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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Schwache Wirtschaftsdaten belasten Wall Street

In den USA häufen sich die Anzeichen für eine konjunkturelle Abkühlung. Die wichtigsten Indizes fallen. Bei den Einzelwerten im Fokus: Nike.
Update: 22.02.2019 - 04:29 Uhr Kommentieren
Aktienhändler beobachten derzeit gespannt die Gespräche zum Handelsstreit zwischen den USA und China. Quelle: Reuters
Händler an der New Yorker Börse

Aktienhändler beobachten derzeit gespannt die Gespräche zum Handelsstreit zwischen den USA und China.

(Foto: Reuters)

FrankfurtEnttäuschende Konjunkturdaten haben am Donnerstag auf die Stimmung an den US-Aktienmärkten gedrückt. Die großen Indizes lagen nach ihren jüngsten Kursgewinnen leicht im Minus. Eine neue Statistik des US-Handelsministeriums deutete auf eine Abschwächung der Ausrüstungsinvestitionen der Firmen hin. Ferner fiel das das Konjunkturbarometer des Notenbankablegers von Philadelphia (Philly Fed) unerwartet schwach aus.

„Die Daten bestätigen die konjunkturelle Abkühlung, die wir seit dem vergangenen Jahr beobachten“, sagte Marktstratege Ryan Detrick vom Finanzberater LPL Financial.

Insgesamt herrsche am Markt aber Optimismus, was den Handelsstreit zwischen den USA und China angehe. Unter der Leitung von US-Finanzminister Steven Mnuchin und dem Handelsbeauftragten Robert Lighthizer wurden am Donnerstag die Verhandlungen zur Beilegung des US-Handelsstreits mit China in Washington fortgesetzt. Beide Seiten hatten sich ursprünglich ein Ultimatum bis zum 1. März gesetzt, um den Streit beizulegen. Sollte es keine Einigung geben, würden die Zölle auf Einfuhren aus China in die USA sogar noch verschärft.

Laut Insidern wollen die beiden Länder Umrisse einer Einigung skizzieren. Geplant seien Absichtserklärungen zu den Bereichen geistiges Eigentum, Dienstleistungen, Technologietransfer, Landwirtschaft und Währung, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Die wichtigsten Indizes im Überblick

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 0,4 Prozent tiefer aus dem Handel auf nahezu 25.851 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 sank 0,35 Prozent auf fast 2775 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,4 Prozent auf knapp 7460 Stellen. In Frankfurt schloss der Dax 0,2 Prozent fester bei 11.423 Punkten.

Einzelwerte im Überblick

Unter den Einzelwerten an der Wall Street standen etwa Nike im Mittelpunkt. Die Aktien fielen um ein Prozent. Der Sportschuhhersteller war negativ aufgefallen, als sich bei einem im Fernsehen übertragenen Basketballspiel die Sohle am Nike-Schuh eines Spielers mitten im Lauf plötzlich ablöste. Dabei verletzte sich College-Basketball-Star Zion Williamson am Knie.

Die Tesla-Papiere büßten 3,7 Prozent ein. Die US-Verbraucherorganisation Consumer Reports hatte das Model 3 des Herstellers von Elektrofahrzeugen von einer Empfehlungsliste gestrichen. Zur Begründung hierfür verwies der Report auf Beschwerden von Verbrauchern über lose sitzende Außenteile des Fahrzeugs und defekte Scheiben.

Aktien von Johnson & Johnson (J&J) gaben um 0,7 Prozent nach. Das US-Justizministerium und die Börsenaufsicht SEC haben weitere Informationen zu Babypuder-Produkten des Unternehmens angefordert. Man arbeite mit den Behörden zusammen und werde die entsprechenden Dokumente übermitteln, teilte J&J mit. Mitte Dezember waren die Aktien nach einem kritischen Medienbericht zu einem Babypuder des Unternehmens binnen zwei Handelstagen um fast 13 Prozent eingebrochen.

Die Aktien von Domino's Pizza brachen um fast 10 Prozent auf den niedrigsten Stand seit Mitte Januar ein. Nach Jahren starken Wachstums hatte sich dieses im vierten Quartal 2018 abgeschwächt.

Anteile des Biotech-Unternehmens Biogen büßten 4,2 Prozent ein. Der Broker Stifel hatte die Aktien von „Buy“ auf „Hold“ gesenkt.

Unterdessen hat der Ketchup-Hersteller Kraft Heinz mit seinem Quartalsergebnis die Erwartungen der Wall Street verfehlt. Sein Aktienkurs brach im nachbörslichen Handel um 15,6 Prozent ein. Das Unternehmen wies für das abgelaufene Quartal auf bereinigter Basis einen Gewinn je Aktie von 84 Cent aus. Analysten hatten im Schnitt mit 94 Cent gerechnet. Konzernchef Bernardo Hees verwies auf unerwartet hohe Kosten und überraschend niedrige Einsparungen.

Der Eurokurs bewegte sich kaum, die Gemeinschaftswährung kostete zum Börsenschluss an der Wall Street 1,1336 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1354 (Dienstag: 1,1342) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8808 (0,8817) Euro gekostet.

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  • rtr
  • dpa
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