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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Trump-Äußerungen sorgen für negative Stimmung an US-Börsen – Uber-Aktie stürzt ab

Der US-Präsident hat am Freitag Hoffnungen auf eine baldige Einigung im Handelsstreit mit China zerschlagen. Anleger handelten an der Wall Street dementsprechend vorsichtig.
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Der Handelskrieg zwischen den USA und China beeinträchtigte den Handel an der Wall Street am Freitag. Quelle: dpa
Börse in New York

Der Handelskrieg zwischen den USA und China beeinträchtigte den Handel an der Wall Street am Freitag.

(Foto: dpa)

New York Nach der jüngsten Kursrally haben einige US-Anleger zum Wochenschluss die Gelegenheit zu Gewinnmitnahmen genutzt. Angesichts des schwelenden Zollstreits mit China wollten sie vor dem Wochenende auf Nummer sicher gehen, sagten Börsianer.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,3 Prozent tiefer auf 26.287 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,7 Prozent auf 2918 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um ein Prozent auf 7959 Punkte.

Negativ nahmen Börsianer Äußerungen von US-Präsident Donald Trump auf. Der Republikaner zerschlug Hoffnungen auf eine baldige Einigung im Handelskonflikt mit China. Zwar gingen die Gespräche weiter, sagte Trump. Die USA würden jedoch zunächst kein Abkommen schließen. Die USA und China überziehen sich seit Monaten mit Zöllen und Gegenzöllen.

In Deutschland wurde der Dax an diesem Freitag durch die politischen Spannungen in Rom belastet. Er schloss 1,28 Prozent im Minus. Gleichzeitig gewann die Bayer-Aktie am Morgen zeitweise mehr als elf Prozent, weil Bayer laut einem Bericht wegen Tausender Glyphosat-Klagen einen Vergleich bis zu acht Milliarden Dollar in den USA anstreben soll. Der oberste Vermittler in dem Streit dementierte diesen Bericht jedoch am Nachmittag, woraufhin die Aktie zeitweise ins Minus rutschte, um 2,64 Prozent im Plus zu schließen.

Einzelwerte im Fokus

Bei den US-Einzelwerten brach die Uber-Aktie um fast sieben Prozent ein, nachdem der Fahrdienst-Vermittler katastrophale Geschäftszahlen vorgelegt hat. Uber versechsfachte seinen Quartalsverlust auf 5,2 Milliarden Dollar. In der Summe hat Uber allein in den ersten sechs Monaten 2019 Nettoverluste von über sechs Milliarden Dollar aufgetürmt. „Trotz niedriger Erwartungen hat Uber in fast jeder Hinsicht enttäuscht“, sagte Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets. „Verluste in dieser Größenordnung deuten nicht auf ein nachhaltiges Geschäftsmodell hin.“ Im Sog von Uber verloren die Titel des Rivalen Lyft zeitweise knapp fünf Prozent. Am Vortag hatten sie noch zugelegt, nachdem Lyft einen überraschend großen Umsatzsprung im Quartal vermeldet hatte.

Ein enttäuschend gewertetes Quartalsergebnis brockte Dropbox einen heftigen Kursrutsch ein. Die Aktien des Cloudspeicher-Anbieters fielen fast 13 Prozent. Dem Unternehmen zufolge wuchs die Zahl zahlender Kunden im abgelaufenen Quartal auf 13,6 von 13,2 Millionen. Das ist das schwächste Wachstum seit dem Börsengang vor etwa eineinhalb Jahren. Außerdem sei der durchschnittliche Umsatz pro Nutzer hinter den Erwartungen zurückgeblieben, schrieb Analyst Rishi Jaluria vom Research-Haus D.A. Davidson. Die Frage sei nun, ob Dropbox das Kundenwachstum wieder ankurbeln könne oder sich auf die Ausweitung der Gewinnmargen konzentrieren solle.

Der US-Lebensmittelkonzern Kraft Heinz notierte zuletzt mehr als 4 Prozent im Minus. Am Donnerstag war die Aktie zeitweise um acht Prozent eingebrochen, nachdem der Hersteller von Heinz-Ketchup oder Philadelphia-Frischkäse mitgeteilt hatte, dass sich Abschreibungen und andere Belastungen in der ersten Jahreshälfte auf eine Milliarde Dollar summierten. Der Gewinn habe sich auf 854 Millionen Dollar halbiert.

Vor dem Hintergrund des Medienberichts zu Lizenzen für Geschäfte zwischen US-Firmen und Huawei trennten sich Anleger von Technologiewerten, die üblicherweise sensibel auf Nachrichten rund um den Handelskonflikt reagieren. So verloren die Aktien der Chip-Hersteller Intel und Micron bis zu 3 Prozent. „So lange wir keine handfesten Antworten darauf bekommen, wie die Regierung von US-Präsident Donald Trump weiter mit China verfahren will, wird es häufige Kursausschläge geben“, sagte Andre Bakhos, Geschäftsführer des Vermögensberaters New Vines.

Mehr: Die USA denken erneut laut darüber nach, einen Teil ihrer Soldaten in Deutschland abzuziehen. Vom deutsch-amerikanischen Zwist könnte dafür Polen profitieren.

  • rtr
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