Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Politische Spannungen mit dem Iran verunsichern die Anleger

Nachdem der S&P 500 am Donnerstag ein Rekordhoch erreicht hatte, standen die US-Märkte am Freitag angesichts der Irankrise unter Druck. Die Börsenneulinge Slack und Beyond Meat gaben nach.
Update: 21.06.2019 - 22:39 Uhr Kommentieren
Ein Broker an der Wall Street. Quelle: dpa
US-Börse

Ein Broker an der Wall Street.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Zum Wochenende geht es für die großen US-Indizes unter dem Eindruck der Spannungen zwischen den USA und dem Iran wieder etwas bergab. US-Präsident Donald Trump soll am Donnerstag Militärschläge gegen die Islamische Republik genehmigt, diese aber dann kurzfristig noch gestoppt haben, berichtet die „New York Times“. Unklar sei, ob der Einsatz doch noch fortgesetzt werden könne.

„Neben der ungewissen Entwicklung im Handelskonflikt lastet auch die Eskalation zwischen den USA und dem Iran auf der Stimmung der Investoren“, schreiben die Experten der Postbank. Die Entwicklung trieb den Preis für die US-Rohölsorte WTI bis zu 1,6 Prozent auf 57,98 Dollar je Barrel (159 Liter). In ihrem Windschatten gewannen die Aktien des Ölkonzerns Exxon Mobil 1,4 Prozent.

Noch am Donnerstag hatten Dow Jones, Nasdaq 100 und S&P 500 jeweils um knapp ein Prozent zugelegt, der S&P 500 hatte dadurch sogar ein Rekordhoch erreicht. Anlass waren Signale der US-Notenbank Fed für eine Lockerung der Geldpolitik. Sie hatte am Mittwoch angekündigt, man werde neue Informationen zum wirtschaftlichen Ausblick genau beobachten und „angemessen handeln“, um die wirtschaftliche Expansion zu stützen.

Jetzt richten sich die Blicke bereits auf den Gipfel der Staats- und Regierungschefs der 20 größten Industriestaaten und Schwellenländer (G20) Ende kommender Woche. Dort werden Donald Trump und der chinesische Präsident Xi Jinping aufeinandertreffen. Sollten sie bei ihrem geplanten Treffen keine Annäherung im Zollstreit erzielen, gilt eine Zinssenkung als sicher.

Am Freitag zeichnet sich erst einmal ab, dass sich Investoren zunehmend nach Alternativen umsehen. „Vor einem möglichen Anschlag gehen Anleger lieber in Deckung und steuern sichere Häfen wie Gold an“, sagte Timo Emden, Marktanalyst bei Emden Research.

Der Goldpreis stieg auf das höchste Niveau seit September 2013, auch der Anleihemarkt erhielt vor allem am Donnerstag deutlichen Auftrieb. Die Nachfrage nach US-Staatsanleihen war so groß, dass die Rendite des zehnjährigen Papiers erstmals seit November 2017 unter die Marke von zwei Prozent fiel.

Auf der Suche nach alternativen Anlagen griffen Investoren auch verstärkt beim Bitcoin zu. Die Kryptowährung näherte sich der Marke von 10.000 US-Dollar. Analyst Timo Emden von Emden Research hält es nur für eine Frage der Zeit, bis der Bitcoin die Marke erreicht.

Die wichtigsten Indizes im Überblick

Der Leitindex Dow Jones verlor am Freitag 0,13 Prozent auf 26.719,13 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 sank ebenfalls um 0,13 Prozent auf 2950,46 Zähler. Der Technologieindex Nasdaq Composite verlor 0,24 Prozent auf 8031,71 Zähler.

Einzelwerte im Fokus

Technologiewerte: Zu den größten Verlierern an der Wall Street zählten die Technologiewerte, nachdem der britische Zulieferer IQE wegen der US-Sanktionen gegen den chinesischen Telekom-Ausrüster Huawei seine Jahresziele gekappt hatte. Die Chip-Hersteller AMD und Micron büßten 3,10 und 2,69 Prozent ein, Intel konnte dagegen leicht um 0,57 Prozent auf 47,46 zulegen.

Nach mehreren Tagen mit starken Kursgewinnen gaben Alibaba um 0,42 Prozent auf 167,55 Dollar nach. Der chinesische Onlinegigant will der Aktionärsversammlung im Juli einen Aktiensplitt von 1:8 vorschlagen und verzeichnete im seinem traditionellen Halbjahres-Verkaufsfestival am Mittwoch einen Rekordwert.

T-Mobile/ Sprint: Die Hürden für die Fusion der Telekom-Tochter T-Mobile mit dem US-Rivalen Sprint werden höher. Vier weitere US-Bundesstaaten schließen sich einer Klage gegen den geplanten Zusammenschluss an, wie die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James am Freitag mitteilte. Die Aktie der T-Mobile-Mutter Deutsche Telekom notierte am Freitag bei Handelsschluss 0,27 Prozent im Minus. Die Sprint-Aktie brach kurz nach Handelseröffnung in den USA ein und schloss 7,16 Prozent im Minus.

Slack: Nach dem fulminanten Börsenstart des Bürokommunikations-Dienstes Slack, bei dem der Kurs zum Handelsstart um rund 50 Prozent in die Höhe geschnellt war, notierte die Aktie kurz nach Handelseröffnung am Freitag bei über 40 Dollar und somit weitere vier Prozent im Plus. Kurz darauf dreht der Kurs jedoch ins Minus und schloss 4,63 Prozent schwächer.

Börsensensation Beyond Meat mit einem Plus von rund 600 Prozent in nur gut einer Woche musste ebenfalls Federn lassen. Am Freitag ging es um 6,76 Prozent abwärts auf 154,01 Dollar.

Caterpillar: Der Baumaschinenhersteller Caterpillar wurde von Analysten von Atlantic Equities von „neutral“ auf „underweight“ herabgestuft. Zu Handelsbeginn notierte die Aktie mit 133,19 Dollar 0,3 Prozent im Minus, erholte sich aber wieder auf ein Plus von 0,22 Prozent..

Mehr: Lesen Sie hier einen Kommentar zur Gefahr eines Krieges zwischen dem Iran und den USA.

Finance Briefing
  • rtr
  • catk
  • pos
Startseite

Mehr zu: Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 - Politische Spannungen mit dem Iran verunsichern die Anleger

0 Kommentare zu "Dow Jones, Nasdaq, S&P 500: Politische Spannungen mit dem Iran verunsichern die Anleger"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote