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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 US-Börsen erreichen neue Rekorde trotz schwacher Konjunkturdaten

Die Konjunkturdaten aus China fallen schlechter aus als erwartet. Zum Handelsschluss holen der Dow Jones und der S&P jedoch wieder auf.
16.08.2021 Update: 16.08.2021 - 22:51 Uhr Kommentieren
Das Straßenschild vor der New Yorker Börse. Quelle: Reuters
Wall Street

Das Straßenschild vor der New Yorker Börse.

(Foto: Reuters)

Frankfurt, New York Trotz schwacher Konjunkturdaten haben die großen US-Aktienindizes am Montag erneut Rekordhochs erklommen. Erst in den letzten Handelsminuten schaffte es der Dow Jones Industrial auf ein weiteres Hoch und folgte damit dem marktbreiten S&P 500. Die beiden Börsenbarometer setzten damit die Rekordjagd der vergangenen Woche fort.

In China haben sich der Einzelhandel und die Industrie im Juli schwächer als erwartet entwickelt. Zudem hat sich die Stimmung in den Industrieunternehmen im US-Bundesstaat New York im August überraschend stark eingetrübt. Das hatte die Kurse lange Zeit gebremst, ebenso wie das überraschend schnelle Einknicken der vom Westen gestützten afghanischen Regierung vor den Taliban.

Der Dow stieg um 0,31 Prozent auf 35.625 Punkte und der S&P 500 rückte um 0,26 Prozent auf 4479 Zähler vor. Der technologielastige Nasdaq 100 blieb mit einem Plus von 0,03 Prozent auf 15.140 Punkte zurück und ist noch etwas von einem Rekordhoch entfernt. Einzelne Papiere aus der Internet- und Technologiewelt schwangen sich allerdings am Montag zu Höchstkursen auf, so etwa die Aktien von Apple und Ebay.

„Die Frage ist, was noch alles von der Delta-Variante betroffen sein könnte und das nicht nur in China, sondern auch weltweit und das ist noch nicht entschieden“, sagte Sam Stovall, Investmentstratege bei CFRA. Dazu verwiesen Börsianer auf die Machtübernahme der Taliban in Afghanistan.

Die Börse sei für eine beträchtliche Zeit steil nach oben gegangen, sagte Aktienhändler Dennis Dick vom Brokerhaus Bright Trading. Jetzt wolle der Markt eine Pause und Gewinne mitnehmen. „Ich denke, dass über das Wochenende Afghanistan der Börse die Ausrede dafür geliefert hat.“

Die Konjunktursorgen setzten dem Ölpreis und auch weiteren Rohstoffen zu. Die Aktien von US-Energiekonzernen standen unter Druck. Conocophillips gaben 1,6 Prozent nach, Exxon Mobil verloren ebenfalls 1,6 Prozent. Chevron büßten 1,3 Prozent ein. Schlumberger rutschten sogar rund 2,7 Prozent ab.

Die Aktien von Freeport-McMoRan, dem größten börsennotierten Kupferproduzenten der Welt, verloren 3,8 Prozent. „Die Erwartung ist, dass Delta die Dinge verlangsamen könnte“, sagte Sam Stovall, Investmentstratege bei CFRA. „Die Frage ist, was noch alles von der Delta-Variante betroffen sein könnte und das nicht nur in China, sondern auch weltweit und das ist noch nicht entschieden.“

Börsenexperte Koch: „Biden-Administration hat Afghanistan katastrophal falsch eingeschätzt“

Blick auf weitere Einzelwerte

Tesla: Unter Druck war am Montag auch die Aktie des Elektroauto-Bauers Tesla. Die Papiere verloren 4,3 Prozent. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA leitete nach einer Serie von Unfällen mit Tesla-Autos und Rettungsfahrzeugen eine formelle Untersuchung zur Sicherheit des Fahrassistenzsystems Autopilot ein. Die Aktien der chinesischen Streaming-Plattform Tencent Music Entertainment Group stürzten zeitweise um 8,3 Prozent ein. Die Gesellschaft Soros Fund Management des milliardenschweren US-Investors George Soros hatte sich von Anteilen an dem Unternehmen getrennt.

Sonos: Die Aktien von Sonos steigen um bis zu 9,8 Prozent. Ein Richter der Internationalen Handelskommission entschied, dass die Google-Einheit von Alphabet Patente des Lautsprecherherstellers verletzt hatte.

Tencent Music: Laut einem Bericht des japanischen Nachrichtendienstes Nikkei plant der Musik-Streaming-Dienst, seinen geplanten Börsengang in Hong Kong angesichts der anhaltenden regulatorischen Maßnahmen der chinesischen Regierung zu stoppen. Die Tencent-Aktien fallen um 8,9 Prozent.

T-Mobile: Der US-Mobilfunker T-Mobile US hat nach Berichten über einen mutmaßlichen Hackerangriff Ermittlungen aufgenommen. Die Berichte aus dem Internet über einen millionenfachen Datenverlust würden intern geprüft und analysiert, teilte ein Firmensprecher im US-Bundesstaat Washington mit. Die T-Mobile-Aktie fällt um 2,9 Prozent.

Oatly: Der Hafermilchproduzent meldete einen Quartalsverlust von elf Cent pro Aktie, einen Cent pro Aktie mehr als erwartet. Die Umsätze lagen leicht unter den Prognosen der Wall Street. Das Unternehmen teilte mit, dass es seine geplante Erweiterung der Produktionskapazität erfolgreich umsetzt. Die Oatly-Aktien steigen zunächst um 3,7 Prozent, liegen zum Handelsschluss jedoch 2,6 Prozent in der Verlustzone.

BHP: Das weltgrößte Bergbauunternehmen gab bekannt, dass es Gespräche über den Verkauf seiner Erdölsparte an den australischen Öl- und Erdgasproduzenten Woodside Petroleum führt. Die Aktien des Unternehmens fallen um bis zu 3,1 Prozent

The Honest Company: Der Hersteller von Körperpflegeprodukten wurde von Guggenheim Securities von „neutral“ auf „kaufen“ hochgestuft, nachdem die Aktie am Freitag um mehr als 28 Prozent gefallen war. Der aktuelle Quartalsbericht des Unternehmens wies einen unerwartet hohen Verlust aus. Die Aktien des Unternehmens fallen um 3,1 Prozent.

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