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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Technologiewerte treiben US-Börsen an

Die US-Börsen schließen dank Kursgewinnen bei Technologiewerten im Plus. Im Fokus der Anleger waren vor allem die Aktien von Apple.
Update: 21.03.2019 - 22:30 Uhr Kommentieren
Händler an der New Yorker Börse. Quelle: AP
Wall Street

Händler an der New Yorker Börse.

(Foto: AP)

New YorkBeflügelt von Kursgewinnen bei Hochtechnologiewerten haben die US-Börsen am Donnerstag zugelegt. Vor allem die Aktien des iPhone-Herstellers Apple und Chipwerte waren bei den Anlegern gefragt. Zudem profitierten die wachstumsorientierten Firmen im US-Standardwerteindex von der Aussicht auf eine längerfristig lockere Geldpolitik, sagte Portfoliomanager Thomas Martin vom Vermögensverwalter Globalt.

Die wichtigsten Indizes im Überblick

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,8 Prozent höher auf 25.962 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 erhöhte sich um 1,1 Prozent auf 2.854 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 1,4 Prozent auf 7.838 Punkte.

Einzelwerte im Fokus

Die Aktien von Apple verteuerten sich um 3,7 Prozent. Analysten hatten sich zuvor positiv zum geplanten Videodienst des Unternehmens geäußert. Die Experten erwarten, dass dieser künftig einen großen Beitrag zum Gewinn leisten wird.

Die Anteilscheine von Micron Technology sprangen 9,6 Prozent in die Höhe, nachdem der Chiphersteller eine Erholung bei den Speicherchips in Aussicht gestellt hatte. Dies mildere die Sorgen wegen einer schwächeren Nachfrage nach Smartphones und nachlassender Investitionen von Datencenter-Firmen etwas ab, sagten Händler.

Die Titel von Biogen fielen dagegen um knapp 30 Prozent. Die Biotechfirma stoppte zwei klinische Studien mit einem Mittel gegen Alzheimer. Dies sei ein schlechtes Omen für Medikamente mit ähnlichen Wirkmechanismen, schrieb Analyst Phil Nadeau vom Vermögensverwalter Cowen.

Das Mittel galt bisher als die größte Hoffnung der Branche. Zusätzlichen Abwärtsdruck erhielten die Biogen-Titel von negativen Analystenkommentaren in Reaktion auf die Nachricht.

Bei ihrem Börsen-Comeback stiegen die Aktien des Jeanshosen-Anbieters Levi Strauss auf bis zu 23,15 Dollar. Das ist ein Plus von gut 36 Prozent im Vergleich zum Ausgabepreis von 17 Dollar. Das Unternehmen verfüge über einen starken Markennamen und gute Geschäftsaussichten, sagte Analyst Jeff Zell vom Anlageberater IPO Boutique.

Die New Yorker Börse hatte zu Ehren des Neulings sogar ihre „No Jeans“-Vorschrift für das Handelsparkett aufgehoben, so dass auch die Börsenhändler Levi's tragen konnten.

So lief der Handel in Europa

Mit der Beurteilung der jüngsten Aussagen der US-Notenbank Fed taten sich Anleger in Frankfurt schwer. „An der Börse findet ein Tauziehen zwischen denjenigen Anlegern statt, die die geldpolitischen Geschenke als eine Art Blankoscheck für den Aktienkauf interpretieren, und jenen, die daraus bisher nicht eingepreiste, konjunkturelle Gefahren ablesen“, sagte Analyst Jochen Stanzl vom Onlinebroker CMC Markets.

Der Dax grenzte am Donnerstag seine zwischenzeitlichen Verluste ein und schloss 0,5 Prozent tiefer bei 11.549,96 Punkten. Der Euro Stoxx 50 lag knapp im Minus bei 3.367,40 Zählern.

Die Fed will dieses Jahr die Zinsen gar nicht mehr erhöhen, nachdem sie noch im Dezember zwei Schritte angepeilt hatte. Die gesenkten Wachstumsprognosen schürten Ängste, dass bei einer Abkühlung der Weltwirtschaft andere Notenbanken nur unzureichend gegensteuern könnten, sagte Anlagestratege Philip Marey von der Rabobank. Schließlich hätten Europäische Zentralbank (EZB) oder Bank von Japan (BoJ) die Zinsen – anders als die Fed – bislang noch nicht angehoben.

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