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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Rezessionsfurcht setzt US-Börsen zu – Wall Street schließt im Minus

An den US-Märkten schwindet die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Handelsstreits. Dagegen wächst die Furcht vor einer weltweiten Rezension.
Update: 12.08.2019 - 22:45 Uhr Kommentieren
Der Handelskrieg zwischen den USA und China beeinträchtigte den Handel an der Wall Street in der vergangenen Woche. Quelle: dpa
Börse in New York

Der Handelskrieg zwischen den USA und China beeinträchtigte den Handel an der Wall Street in der vergangenen Woche.

(Foto: dpa)

New York Die Furcht vor einer weltweiten Rezession als Folge des Handelskonflikts zwischen den USA und China hat Anlegern an der Wall Street zum Wochenauftakt die Stimmung verhagelt. Auch der Denkzettel für den argentinischen Präsidenten Mauricio Macri bei Vorwahlen dämpfte die Kauflaune.

Sollten sich die USA und China nicht einigen, treten am 1. September neue Strafzölle in Kraft. „Ich denke nicht, dass der Handelskrieg in der nächsten Zeit zu Ende gehen wird, er könnte bis 2020 andauern“, sagte Ryan Nauman, Marktstratege bei Informa Financial Intelligence. „Es gibt nicht viel, woran sich die Investoren im Moment hängen können. Wir haben schlichtweg keine soliden Geschäftsergebnisse oder wirklich starken Konjunkturdaten außer am Arbeitsmarkt.“

Die US-Bank Goldman Sachs schraubte ihre Prognose für das US-Wachstum zum Jahresende herunter. Das Weltwirtschaftsklima des Münchener Ifo-Instituts trübte sich ebenfalls ein.

Die wichtigsten Indizes im Überblick

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,5 Prozent tiefer auf 25.896 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 sank 1,2 Prozent auf 2882 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 1,2 Prozent auf 7863 Punkte.

Auch in Europa schreckten Anleger vor Käufen zurück. In Frankfurt ging der Dax 0,1 Prozent tiefer auf knapp 11.680 Zähler aus dem Handel. Der Euro Stoxx 50 gab 0,2 Prozent auf 3326 Punkte nach.

In Argentinien haben die Märkte die politische Krise in dem Land am Montag mit voller Wucht zu spüren bekommen. Der Leitindex S&P Merval brach in Buenos Aires wegen der Aussicht auf einen Präsidentschaftswechsel um mehr als ein Drittel ein. Zuletzt verlor er 35,5 Prozent auf 28 609,96 Punkte. Er fiel so mit einem Schlag auf den tiefsten Stand seit Ende 2018. Eingebrochen war zu Wochenbeginn auch der argentinische Peso.

Den Anstoß zu den Turbulenzen gab, dass in den Vorwahlen nicht der amtierende Präsident Mauricio Macri triumphierte, sondern mit Alberto Fernández der frühere Kabinettschef der ehemaligen Präsidentin Cristina Kirchner. An den Finanzmärkten sorgte dies auch deshalb für große Unruhe, weil sich Kirchner an der Seite von Fernández um das Amt der Vizepräsidentin bewirbt. Ihr wird im Gegensatz zu Macri ein ausgesprochen angespanntes Verhältnis zu ausländischen Investoren nachgesagt. In ihre Amtszeit fällt der Kampf gegen Anleihebesitzer, die sich nicht an staatlichen Umschuldungen beteiligen wollten.

Einzelwerte im Fokus

US-Investoren suchten Schutz in Anleihen, die Rendite der US-Bonds sank. Das drückte auf Bankaktien, die besonders sensibel auf niedrigere Zinsen reagieren: Die Papiere der Bank of America, Citi und JP Morgan verloren zwischen zwei und 2,9 Prozent. Auch Tech-Werte gehörten zu den Verlieren: So gaben die Papiere von Microsoft und Amazon 1,4 Prozent beziehungsweise 1,3 Prozent nach und zogen damit den S&P nach unten.

Gegen den Trend gewannen die Titel von Amgen 4,9 Prozent. Ein US-Richter hatte zwei Patente für ein wichtiges Rheumamittel für gültig erklärt und damit den Plänen von Novartis einen Riegel vorgeschoben, ein Nachahmermedikament auf den Markt zu bringen. „Auch wenn nun mit einem Berufungsverfahren zu rechnen ist, ist die Angst überwunden, dass der schlimmste Fall eintritt“, sagte Jefferies-Analyst Michael Yee. Amgen erwirtschaftet in den USA jährlich etwa 4,8 Milliarden Dollar Umsatz mit dem Mittel Enbrel.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 620 Millionen Aktien den Besitzer. 1127 Werte legten zu, 2647 gaben nach, und 220 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,02 Milliarden Aktien 1002 im Plus, 2107 im Minus und 177 unverändert.

Die US-Kreditmärkte waren als sicherer Hafen gefragt. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 25/32 auf 99-25/32. Die Rendite sank auf 1,6488 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 2-11/32 auf 102-13/32 und rentierte mit 2,1402 Prozent..

Mehr: Chinas Währung war im Rahmen des Handelsstreits zuletzt gefallen und hat für Diskussionen gesorgt. Nun soll sich der Devisenmarkt stabilisieren.

Finance Briefing
  • rtr
  • dpa
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