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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Tankerkrise drückt Wall Street ins Minus

Die Tankerkrise im Golf von Hormus traf die Wall Street kurz vor Handelsschluss mit voller Wucht. Gute Quartalszahlen rückten in den Hintergrund.
Update: 19.07.2019 - 22:44 Uhr Kommentieren
Ein Broker an der Wall Street. Quelle: dpa
US-Börse

Ein Broker an der Wall Street.

(Foto: dpa)

Frankfurt Zinsfantasien und überzeugende Quartalszahlen von Microsoft haben die Wall Street zum Wochenschluss zunächst angeschoben. Doch dann trafen Meldungen ein, der Iran habe zwei britische Tanker aufgebracht und festgesetzt. Offenbar eine Reaktion auf den Abschuss einer iranischen Drohne durch die USA.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab nach fester Eröffnung 0,3 Prozent auf 27.154 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,6 Prozent auf 2976 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 0,7 Prozent auf 8146 Punkte.

An den Börsen grassierten zudem Spekulationen, die US-Notenbank Fed könne bei ihrem Entscheid Ende Juli den Leitzins gleich um einen halben Prozentpunkt senken. Mittlerweile tippen 41 Prozent der Investoren auf so eine kräftige Senkung. Anleger sahen sich darin durch Aussagen des Chef des Fed-Bezirks New York, John Williams, bestärkt. Es sei besser vorsorglich zu handeln, statt zu warten bis es zu wirtschaftlichen Problemen komme, sagte Williams.

„Ein gewisser Optimismus wird von den Kommentaren von New York Fed-Präsident John Williams und den bisher weitgehend besser als erwarteten Unternehmensgewinnen getragen,“, sagte Art Hogan, Chief Market Stratege bei National Securities in New York. Zusätzlich hätten die Microsoft-Zahlen den Optimismus verstärkt. Der Gewinn für S&P 500-Unternehmen wird nach Angaben von Refinitiv IBES im zweiten Quartal voraussichtlich um 0,6 Prozent steigen, was eine Umkehrung früherer Schätzungen über einen Rückgang bedeutet.

Bestärkt worden sein dürften Zinsspekulationen durch eine Reihe von Tweets, die US-Präsident Donald Trump am Freitagnachmittag deutsche Zeit veröffentlichte. Trump hatte am Freitagnachmittag auf Twitter geschrieben, wegen eines fehlerhaften Denkprozesses bei der Fed hätten die USA viel höhere Zinsen als andere Länder, die wirtschaftlich nicht mit den USA mithalten könnten. Die Zinskosten in den USA seien viel höher als in anderen Ländern. Das solle die Fed korrigieren.

Die Finanzmärkte rechnen für das Monatsende mit einem ersten Zinsschritt nach unten. Derzeit liegt das Zinsniveau in einer Spanne von 2,25 bis 2,5 Prozent.

Einzelwerte im Fokus

Optimismus verbreitete mit Microsoft der mit einer Marktkapitalisierung über eine Billion Dollar wertvollste börsennotierte Konzern Amerikas. Das florierende Cloud-Geschäft und das nahende Ende des Betriebssystems Windows 7 haben das Wachstum des Softwarekonzerns angekurbelt. Die Aktien sprangen um drei Prozent auf ein Rekordhoch von 140,67 Dollar, um dann angesichts der Zuspitzung im Mittleren Osten wieder auf 136,62 nachzugeben, praktisch auf Vortagsniveau.

Bei den Ölwerten hielt sich Exxon mit Plus 0,20 Prozent nach anfänglichen Verlusten gut. Die Ölpreise zogen im späten Handel in New York spürbar an.

Abwärts ging es auch für American Express, die 2,79 Prozent verloren. Zwar hat der Kreditkartenanbieter dank der Kauffreude der Amerikaner mehr verdient. Anleger störten sich allerdings an den um 9,2 Prozent gestiegenen Kosten. Um ausgabefreudige Kunden anzulocken, gab American Express mehr Geld für Rabattprogramme aus.

Die Aktien des weltweit größten Ölfeld-Dienstleisters Schlumberger NV sverloren nur 0,18 Prozent, da die Quartalsschätzungen übertroffen und Olivier Le Peuch zum neuen Chief Executive Officer ernannt wurden.

Die schon am Vortag schwer gebeutelten Netflix-Aktien mussten mit Minus 3,11 Prozent einen weiteren Schlag hinnehmen.

Mehr: Internationale Investoren setzen derzeit auf die Zinssenkungen der US-Notenbank und kaufen mehr Aktien. Doch sie investieren womöglich wider besseres Wissen.

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