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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Langwieriger Handelskonflikt lähmt US-Börsen

US-Präsident Trump will sich bei den Handelsgesprächen mit China Zeit lassen. Zudem schwache Konjunkturdaten die Anleger nervös. Den Kursen an den US-Börsen geht der Schwung aus.
Update: 14.03.2019 - 23:06 Uhr Kommentieren
Händler an der New Yorker Börse. Quelle: AFP
Wall Street

Händler an der New Yorker Börse.

(Foto: AFP)

New YorkDie US-Börsen sind angesichts langwieriger Handelsgespräche mit China am Donnerstag kaum vom Fleck gekommen. Zudem drückten schwache Konjunkturdaten auf die Stimmung des Anleger.

Einem Medienbericht zufolge wollen die USA und China das geplante Treffen der Präsidenten Donald Trump und Xi Jinping verschieben. Statt Ende März solle es frühestens im April dazu kommen. Trump hatte zuletzt gesagt, keine Eile zu haben, einen Handelspakt mit China abzuschließen. „Die Sorgen wachsen, dass es da im Moment keine Dringlichkeit gibt“, sagte Marktexperte Andre Bakhos vom Vermögensverwalter New Vines Capital.

Das Geschäft mit Einfamilienhäusern in den USA lief im Januar mau. Die Zahl der verkauften Neubauten ging zum Vormonat um 6,9 Prozent auf eine Jahresrate von 607.000 Einheiten zurück. Experten hatten lediglich mit einem Rückgang um 0,6 Prozent gerechnet, nachdem das Geschäft im Dezember um 3,8 Prozent zugelegt hatte. Insgesamt bleibt die Lage am Häusermarkt angespannt. Unter anderem schrecken die Hypothekenpreise viele weniger wohlhabende Bauinteressenten ab.

Die wichtigsten Indizes im Überblick

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte zum Handelsschluss 0,03 Prozent auf 25.710 Punkten zu. Der breiter gefasste S&P 500 gab um 0,1 auf 2809 nach. Der Technologiebörse Nasdaq ging um 0,2 Prozent auf 7631 Punkte zurück.

Einzelwerte im Überblick

Bei den Einzelwerten an der Wall Street blieben Boeing-Aktien im Fokus, die sich letztlich mit einem Minus von rund einem Prozent unter den größten Verlierern im Dow wiederfanden. Sie knüpften damit an ihre deutlichen Verluste vom Montag und Dienstag an, nachdem sie sich zur Wochenmitte noch etwas stabilisiert hatten. Nach dem zweiten Absturz einer Boeing 737 Max 8 hatten viele Länder und Airlines Flüge mit Maschinen diesen Typs untersagt beziehungsweise gestoppt - am Mittwoch hatte Trump ein Flugverbot für die USA verfügt.

Dem Pharma- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson drohen im Skandal um mutmaßlich asbestverseuchtes Babypuder Millionenstrafen. Ein Gericht in Kalifornien sprach einer Krebspatientin rund 29 Millionen Dollar zu. Die Aktien fielen um 1,4 Prozent. Das Babypuder habe zu der tödlichen Krankheit der Frau beigetragen, begründete die Jury ihr Urteil. Auf mögliche Gesundheitsrisiken sei nicht ausreichend hingewiesen worden. Der Konzern wies die Vorwürfe erneut zurück und kündigte an, in Berufung zu gehen.

Der mitten im Umbau steckende US-Konzern General Electric hat einen vorsichtigen Ausblick auf das laufende Jahr gegeben. 2019 werde ein Jahr des Neustarts und das erste Quartal wahrscheinlich das schwächste, teilte General Electric mit. Der bereinigte Gewinn je Aktie werde zwischen 0,50 und 0,60 Dollar liegen. Diese Prognose lag unter den Erwartungen der von Refinitiv befragten Analysten, die mit rund 0,70 Dollar Gewinn je Aktie rechnen. Die folgenden Jahre 2020 und 2021 würden eine spürbare Besserung bringen, erklärte GE. Dann werde das Industriegeschäft auch wieder einen positiven Cashflow aufweisen. Die Aktien des Konzerns kletterten daraufhin um 2,8 Prozent.

Nach einer Technik-Panne bei Facebook gerieten die Aktien des Konzerns unter Druck. Nutzer von Facebook, Instagram und WhatsApp hatten am Mittwoch weltweit teils mit massiven Störungen zu kämpfen gehabt. Facebook-Aktien gaben 1,8 Prozent nach.

US-Ermittler untersuchen einem Zeitungsbericht zufolge außerdem Vereinbarungen des weltgrößten sozialen Netzwerks Facebook mit großen Technologieunternehmen zur gemeinsamen Datennutzung. Die „New York Times“ berichtete, mindestens zwei bekannte Hersteller von Smartphones und anderen Geräten seien in Vorladungen aufgefordert worden, Unterlagen offenzulegen. Beide Firmen hätten Partnerschaften mit Facebook vereinbart, um Zugang zu persönlichen Informationen der Facebook-Nutzer zu erhalten. „Wir arbeiten mit den Ermittlern zusammen und nehmen diese Untersuchungen ernst“, zitiert die Zeitung ein Facebook-Statement.

Apple legten zwei Prozent zu. Der Broker Cowen ans Co hat die Papiere mit „outperform“ eingestuft. Die Anteilsscheine der Warenhauskette Dollar General sackten aufgrund schwacher Geschäftszahlen um siebeneinhalb Prozent ab.

Der Euro zollte seinen jüngsten Gewinnen etwas Tribut. Dass das britische Parlament zwei Wochen vor dem geplanten Brexit für eine Verschiebung des EU-Austritts stimmte, war erwartet worden. Entsprechend zeigte sich der Euro davon kaum bewegt.

Im New Yorker Handel kostete die Gemeinschaftswährung zuletzt 1,1302 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1295 (Mittwoch: 1,1303) Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,8854 (0,8847) Euro gekostet.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 949 Millionen Aktien den Besitzer. 1626 Werte legten zu, 2010 gaben nach und 283 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,16 Milliarden Aktien 1302 Werte im Plus, 1729 im Minus und 202 unverändert.

Die zehnjährigen Papiere fielen um 5/32 auf 99-31/32 Dollar und rentierten mit 2,63 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen um 21/32 auf 99-5/32 Dollar. Sie hatten eine Rendite von 3,04 Prozent.

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  • dpa
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