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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 US-Anleger sind wieder in Kauflaune – T-Mobile US gehörte zu den Favoriten

Investoren realisieren, dass der Ausverkauf am Dienstag wohl überzogen war. Und CBNC-Moderator Jim Cramer empfiehlt Aktien, die danach deutlich steigen.
05.05.2021 Update: 05.05.2021 - 22:49 Uhr Kommentieren
Blick in den Handelssaal der New York Stock Exchange. Quelle: dpa
Händler an der Börse New York

Blick in den Handelssaal der New York Stock Exchange.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Ermutigende Arbeitsmarktzahlen lockten einige Anleger an die Wall Street zurück. Der US-Standardwerteindex Dow Jones ging 0,3 Prozent höher auf einem Rekordschluss von 34.230 Punkten aus dem Handel. Der technologielastige Nasdaq gab 0,4 Prozent auf 13.582 Punkte nach. Der breit gefasste S&P 500 legte 0,1 Prozent auf 4167 Punkte zu. „Die Zuversicht in das weltweite Wirtschaftswachstum treibt die Kurse“, sagte Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com.

Die Aussicht auf eine kraftvolle Erholung der Wirtschaft von den Coronavirus-Folgen helle die Stimmung auf, sagte Analystin Fiona Cincotta vom Brokerhaus City Index. „Investoren realisieren, dass der Ausverkauf von gestern wohl etwas überzogen war.“ Auslöser dieses Kursrutsches waren Aussagen von US-Finanzministerin Janet Yellen.

„Es könnte sein, dass die Zinsen etwas ansteigen müssen, um sicher zu stellen, dass unsere Wirtschaft nicht überhitzt“, hatte Yellen erklärt. Später betonte sie, dass dies weder etwas sei, das sie erwarte oder empfehle. Eine Zinserhöhung liege noch in weiter Ferne, sagte Analystin Cincotta weiter. Schließlich betone dies US-Notenbankchef Jerome Powell unermüdlich. Zwar denke die US-Notenbank Fed bislang nicht einmal über eine Straffung ihrer Geldpolitik nach, sagte Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses AvaTrade. „Aber die Katze ist aus dem Sack.“ Viele Investoren würden künftig doppelt überlegen, ob sie den Fed-Bekenntnissen zu einer ultra-lockeren Geldpolitik Glauben schenken sollten. Schließlich seien erste Anzeichen einer Inflation erkennbar, zum Beispiel in den steigenden Rohstoffpreisen.

CBNC-Fernsehmoderater Jim Cramer ärgerte sich bereits am Dienstag über die von Finanzministerin Janet Yellen vorgebrachte Idee, dass eine steigende Inflation höhere Zinsen rechtfertigen könnte. „Im Moment jedoch, obwohl ich die Inflation von allen Seiten sehen und spüren kann, bleibe ich bei Jay Powell als meine Stütze“, sagte der „Mad Money“-Moderator und bezog sich dabei auf den Vorsitzenden der Federal Reserve. Cramer merkte an, dass Powell darauf bestanden hat, dass eine Zinserhöhung unwahrscheinlich ist, bis sich der Arbeitsmarkt vom Abschwung des letzten Jahres erholt hat.

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    Unterdessen bot Cramer Aktienideen an, die von steigenden Rohstoffkosten profitieren könnten. Zu diesen Gewinnern gehören das Kupferunternehmen Freeport-McMoRan und die Stahlhersteller Cleveland-Cliffs und Nucor. Die Aktien von Cleveland-Cliffs stiegen am Dienstag um fast zwölf Prozent, notierten am Mittwoch unverändert. Freeport-McMoRan stieg um Mittwoch um mehr als drei Prozent. Alle drei Aktien sind in diesem Jahr um mehr als 40 Prozent gestiegen.

    „Sie machen das Gleiche wie immer, aber ihre Verkaufspreise steigen weiter“, sagte Camer. „Das gibt ihnen das, was man als operative Hebelwirkung bezeichnet, bei der jeder Umsatzanstieg einen gigantischen Gewinnanstieg erzeugt.“ Der Fernsehmoderater wies aber auch darauf hin, dass steigende Rohstoffkosten Unternehmen wie den Chemiekonzern DuPont belasten dürften.

    Rückenwind erhielt der Konjunkturoptimismus von den US-Beschäftigtenzahlen. Der Arbeitsagentur ADP zufolge schuf die Privatwirtschaft im April 742.000 neue Stellen. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Experten hatten zwar mit 800.000 gerechnet. Allerdings wurde der ADP-Umfragewert für das Stellenplus im März nun deutlich auf 565.000 nach oben revidiert.

    Zu den Favoriten am US-Aktienmarkt zählte Lyft mit einem Kursplus von 2,5 Prozent. Der Fahrdienst-Vermittler machte zum Jahresauftakt deutlich weniger Verlust als befürchtet. Der Ausblick für das laufende Quartal liege ebenfalls über den Markterwartungen, kommentierte Analyst John Blackledge vom Vermögensverwalter Cowen. Die Papiere des Lyft-Rivalen Uber, der seine Bücher nach Börsenschluss öffnen will, gewannen zwei Prozent.

    Ölpreis zieht an – Kupfer auf Rekordhoch

    Die US-Rohölsorte WTI verteuerte sich am Mittwoch um bis zu 1,6 Prozent auf 66,76 Dollar je Barrel (159 Liter). Die Lockerung der Pandemie-Restriktionen in den westlichen Industrienationen würden die Nachfrage in der Sommer-Reisesaison voraussichtlich in die Höhe treiben, prognostizierte Analyst Stephen Brennock vom Brokerhaus PVM Oil Associates.

    Ein Landesweiter Lockdown in Indien, wo das Coronavirus derzeit besonders heftig wütet, könnte die Stimmung aber schnell wieder eintrüben, warnten seine Kollegen von der ING Bank. Die Aktien von Ölkonzernen wie Exxon und Chevron stiegen dennoch um jeweils etwa 2,5 Prozent.

    Unterdessen stieg der Preis für eine Tonne Kupfer um bis zu 0,7 Prozent auf ein Zehn-Jahres-Hoch von 10.040 Dollar je Tonne. Das Industriemetall profitierte Börsianern zufolge von der Aussicht auf eine kraftvolle Erholung der Weltwirtschaft von den Coronavirus-Folgen. Hinzu kämen der Trend zur Elektromobilität und zum klimafreundlichen Umbau der Wirtschaft, der den Bedarf von Stromleitungen in die Höhe treibe. Gleichzeitig sei das Angebot knapp.

    US-Börsenexperte Koch: Die Angst der Wall Street vor einer möglichen Leitzinserhöhung schwindet

    Blick auf weitere Einzelwerte

    T-Mobile US: Zu den Favoriten am US-Aktienmarkt gehörte T-Mobile. Die Aktien der US-Mobilfunkers stiegen um mehr als vier Prozent, nachdem die Tochter der Deutschen Telekom auf Basis eines Umsatz- und Gewinnsprungs die Gewinnziele angehoben hatte. Dank des stetigen Kundenzustroms und Einsparungen durch die Fusion mit dem Rivalen Sprint rechne er mit steigenden Mittelzuflüssen, prognostizierte Analyst Colby Synesael vom Vermögensverwalter Cowen. Außerdem stehe 2023 ein Aktienrückkauf auf der Agenda.

    The Honest Company: Das von Hollywood-Star Jessica Alba (40) mitgegründete Unternehmen hat eine erfolgreiche Premiere an der Tech-Börse Nasdaq gefeiert. Der Einstandskurs der am Mittwoch erstmals unter dem Ticker „HNST“ gehandelten Aktien lag mit 21,22 Dollar deutlich über dem Ausgabepreis von 16 Dollar. Das auf Baby- und Beauty-Produkte spezialisierte Unternehmen erreichte damit zunächst eine Bewertung von rund 1,9 Milliarden Dollar (1,6 Milliarden Euro). Die Schauspielerin Alba („Sin City“) hatte die Firma aus Los Angeles 2011 mitgegründet und ist ihre wichtigste Werbeträgerin. Beim Börsengang erlöste das Unternehmen 413 Millionen Dollar.

    Peloton: Die Titel von Peloton brachen dagegen um mehr als 14 Prozent ein. Das ist der drittgrößte Kurssturz der Firmengeschichte. Nach Berichten über Verletzungen und einem getöteten Kind im Zusammenhang mit seinen Laufbändern hat der Fitnessgeräte-Anbieter eine Rückruf-Aktion gestartet.

    Novavax: Die Titel des US-amerikanisches Pharmaunternehmens fielen fast fünf Prozent. US-Präsident Joe Biden stellt sich hinter einem der Welthandelsorganisation (WTO) vorliegenden Vorschlag, den Patentschutz für Corona-Impfstoffe aufzuheben.

    General Motors: Der Autohersteller verdiente im ersten Quartal 2,25 Dollar pro Aktie, verglichen mit einer Konsensschätzung von 1,04 Dollar pro Aktie. Allerdings lag der Umsatz sehr leicht unter den Prognosen. GM-Aktien stiegen um gut vier Prozent.

    Match Group: Die Aktien sprangen um mehr als elf Prozent nach oben, nachdem das Unternehmen die Schätzungen um 17 Cents pro Aktie übertraf und im ersten Quartal einen Gewinn von 57 Cents pro Aktie erzielte. Der Betreiber von Tinder und anderen Partnervermittlungsdiensten meldete auch einen Umsatz, der über den Prognosen der Analysten lag. Die Match Group gab eine starke Prognose für das laufende Quartal ab, da das Unternehmen einen Anstieg der Nachfrage nach Partnervermittlungen erwartet, wenn die Pandemie zurückgeht.

    Tupperware: Die Aktie des Herstellers von Küchen- und Haushaltsprodukten legte um rund sieben Prozent zu. Das Unternehmen übertraf sowohl die Umsatz- als auch die Gewinnschätzungen. Tupperware verdiente im letzten Quartal 82 Cents pro Aktie und lag damit deutlich über der Konsensschätzung von 54 Cents. Auch die Umsätze lagen über den Schätzungen.

    Activision Blizzard: Das Unternehmen übertraf die Schätzungen um 14 Cents pro Aktie. Der Quartalsgewinn lag bei 84 Cents pro Aktie. Der Umsatz des Videospielherstellers übertraf auch die Prognosen der Wall Street und das Unternehmen hob seine Prognose für das Gesamtjahr an, da die Nachfrage nach Spielen wie „Call of Duty“ und „Candy Crush“ weiterhin hoch ist. Die Aktien des Unternehmens legten rund 4 Prozent zu.

    Herbalife Nutrition: Das Unternehmen Herbalife meldete einen besser als erwarteten Umsatz und Gewinn für das erste Quartal und hob seine Prognose für das Gesamtjahr an. Der Hersteller von Gesundheits- und Wellnessprodukten verzeichnete ein besonders starkes Wachstum in seiner Sporternährungs-Kategorie. Die Aktie legte rund sieben Prozent zu.
    Mit Agenturmaterial

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