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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Stimmung an der Wall Street bleibt optimistisch – Nasdaq und S&P 500 schließen auf Rekordhoch

Die Aussicht auf anhaltend niedrige Zinsen macht Aktien für die Anleger weiterhin attraktiv. Der Nasdaq und der S&P 500 erreichen neue Bestmarken.
28.08.2020 - 22:53 Uhr Kommentieren
In der berühmten Straße befindet sich der Sitz der New York Stock Exchange. Quelle: dpa
Die New Yorker Börse an der Wall Street

In der berühmten Straße befindet sich der Sitz der New York Stock Exchange.

(Foto: dpa)

New York Der Höhenflug an den US-Börsen hat auch am Freitag angehalten. Angetrieben wurde die Rally von der Aussicht auf weit geöffnete Notenbank-Geldschleusen, die hohe Nachfrage nach Technologieaktien und die Hoffnung auf einen raschen Erfolg bei der Corona-Impfstoffsuche. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,6 Prozent höher auf 28.653 Punkten. Der technologielastige Nasdaq rückte 0,6 Prozent auf 11.695 Punkte vor. Der breit gefasste S&P 500 legte 0,7 Prozent auf 3508 Punkte zu. S&P-500-Index und Nasdaq-Index markierten jeweils eine neue Bestmarke.

Neuer Schwung für die Wall Street kam am Donnerstag von der US-Notenbank (Fed), die mit ihrer Änderung der geldpolitischen Strategie den Weg für anhaltend niedrige Zinsen bereitete. „Mit der massiven Flut an billigem Geld bleiben Aktien weiterhin sehr attraktiv, trotz der zahlreichen Unsicherheiten“, sagte Marktexperte Milan Cutkovic vom Handelshaus Axitrader.

Indes geht es wirtschaftlich in den USA scheinbar weiter bergauf. Die US-Amerikaner haben ihren Konsum im Juli weiter gesteigert, jedoch nicht mehr so kräftig wie in den Vormonaten. Nachdem sich die Bürger wegen der Coronakrise stark eingeschränkt hatten, zog der private Verbrauch nun den dritten Monat in Folge an. Er legte im Juli um 1,9 Prozent zu, wie das US-Handelsministerium am Freitag mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten lediglich mit 1,5 Prozent gerechnet, nach einem Plus von 6,2 Prozent im Juni.

Auch Fortschritte im Wettlauf um die Entwicklung von Behandlungen und Impfstoffen im Kampf gegen Covid-19 muntern die Anleger momentan auf. So will der Pharmakonzern Johnson & Johnson einen möglichen Corona-Impfstoff in Spanien, Deutschland und den Niederlanden testen.

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    „Wünschenswert wäre eine breitere Aufstellung der Rally. Das würde uns ein etwas größeres Vertrauen der Marktteilnehmer in die wirtschaftliche Erholung signalisieren“, sagte Stratege Albert Brenner vom Vermögensberater People's United Advisors. Momentan konzentrierten sich die Anleger auf technologielastige Titel.

    Einzelwerte im Fokus

    Workday: Ein Beweis dafür, dass Technologieunternehmen in der Pandemiephase boomen, ist der Anbieter von Unternehmenssoftware Workday. Das Unternehmen hatte seine seine Jahresprognose nach oben korrigiert hat, die Aktie stieg um 13 Prozent.

    Carnival: Der geplante Neustart der Aida-Kreuzfahrten im Herbst kommt bei den Aktionären der US-Muttergesellschaft Carnival gut an. Die Aktien legten sieben Prozent zu. Aida hatte zuvor angekündigt, ab November die Kreuzfahrtschiffe wieder auf Fahrt zu schicken.

    Coca-Cola: Der von der Coronakrise betroffene US-Getränkekonzern will sich von 4000 Mitarbeitern in den USA, Kanada und Puerto Rico trennen. Ein Großteil solle Abfindungsangebote bekommen, teilte das Unternehmen mit. Dadurch würden Kosten in Höhe von 350 bis 550 Millionen Dollar entstehen. Das Unternehmen plane außerdem Entlassungen. Coca-Cola gab keine Einzelheiten zum insgesamt beabsichtigten Personalabbau an. Die Aktie stieg um 3,3 Prozent.

    Dell Technologies: Die Aktien von Dell Technologies stiegen um sechs Prozent. Das Unternahmen übertraf mit seinem Quartalsgewinn die Erwartungen der Analysten. Es gab eine sehr hohe Nachfrage nach HP-Notebooks und Softwareprodukten.

    Ulta Beauty: Der Kosmetikeinzelhändler Ulta Beauty legte um 5,8 Prozent zu, nachdem er einen Quartalsgewinn über den Markterwartungen erzielt hatte.

    Moderna: Der US-Biotechkonzern führt eigenen Angaben zufolge Gespräche mit der japanischen Regierung über die Lieferung von mindestens 40 Millionen Dosen seines potenziellen Coronavirus-Impfstoffs. Das Mittel befinde sich bereits in der Endphase der klinischen Entwicklung, teilte Moderna mit. Sofern eine behördliche Zulassung erteilt werde, könnte der Impfstoff ab dem ersten Halbjahr 2021 von Takeda Pharmaceutical vertrieben werden. Japan hat bereits ähnliche Vereinbarungen wie mit Moderna mit anderen Arzneimittelherstellern unterzeichnet, darunter Pfizer und AstraZeneca. Die Aktie schloss 0,79 Prozent niedriger.

    MGM Resorts International: Gefragt waren auch die Anteilsscheine von MGM Resorts International, die um 4,6 Prozent vorrückten. Der Casinobetreiber will sich einem Zeitungsbericht zufolge in den USA von 18.000 bereits beurlaubten Mitarbeitern trennen. Das Unternehmen werde am Montag mit den Entlassungen beginnen, berichtete das „Wall Street Journal“. MGM Resorts habe mit einem Geschäftsrückgang durch die Reisebeschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie zu kämpfen. Ende 2019 hatte der Konzern 52.000 Vollzeit- und 18.000 Teilzeitbeschäftigte.

    Walmart: Ein zentrales Thema blieb am Freitag weiter die Zukunft der Video-App Tiktok in den USA. Walmart und Microsoft gelten nun gemeinsam als Favoriten für den von Präsident Donald Trump verlangten Verkauf der US-Aktivitäten durch den chinesischen App-Betreiber Bytedance. Walmart knüpften mit plus 2,7 Prozent und einem neuen Rekord an ihren Kurssprung vom Vortag an, Microsoft legten nochmals um ein Prozent zu.

    Mehr: Wie der Handelstag an der Börse in Frankfurt verlaufen ist, lesen Sie hier.

    • rtr
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