Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Kurssturz bei Netflix belastet US-Börsen – Wall Street schließt uneinheitlich

Netflix hat erstmals seit acht Jahren Kunden verloren. Der Absturz der Aktie um gut zehn Prozent trübte die Stimmung an der Wall Street.
Kommentieren
Ein Wertpapierhändler auf dem Parkett der Wall Street. Quelle: dpa
Börse in New York

Ein Wertpapierhändler auf dem Parkett der Wall Street.

(Foto: dpa)

New York Die US-Börsen haben am Donnerstag uneinheitlich geschlossen. Unterstützung erhielt die Wall Street von Äußerungen eines hochrangigen US-Notenbankers. Der einflussreiche Chef des Fed-Bezirks New York, John Williams, sprach sich bei der Steuerung der Zinspolitik für vorbeugende Maßnahmen aus. Es sei besser, vorsorglich zu agieren als zu warten, bis es zu möglichen wirtschaftlichen Problemen komme, sagte Williams. Eine schnelle Zinssenkung angesichts ungünstiger konjunktureller Bedingungen und ein niedriger Leitzins für einen längeren Zeitraum dürften die Wirtschaft vor einer zu geringen Inflation schützen. Die Finanzmärkte interpretierten seine Aussagen als ein starkes Argument für eine schnelle Zinssenkung noch in diesem Monat.

Ein Kurssturz von gut zehn Prozent bei Netflix-Aktien trübte indes die Stimmung an der Wall Street. Das Filmportal hat erstmals seit acht Jahren US-Streaming-Kunden verloren. „Dass Netflix sein ohnehin niedriges Abonnenten-Ziel verfehlt, belastet die Stimmung“, sagte Analyst Ken Odeluga vom Investmenthaus Cityindex. „Kein guter Start in die Berichtssaison der großen Techkonzerne, die bald mit Microsoft-Zahlen weitergeht.“ Die bislang enttäuschenden Quartalszahlen bestärkten die Ängste der Anleger vor einem Wirtschaftseinbruch infolge des Handelsstreits mit China, sagte Anlagestratege Mark Luschini vom Vermögensberater Janney Montgomery Scott.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging kaum verändert bei 27.222 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich um 0,4 Prozent auf 2995 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,3 Prozent auf 8207 Punkte.

Einzelwerte im Fokus

Positiv heraus stachen Ebay, deren Aktien rund zwei Prozent zulegten. Das Internet-Kaufhaus steigerte die Zahl der aktiven Käufer im zweiten Quartal um vier Prozent auf weltweit 182 Millionen.

Auch die Aktionäre des weltgrößten IT-Dienstleisters IBM zeigten sich zufrieden mit dem Wachstum im aufstrebenden Cloud-Geschäft. Die Papiere legten 4,6 Prozent zu.

Aktien von Morgan Stanley schwankten und schlossen nach einem tieferen Start 1,5 Prozent im Plus. Die US-Großbank bekommt die Flaute im Investmentbanking zu spüren. Der Gewinn fiel im zweiten Quartal um zehn Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar.

Gefragt waren Philip Morris. Die Anteilsscheine sprangen mehr als acht Prozent in die Höhe, nachdem der Tabakkonzern seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr erhöht hatte.

Auf den Verkaufslisten der Börsianer standen dagegen T-Mobile US und Sprint. Die Luft für einen Zusammenschluss der beiden Unternehmen wird offenbar dünner. Einem Insider zufolge setzt das US-Justizministerium den Firmen die Pistole auf die Brust: Sollten sich beide Parteien nicht bis kommende Woche einigen, werde die Behörde sich vehement gegen die Fusion stemmen. Aktien von Sprint ließen 2,4 Prozent Federn. Die Titel der Telekom-Tochter T-Mobile US verloren 1,2 Prozent.

Maue Firmenbilanzen und geopolitische Sorgen belasteten die europäischen Aktienmärkte. Ein Kurseinbruch beim Softwarekonzern SAP nach enttäuschenden Zahlen setzte vor allem dem deutschen Aktienmarkt zu. Der Dax fiel um 0,9 Prozent auf 12.227,85 Punkte. Der EuroStoxx50 gab 0,5 Prozent nach auf 3485,60 Zähler.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 770 Millionen Aktien den Besitzer. 2043 Werte legten zu, 1672 gaben nach und 243 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,96 Milliarden Aktien 1718 im Plus, 1393 im Minus und 182 unverändert.

Mehr: Netflix-Zahlen erschüttern die Technologiemärkte

Finance Briefing
  • rtr
Startseite

Mehr zu: Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 - Kurssturz bei Netflix belastet US-Börsen – Wall Street schließt uneinheitlich

0 Kommentare zu "Dow Jones, Nasdaq, S&P 500: Kurssturz bei Netflix belastet US-Börsen – Wall Street schließt uneinheitlich"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote