident Donald Trump mit Russland gab. Mueller ging fast zwei Jahre dem Verdacht einer Einmischung Russlands in den Wahlkampf 2016 und mutmaßlicher Verbindungen zum Wahlkampfstab von Trump nach.

Die wichtigsten Indizes im Überblick

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent höher bei 25.516 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 sank dagegen um 0,1 Prozent auf 2.798 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 0,1 Prozent auf 7.637 Punkte.

Einzelwerte im Fokus

Im Fokus an der Wall Street standen Viacom-Titel mit einem Kursgewinn von 3,9 Prozent. Der Medienkonzern, zu dem der Musiksender MTV und das Filmstudio Paramount gehören, verlängerte eine wichtige Ausstrahlungsvereinbarung mit dem US-Telekomanbieter AT&T. Viacom hatte vergangene Woche mit einer Warnung vor einem möglichen Ende der Kooperation Anleger verunsichert. AT&T-Titel ließen dagegen rund ein Prozent Federn.

Eine Reuters-Exklusivmeldung führte bei Avaya zu einem Kurssprung von gut 32 Prozent. Insidern zufolge will ein Finanzinvestor den auch in Deutschland aktiven Telekomanbieter für Unternehmen für insgesamt mehr als fünf Milliarden Dollar übernehmen. Avaya wollte sich dazu nicht äußern. Unklar blieb zunächst, um wen es sich bei dem Interessenten handelt.

Apple-Papiere verbilligten sich um 1,2 Prozent, obwohl das Unternehmen ab Herbst mit einem eigenen Streamingangebot den bisherigen Platzhirschen Netflix und Amazon Konkurrenz machen will. Der Abo-Dienst werde keine Werbung beinhalten, teilte Apple auf einer Veranstaltung mit, der zahlreiche Hollywoodstars beiwohnten. Wie viel Kunden monatlich für das Angebot zahlen sollen, ließ der Konzern offen.

Die Boeing-Papiere erholten sich indes an der Index-Spitze mit plus 2,3 Prozent von ihren jüngsten Verlusten. Der Flugzeugbauer, der wegen des Unglücksfliegers 737 Max unter Druck geraten war, hat allerdings nach wie vor mit negativen Nachrichten zu kämpfen. So streicht die größte US-Fluggesellschaft American Airlines weitere Flüge mit der Boeing 737 Max, ein Dreamliner-Jet musste wegen Rauchentwicklung außerplanmäßig notlanden und nun ergatterte Konkurrent Airbus auch noch einen Großauftrag aus China.

Die Aussicht auf eine weitere Abkühlung der Weltwirtschaft bereitete auch den Anlegern in Frankfurt Kopfschmerzen. Selbst die überraschend gute Stimmung in den deutschen Chefetagen brachte am Montag kaum Linderung. Dax und Euro Stoxx 50 bröckelten auf 11.346,65 beziehungsweise 3.302,40 Punkte ab. „Die Weltwirtschaft steht vor einer Abkühlung“, warnte Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. In vielen Ländern drohe sicherlich unmittelbar eine Rezession.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 880 Millionen Aktien den Besitzer. 1.881 Werte legten zu, 1.824 gaben nach, und 345 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,11 Milliarden Aktien 1.607 im Plus, 1.461 im Minus und 196 unverändert.

Die US-Kreditmärkte waren als sicherer Hafen gefragt und legten zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 9/32 auf 101-25/32. Die Rendite sank auf 2,4213 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 11/32 auf 102-18/32 und rentierte mit 2,8716 Prozent.

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