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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Notenbanker schürt Zinsängste an US-Börsen – Dow & Co fallen

Äußerungen eines Fed-Vertreters über eine mögliche Zinserhöhung 2022 sorgen für Unruhe an der Wall Street. Der große Verfall an den Terminbörsen bringt zusätzliche Nervosität.
18.06.2021 Update: 18.06.2021 - 22:40 Uhr Kommentieren
In der berühmten Straße befindet sich der Sitz der New York Stock Exchange. Quelle: dpa
Die New Yorker Börse an der Wall Street

In der berühmten Straße befindet sich der Sitz der New York Stock Exchange.

(Foto: dpa)

Frankfurt Neu entflammte Inflationssorgen haben die Anleger an der Wall Street am Freitag vergrault. Nachdem sich der Rauch nach den jüngsten Zinssignalen der US-Notenbank (Fed) eigentlich bereits verzogen hatte, goss Fed-Vertreter James Bullard Öl ins Feuer. Der Leitindex Dow Jones verlor 1,6 Prozent auf 33.290 Punkte. Der technologielastige Nasdaq gab 0,9 Prozent auf 14.030 Punkte nach und der breit gefasste S&P 500 büßte 1,3 Prozent auf 4166 Punkte ein. Im Wochenlauf verlor der S&P fast zwei Prozent, der Dow etwa 3,5 Prozent und die Nasdaq grob 0,3 Prozent.

Bullard plädierte für eine Zinswende bereits im kommenden Jahr. Mit dem nach der Corona-Krise einsetzenden Aufschwung seien auch erhöhte Inflationsgefahren verbunden, sagte der Chef des Notenbankbezirks St. Louis dem Fernsehsender CNBC. Zuletzt hatten Signale der Fed für erste Zinsschritte 2023 die Anleger vorsichtiger werden lassen. Bullard war nach eigenen Angaben einer der sieben Währungshüter, die auf der jüngsten Sitzung bei ihren individuellen Prognosen eine Erhöhung im kommenden Jahr als angemessen erachteten.

Der US-Notenbanker Neel Kashkari hat sich gegen eine Zinserhöhung der Fed vor Ende 2023 ausgesprochen. „Lassen Sie uns geduldig sein und wirklich die maximale Beschäftigung erreichen“, sagte der Präsident der Fed von Minneapolis am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters.

Für größere Kursschwankungen sorgte zudem der große Verfall an den Terminbörsen. Auch in Europa hatten die Kurse heftiger geschwankt als gewöhnlich. Der Dax war 1,8 Prozent tiefer aus dem Handel gegangen.

Einzelwerte im Fokus

Intel: Die Aktien des Chipriesen gaben 2,6 Prozent nach. Die Analysten von Jefferies senkten das Kursziel für den Halbleiterhersteller auf 54 von 59 Dollar. Auch die Titel des Chipkonzerns Micron tauchten ab und verloren 4,6 Prozent.

Citigroup: Die Talfahrt bei der Aktie geht weiter. Bereits in den vergangenen elf Handelstag gab das Papier rund 14 Prozent nach und am heutigen kamen weitere 1,8 Prozent Minus hinzu. Am Dienstag hatte der Finanzchef der Citigroup gewarnt, dass sich eine starke wirtschaftliche Erholung in diesem Jahr möglicherweise nicht in bessere Gewinne der Bank niederschlagen wird, und verwies auf eine Verlangsamung im institutionellen Geschäft und höhere Ausgaben.

Adobe: Der Softwareanbieter Adobe überzeugte hingegen mit Quartalsumsatz und Ausblick, die Papiere gewannen 2,6 Prozent. Die Aktien des Waffenherstellers Smith & Wesson schossen nach überraschend starken Quartalszahlen um 17,4 Prozent nach oben. Anlegern gefielen auch der geplante Aktienrückkauf sowie eine Dividendenanhebung.

Smith & Wesson: Der Waffenhersteller meldete für sein jüngstes Quartal einen Gewinn und Umsatz, der besser als erwartet ausfiel, da der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 67 Prozent gestiegen ist. Das Gesamtwachstum der Branche lag nur bei 42 Prozent, während Smith & Wesson 70 Prozent mehr Waffen auslieferte. Die Aktien stiegen um mehr als 17 Prozent.

Curevac: Die in den USA gehandelten Hinterlegungsscheine des Tübinger Impfstoffherstellers Curevac erholten sich mit plus 7 Prozent etwas von ihrem fast 40-prozentigen Kurseinbruch vom Donnerstag. Curevac musste am Mittwoch einräumen, dass sein als Hoffnungsträger gehandeltes Vakzin nur eine vorläufige Wirksamkeit von 47 Prozent gegen eine Corona-Erkrankung „jeglichen Schweregrades“ erzielt hatte.

Orphazyme: Ein Rückschlag bei der Zulassung eines Medikaments brockte der dänischen Biotechfirma Orphazyme einen Kurssturz von knapp 50 Prozent ein. Die US-Gesundheitsbehörde FDA will ein Mittel zur Behandlung der seltenen Erbkrankheit Niemann-Pick-Syndrom noch nicht zulassen und fordert Nachweise für die Wirksamkeit. Orphazyme sind seit Anfang Juni Spielball von Kleinanlegern, die sich in Internet-Foren gegenseitig zum Kauf ermuntern.

CAI International: Rund 47 Prozent aufwärts ging es für Aktien von CAI International. Die im Transport und Logistikgeschäft tätige Firma wird von der japanischen Mitsubishi HC Capital für 1,1 Milliarden Dollar geschluckt.

Mehr: Der Börsen-Sommer steht bevor – Anleger sollten in Ruhe ihre Depots umschichten.

  • rtr
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